So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an K. Severin.
K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 892
Erfahrung:  Steuerrecht, Zivilrecht
25551084
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
K. Severin ist jetzt online.

Hallo, ich habe eine Frage zum Thema Katze gegen Hund. Wenn

Kundenfrage

Hallo, ich habe eine Frage zum Thema Katze gegen Hund. Wenn mein Kater der Freigänger ist in das Auto unseres Nachbarn klettert und beim verlassen des Wagens seine Hund am Auge verletzt weil der auf ihn losgeht, muss ich die Kosten für die Arztbehandlung zahlen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in, gern beantworte ich ihre Frage wie folgt:

 

Sie haften für den Ersatz der Behandlungskosten für den Hund gemäß § 833 Abs.1 S.2 BGB nur dann, wenn die Verletzung des Hundes durch ihre Katze darauf beruht, dass Sie ihre Aufsichtspflicht gegenüber ihrer Katze verletzt haben und der Schaden nicht auch bei gehöriger Aufsichtsführung entstanden wäre. Daraus folgt für den von Ihnen dargestellten Sachverhalt, dass Sie nur dann haften für den Schaden ihres Nachbarn, wenn feststeht, dass Sie mit dem

Freilaufenlassen ihrer Katze ihre Ausfsichtspflicht als Tierhalter verletzt haben und der Schaden nicht auch dann eingetreten wäre, wenn Sie ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt hätten. Eine Verletzung ihrer Aufsichtspflicht kann man hier nur annehmen, wenn Sie bei Anlegung eines objektiven Maßstabes davon ausgehen mussten, dass ihre Katze mit dem Hund des Nachbarn in Konflikt geraten kann und die Verletzung des Hundes durch Halten der Katze im Haus vermieden werden konnte. Andererseits trägt der Nachbar eine Schadensminderungspflicht aus § 254 Abs.1 BGB, d.h. er muss sich gegebenenfalls sein Mitverschulden bei der Entstehung der Verletzung seines Hundes auf dessen Schadensersatzanspruch anrechnen lassen, d.h. die Höhe seines Verschuldensanteils bei der Schadensentstehung führt zu einer entsprechend hohen Minderung seines Schadensersatzanspruchs hinsichtlich der Tierarztkosten für die Heilbehandlung seines Hundes. Davon könnte hier ausgegangen werden, wenn der Nachbar den Hund nicht angeleint hatte beim Verlassen seiner Wohnung obwohl dieser wusste oder hätte vorhersehen können, dass dessen Hund aggressiv auf ihre Katze reagiert. Wenn dies der Fall sein sollte, dann mindert sich der Schadensersatzanspruch ihres Nachbarn um dessen Verschuldensanteil, der dann bei der Schadensentstehung mit 50 % anzusetzen ist. Dann müssten Sie lediglich 50 % der Heilbehandlungskosten tragen.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und stehe Ihnen für Rückfragen gegebenenfalls gern zur Verfügung. Weiter bitte ich höflich um Bezahlung meiner Rechtsberatung durch Akzeptierung meiner Antwort.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

KSRecht

Rechtsanwalt

 



Verändert von KSRecht am 12.10.2010 um 06:19 Uhr EST

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz