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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16958
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Ausserordnentliche Eigenk ndigung Folgendes hat sich ereignet

Kundenfrage

Ausserordnentliche Eigenkündigung
Folgendes hat sich ereignet (kurzbeschreibung)

Arbeitgeber hat Arbeitnehmer überrraschend mit einer Geldunterschlagung konfrontiert
und zu einer Eigenkündigung durch Drohung von Polizeieinsatz /Hausdurchsuchung
psychologisch unter Druck gesetzt was dann auch passiert ist
Beiweise wurden nicht genannt
Angeblich wurde seit Ostern bis dato dies beobachtet

kann man das so legal abwickeln
Kann man hier nicht die Polizei einschalten bzw einen Einspruch plazieren
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,
sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ungeachtet der Tatsache, dass sich der Arbeitnehmer strafbar gemacht hat der Arbeitgeber hier eine Nötigung, § 240 STGB begangen und sich dadurch ebenfalls strafbar gemacht.

Der Arbeitgeber hätte den Arbeitnehmer nicht zu einer Kündigung durch Drohung mit der Strafanzeige nötigen dürfen, da es hier am Zusammenhang fehlt.

Es wäre ihm nur erlaubt gewesen, ihm mit einer Strafanzeige zu drohen, damit er das unterschlagene Geld wieder herausgibt, nicht jedoch ihm mit einer Strafanzeige zu drohen, wenn er nicht kündigt.

Hier fehlt es am Zusammenhang so dass eine Nötigung vorliegt.


Unabhängig davon ist die Frage, ob die Kündigung arbeitsrechtlich in Ordnung war.

Hier könnte man die der Kündigung zugrundeliegende Willenserklärung wegen Drohung anfechten, § 123 BGB.

Dies sollte durch eine Klage vor dem Arbeitsgericht erfolgen, die von einem Fachanwalt für Arbeitsrecht erhoben werden sollte.



Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und bitte folgendes zu beachten:

Sollte Ihre Frage hiermit beantwortet sein , bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort. Erst mit Ihrer Akzeptierung wird die von Ihnen geleistete Anzahlung zum Zwecke des Ausgleichs der hier entstandenen Gebühren verwendet.

Just Answer ist kein kostenfreies Forum. Dies ist schon aus standesrechtlichen Gründen nicht möglich. Insoweit wird auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Bedingung, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung und eine rasche Akzeptierung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.




Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Verändert von Claudia MarieSchiessl am 13.10.2010 um 10:15 Uhr EST