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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Wir sind 5 Geschwister, unsere Mutter ist 1994 verstorben,

Kundenfrage

Wir sind 5 Geschwister, unsere Mutter ist 1994 verstorben, ein Bruder, der schon 1985 die elterliche Tankstelle mit Werkstatt bekam, hat ca. 1 Jahr lang die Pflege unseres Vaters übernommen bis dieser dann am 31.05.09 verstarb, 2 Monate später erfuhren wir, dass er in der Zeit als er unseren Vater pflegte sich einen Sparbrief von 35000€ und das elterliche Haus notariell übertragen ließ, wobei wir vermuten, daß der Notar sich auch nicht an die Pflichten eines Notares hielt, denn in dem Übergabevertrag stand nichts, dass unser Vater schwer krank und möglicherweise nicht mehr geschäftsfähig war. Unsere jüngste Schwester wohnte nun noch im Elternhaus, wo Sie eine Wohnung für ca.100000DM ausgebaut hatte, Sie wurde durch eine Räumungsklage von unserem Bruder aus dem Haus gewiesen, wir 4 Geschwister haben dann in wochenlanger Arbeit die Wohnungen unseres Vater leergeräumt,wobei unser Bruder durch abwesenheit glänzte, durch einen früheren Umbau befanden sich auch noch Ziegelsteine, und sonstige Bauabfälle im Haus, nun verlangt unser Bruder, dass wir diesen Bauschutt auch entsorgen, gehört dies zum Erbe, oder zum Haus, welches 2 Monate vor Vaters tod an unseren Bruder übertragen wurde, er verlangt nun von uns, dass wir 2 Container für 1200€ bezahlen sollen, obwohl wir noch nichts vom Pflichtteil bekommen haben. Die 2 Autos unseres Vaters hat er sich auch unter den Nagel gerissen. Müssen wir die Container bezahlen? Außerdem wissen wir nicht ob ein Testament oder ähnliches vorhanden war, weil er während der Pflege die ganzen Ordner vom Vater in sein Haus brachte.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der Beantwortung Ihrer Frage stelle ich folgendes voran:

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen in Deutschland bin ich gehalten, darauf hinzuweisen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemesse Vergütung für die untenstehende Beantwortung durch Akzeptieren zu bezahlen. Das vorangestellt möchte ich im weiteren darauf hinweisen, dass es im Rahmen dieses Mediums nur möglich ist, eine mehr oder weniger allgemeingehalte Antwort zu geben, da ich weder Einblick in Unterlagen, noch ein eingehendes Gespräch zur Sachverhaltsaufklärung führen kann. Die untenstehende Antwort dient daher der ersten rechtlichen Orientierung bzw. der Verschaffung eines angemessenen Überblick über die rechtliche Situation und kann und soll keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates vor Ort ersetzen.


Ihre Frage beantworte ich wie folgt:


Also irgendwas läuft da bei Ihnen schief. Einerseits kann ich die von Ihnen bereits bezahlten Anwaltskosten in Höhe von 5.000 € nicht nachvollziehen, wenn hier ein Pflichtteilsanspruch in Höhe von 8.000 € geltend gemacht wird, das steht in keinem Verhältnis.

Ich empfehle Ihnen dringend beim zuständigen Nachlassgericht einen Erbschein zu beantragen. Im Erbscheinsverfahren wird geprüft, ob ein Testament existiert. Allerdings hätte Ihr Bruder, sollte ein solches vorhanden gewesen sein, aufgrund der Tatsache, dass er die Unterlagen in Händen hielt, die Möglichkeit gehabt, ein solches zu vernichten.

Wird kein Testament durch den Bruder vorgelegt, werden alle 5 Kinder gesetzliche Erben mit einer Erbquote in Höhe von 20.000 €. Die Übertragungen auf den Bruder sind bei der Bemessung der Erbansprüche voll einzurechnen, da die Schenkungen erst kurz vor dem Tod vorgenommen wurden. Sie haben daher Erbergänzugnsansprüche, was bedeutet, dass das Erbe so bemessen wird, als hätte die Schenkung nicht stattgefunden.

Sobald Sie den Erbschein in Händen halten, können Sie auch Auskunftsansprüche gegenüber Ihren Bruder geltend machen bzw. selbst Auskünfte bei Banken, Versicherungen etc. einholen, um die Höhe des Nachlasses bestimmen zu können.

Solange eine Klärung des Nachlasses nicht vorgenommen wurde, rate ich Ihnen an, keinerlei Zahlungen auf etwaige Nachlassverbindlichkeiten zu leisten! Diese können später hin noch mit Ihrem Erbteil verrechnet werden.

Bitte lassen Sie sich auch unbedingt die Honroarnote Ihres Anwaltes über 5.000 € erläutern. Sollte es hier Unstimmigkeiten geben, wenden Sie sich bitte an die örtlich zuständige Anwaltskammer.


Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieses Mediums einen angemessenen Überblick über die rechtliche Situation verschafft zu haben.

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten. Falls Sie eine Nachfrage haben stehe ich sodann gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wir haben bereits einen Erbschein, die 5000€ kamen zustande weil unsere Schwester den Modernisierung der Wohnung von unserem Bruder ersetzt haben wollte. Aber eine meiner Fragen war, müssen wir die 2 Container bezahlen, um den Bauschutt aus dem Elternhaus zu entsorgen?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Nein, Sie müssen hier keine Kosten für die Container bezahlen, denn das Haus gehört Ihren Bruder und insoweit ist er für die Räumung des Objektes verantwortlich, da es sich hier ja um Bauschutt handelt.
Wenn hier Ihre Schwester einen Schadensersatzanspruch gegenüber Ihrem Bruder geltend macht, müssen Sie dann aber nicht die dafür entstehenden Anwaltskosten bezahlen.
Fordern Sie unbedingt Auskunft über den Nachlass und klagen diesen ggf. ein, sollte der Bruder freiwillig keine Auskunft erteilen.

Mit freundlichen Grüßen

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