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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22901
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Habe eine Frage, trotz Autokauf Privat, muss man das Auto zur ck

Kundenfrage

Habe eine Frage, trotz Autokauf Privat, muss man das Auto zurück nehmen, wenn ein Kaufvertrag besteht???
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Eine solche Rücknahmeverpflichtung hängt ganz von den vertraglichen Vereinbarungen ab, die dem Autokauf zugrunde liegen. Bei einem Autoverkauf von Privat zu Privat ist grundsätzlich auch ein Ausschluss jeglicher Gewährleistung zulässig. In einem solchen Fallen trifft den Privatverkäufer folglich auch keine Rücknahmepflicht.

Der Vertrag kann aber auch vorsehen, dass der Verkäufer nach den gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften bei Mängeln haften soll. Dann kann er auch verpflichtet sein, den Wagen zurückzunehmen - wenn die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen.

Darüber hinaus würde allerdings auch ein Privatverkäufer, der die Gewährleistung vertraglich ausgeschlossen hat, dann haften, wenn er den Käufer arglistig getäuscht hat. Für eine solche arglistige Täuschung würde jedoch der Käufer die volle Darlegungs- und Beweislast tragen.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Fragen Sie bei Unklarheiten gerne nach. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)


ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Also brauchen wir das Fahrzeug nicht zurück nehmen, haben eine Kaufvertag von Adac? Er wollte auch keine Probefahrt machen, ihn reichte das erläuft. Hatte nach dem Kauf erst die Werkstatt aufgesucht, und die sagten ein Kurbelwellenschaden soll das Fahrzeug haben, davon wussten wir nichts, hatte paar Tage vorher TÜV/ AU bekommen!!!
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Wenn der PKW einige Tage vor dem Verkauf unbeanstandet die TÜV-Plakette erhalten hat, durften Sie natürlich auch davon ausgehen, dass der PKW mangelfrei ist. Ihnen ist insoweit kein Fehlverhalten oder Versäumnis anzulasten.

Nach dem Musterkaufvertrag des ADAC für gebrauchte PKW gilt im Übrigen ein Ausschluss der Gewährleistungshaftung des Verkäufers.

Eine Rücknahmeverpflichtung besteht nach allem für Sie daher nicht.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Wie müssen wir jetzt vorgehen, da die Käufer mit Strafanzeige drohen, und wir hätten fahrlässig gehandelt( also hätten von den Schaden gewusst). Wir haben nur das Klappern mit Motorraum festgestellt, und die Opelwerkstatt sage uns, es sei normal bei der Maschine!!!
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn Ihnen die Werkstatt diese verbindliche Auskunft erteilt hat, können Sie sich guten Gewissens auch darauf berufen. Schließlich kann niemand von Ihnen verlangen oder erwarten, dass Sie als Laien über mehr technischen Sachverstand verfügen als fachlich qualifizierte Mitarbeiter einer Autowerkstatt. Die Richtigkeit der Ihnen seitens der Werkstatt erteilten Auskunft wird letztlich ja auch die Erteilung der TÜV-Plakette bestätigt.

Worauf Ihr Käufer in Anbetracht dieser Sachlage einen strafrechtlich erheblichen Vorwurf gegen Sie stützen will, ist nicht nachvollziehbar. Ein arglistiges Verschweigen von Mängeln - welches alleinige Grundlage für einen Betrugsvorwurf sein könnte - setzt nämlich Ihre positive Kenntnis des Mangels voraus. Nur in einem solchen Fall wäre ein entsprechender Vorsatz für eine Betrugsstrafbarkeit zu bejahen. Das trifft auf Sie nicht zu, denn das Geräusch im Motorraum hat man Ihnen von sachverständiger dritter Seite als völlig normal erklärt. Auf diese Auskunft durften Sie sich natürlich auch verlassen.

Insofern trifft Sie nicht einmal der vom Käufer gegen Sie erhobenen Vorwurf fahrlässigen Handelns - der ohnehin für eine Betrugsstrafbarkeit nicht ausreichen würde. Denn fahrlässig handelt nur, wer die verkehrsübliche Sorgfalt außer Acht lässt. Sie sind dem Motorgeräusch jedoch auf den Grund gegangen und haben sich bei der Autowerkstatt fachkundigen Rat geholt. Sie haben demzufolge auch nicht fahrlässig gehandelt, als Sie sich - zulässigerweise - auf die entsprechenden Auskünfte verlassen haben.

Vor diesem Hintergrund müssen Sie sich in keiner Weise sorgen, denn der Vorwurf eines strafbaren Verhaltens entbehrt unter diesen Bedingungen jeder Grundlage.

Gerne stehe ich Ihnen im Bedarfsfall auch weiterhin zur Verfügung.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt