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RAKRoth
RAKRoth, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3253
Erfahrung:  Schwerpunkte: Vertragsrecht, Erbrecht, Internetrecht, Mietrecht, Wettbewerbsrecht
35468264
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RAKRoth ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe eine erbrechtliche Frage. Vor 13 Jahren

Kundenfrage

Guten Tag,
ich habe eine erbrechtliche Frage.
Vor 13 Jahren wurde meine Mutter als Alleinerbin meines Vaters eingesetzt. Nun ist im Februar 2009 auch meine Mutter verstorben und hat mich als Alleinerbin eingesetzt. Mein Bruder ( einziges Geschwisterteil) wurde enterbt, ihm steht lediglich der Pflichteil zu.
Nach dem Tode meines Vaters haben mein Bruder und ich jeweils eine Erbvorauszahlung erhalten. Kann diese Erbvorauszahlung an meinen Bruder von dem , von mir an ihn zu zahlenden Pflichtteil abgezogen werden?
Außerdem kam es zu Streitigkeiten bezüglich des Hauptbestandteils der Erbmasse, einem Einfamilienhaus. Mein Bruder behauptet, dass sich sein Pflichteil nach einem von einem Gutachter zu bestimmenden Schätzwert richtet, unabhängig von dem jetzt tatsächlich erzielten Verkaufwert.Stimmt das?
Mit freundlichen Grüßen
V.K.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Dieter Michaelis hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne beantworte ich Ihre Frage nach Ihren Sachverhaltsangaben wie folgt:

Die zu Lebzeiten des Vaters erhaltenen Zuwendungen sind nicht auf den Pflichtteil anrechenbar,sofern der Vater nicht etwas anderes angeordnet hat, vgl. § 2315 I BGB.

Sofern das Einfamilienhaus nicht verkauft werden soll, bestimmt sich der Wert im Zweifel an dem real zu erzielenden Verkaufspreis.

Ein Gutachter entscheidet im Falle von Sreitigkeiten über die Höhe des Wertes.

Sollte Ihre Frage hiermit beantwortet sein , bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort. Erst mit Ihrer Akzeptierung wird die von Ihnen geleistete Anzahlung zum Zwecke des Ausgleichs der hier entstandenen Gebühren verwendet.

Just Answer ist kein kostenfreies Forum. Dies ist schon aus standesrechtlichen Gründen nicht möglich. Insoweit wird auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Prämisse, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung würde ich mich freuen.


Mit freundlichen Grüßen

Dieter Michaelis

[email protected]

Neupforte 15
52062 Aachen
Tel. : 0241 38241
Fax : 0241 38242

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Tag Herr Michaelis,

Sie haben meine Fragen leider nicht beantwortet.

 

Die Erbvorauszahlungen sind erfolgt nachdem mein Vater gestorben ist und meine Mutter als Alleinerbin eingesetzt hatte.

 

Nun ist ja auch meine Mutter verstorben und die Frage ist, ob die Erbvorauszahlungen, die nach dem Tod meines Vaters erfolgten, auf den Pflichtteil bezüglich des Todes meiner Mutter anrechenbar sind?

 

Das Einfamilienhaus wurde mittlerweile verkauft und ich habe den Pflichteil zu 25% auf Basis des tatsächlichen Verkaufspreises des Hauses an meinen Bruder ausgezahlt. Leider hat der Verkauf des Hauses insgesamt 1,5 Jahre gedauert und es konnte auf Grund der Wirtschaftlage nur ein geringerer Preis , als ursprünglich gewünscht erzielt werden. Nun sagt mein Bruder, dass er ja lange auf sein Geld warten musste und ihm eigentlich ein höherer Betrag zustehen würde, weil ein Gutachter den Verkaufspreis mit Sicherheit höher geschätzt hätte. Und der Pflichtteil dann auf Basis, des Gutachterschätzwertes berechnet werden müsse. ( das Haus ist allerdings nie geschätzt worden). Nun möchte er mehr Geld haben, was ich aber gar nicht bekommen habe. Meine Frage war, ob er damit Recht hat ?

Mit freundlichen Grüßen

V.K.

Experte:  Dieter Michaelis hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend.

Sie schildern nun einen anderen Sachverhalt.

Dies ist entscheidend !

Der Pflichtteil beträgt 50 % .

Anzusetzen ist der erzielte Verkaufswert des Hauses.

Bezüglich der Schenkungen ergibt sich kein anderes Ergebnis.

M.f.G.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Erneut posten: Qualität der Antwort:.
Auch bei meiner genaueren Erläuterung wurde deutlich, dass der Experte sich den Sachverhalt nicht genau durchgelsen hat und seine zweite Antwort sogar deutlich falsch ist. Ich möchte deshalb mein geld zurück und werde vielleicht morgen noch einmal die gleiche Frage an einen anderen Experten stellen. Vielen Dank
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Darüber hinaus mache ich Sie darauf aufmerksam, dass eine kostenlose Rechtsberatung nach deutschem Recht unzulässig ist. Mit der Beantwortung Ihrer Anfrage auf dieser Plattform sind Sie zur Zahlung des von Ihnen ausgelobten Einsatzes verpflichtet, da insoweit ein Rechtsberatungsvertrag zustande gekommen ist. Auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers wurden Sie ausdrücklich hingewiesen und diese wurden von Ihnen akzeptiert.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils, so dass die von Ihnen angenommenen 25 % richtig sind und die Pflichtteilsquote darstellen.

Die Ausführungen des Kollegen zu § 2315 BGB sind nicht zu beanstanden.

Bei der Berechnung des Pflichtteils ist insoweit § 2311 BGB zu beachten.

Danach wird der Berechnung des Pflichtteils der Bestand und der Wert des Nachlasses zur Zeit des Erbfalls zugrunde gelegt.
Wertänderungen nach dem Erbfall sind grundsätzlich unbeachtlich.


Ein tatsächlich erzielter Kaufpreis ist einer Schätzung stets vorzuziehen (vgl. BGH NJW-RR 93, 131; vgl II 1).
Die Veräußerung muss allerdings zeitnah nach dem Erbfall erfolgen, was sogar noch fünf Jahre nach dem Erbfall der Fall sein soll, wenn der Markt sich im Wesentlichen nicht verändert. hat.
Ist das nicht der Fall, so ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs entsprechende der Preisentwicklung zu korrigieren (vgl. BGH NJW-RR 93, 834).
Nur wenn auf diese Weise keine Bewertung zu erzielen ist, wäre eine Schätzung durch einen Sachverständigen erforderlich.

Sie mögen nunmehr entscheiden, ob Sie die Antwort des Kollegen oder die meine akzeptieren wollen.




Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte. Bitte denken Sie daran meine Antwort zu akzeptieren und eine Bewertung abzugeben.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo Herr Roth,

vielen Dank für Ihre Antwort, die mir in diesem Fall weitergeholfen hat. Wenn möglich möchte ich Sie bitten auch den zweiten Teil der Frage zu beantworten. Nach dem Tod meines Vaters war meine Mutter Alleinerbin. Nach dem Tod meines Vaters gab sie jedem von uns einen Betrag den wir auf einem Brief mit dem Text : "Ich erkläre eine Erbschaftsvorauszahlung erhalten zu haben", unterschreiben mussten. Wird dieser Betrag dem Pflichteil angerechnet?

Es geht darum, dass ich ja nun Alleinerbin bin und meinen Bruder den Pflichteil des hauses ( einziger Wert) nach Verkauf sofort gegeben habe und darüber hinaus noch einmal 10% mehr. Nun möchte er noch mehr und ich weiß nicht was ihm tatsächlich noch zustehen würde.

Ich danke für Ihre Antwort und wünsche Ihnen einen schönen Sonntag.

V.K

 

P.S. Die Antwort Ihres Kollegen war zu beanstanden, weil er beim ersten Mal nicht gelesen hat, dass mein Vater schon tot war, als die Erbschaftvorauszahlungen erfolgten und das Haus bereits verkauft ist und nach meinen Erläuterungen hat er den Pflichtteil meines Bruders mit 50% angesetzt, weil er vergessen hatte, dass ich Alleinerbin bin.

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Eine Anrechnung auf den Pflichtteil erfolgt nur dann, wenn Ihre Mutter dies ausdrücklich angeordnet hat.
Da Sie hiervon nichts berichtet haben, ist davon auszugehen, dass eine Anrechnung eben nicht erfolgen soll.
RAKRoth, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
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RAKRoth und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.

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