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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 21839
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Ich habe einen Sohn 3 1/2 und eine Tochter 14 Monate alt. Ich

Kundenfrage

Ich habe einen Sohn 3 1/2 und eine Tochter 14 Monate alt. Ich lebe in Königsbrunn und meine Kinder in Augsburg (20 km entfernt). Ich habe kein gemeinsammes Sorgerecht. Ich möchte jetzt in meine Heimat nach Hessen ziehen (440 km entfernt).
Wie sieht mein Besuchsrecht aus. Darf ich die Kinder während meiner Besuchszeit nach Hessen holen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Rasuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich auf der Grundlage Ihrer Angaben wie folgt Stellung nehme.

Nach § 1684 Absatz 1 BGB ist jeder Elternteil zum Umgang mit dem Kind berechtigt und verpflichtet, und nach 1626 Absatz 3 BGB gehört der Umgang mit beiden Elternteilen in der Regel zum Wohle des Kindes.

Bei dem Umgangsrecht des nicht mit dem Kind zusammenlebenden Elternteils sollen insbesondere die verwandtschaftlichen Beziehungen gefördert und intensiviert und einer Entfremdung aufgrund der räumlichen Trennung vorgebeugt werden.

Hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung des Umgangsrecht sind zunächst die Eltern in der Pflicht, eine verantwortliche Regelung zu vereinbaren. Ist das nicht möglich, kann eine solche Umgangsregelung vom Familiengericht vorgenommen werden.

Die familiengerichtliche Regelungspraxis gewährt dem nicht mit dem Kind zusammenlebenden Elternteil dabei im Regelfall das Recht, das Kind an jedem zweiten Wochenende zu sich zu holen, und zwar von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr. Bei kleineren Kindern wird mitunter auch nur ein ganztägiger Kontakt pro Woche zugelassen, während bei Kindern ab drei Jahren bereits die Übernachtung beim anderen Elternteil zu den Umgangszeiten in Betracht kommt.

Zu den im Einzelnen zuweilen von den Gerichten unterschiedlich gehandhabten Regelungen zum Umgangsrecht haben ich Ihnen nachfolgenden Link eingestellt:

http://www.rechtsanwaltdrpalm.de/umgangsrecht.htm

Zudem wird ein Besuchs- und Umgangsrecht an bestimmten Feiertagen und am Geburtstag des Kindes eingeräumt. Darüber hinaus besteht Anspruch auf - zumeist drei Wochen - gemeinsame Ferienzeit.

Bei großen Entfernungen - wie in Ihrem Fall - kann es sinnvoll sein, von der oben genannten Regelung abzuweichen. Unter solchen Bedingungen kann es zweckmäßig sein, eine Umgangsregelung dahin zu treffen, dass der Umgang statt an den Wochenenden in bestimmten und näher festzulegenden Ferienböcken erfolgen soll.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beachten Sie bitte darüber hinaus, dass die rechtliche Beurteilung des jeweiligen Sachverhalts im Rahmen der Beratung auf dieser Plattform lediglich eine erste Orientierung liefern kann. Eine auf dieser Basis erfolgende Ersteinschätzung kann weder abschließend sein noch Anspruch auf Vollständigkeit erheben, denn das Hinzufügen oder Weglassen bestimmter Angaben kann eine gänzlich abweichende Bewertung der Rechtslage rechtfertigen.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)


Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Fragen Sie gerne nach, wenn aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben sind.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sollten Sie keine Nachfrage haben, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt


Verändert von alles-was-recht-ist am 12.10.2010 um 23:46 Uhr EST
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

Eine kostenlose Rechtsberatung ist nicht Gegenstand dieser Internetpräsenz. Sie ist nach zwingendem Recht zudem auch nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte gerne nach.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

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