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RAKRoth
RAKRoth, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3523
Erfahrung:  Schwerpunkte: Vertragsrecht, Erbrecht, Internetrecht, Mietrecht, Wettbewerbsrecht
35468264
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Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe Ihnen einen Widerruf

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe Ihnen einen Widerruf eingefügt, in dem der Sachverhalt geschildert wird.
Dazu erhielt keine Antwort, dafür von der "Deutsche Zentral Inkasso GmbH" am 25.09.2010 eine saftige Rechnung. Habe ich Chancen hier unbeschadet heraus zu kommen? Bitte helfen Sie mir.

Mit freundlichen Grüßen

Burkhard Hultsch

ANLAGE
Burkhard Hultsch Bischofswerda, den 21.07.2010
Maximilian-Kolbe-Str. 24
01877 Bischofswerda





Content4u GmbH
Download-Service.de - Vertragsabteilung
Quirinsstr. 8
60599 Frankfurt am Main





Widerruf Download-Service und Rechnungsnr.: RE60-203036


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich fühle mich von Ihnen betrogen.

1. In Ihrer letzten Mahnung betiteln Sie mich als Frau Burkhard Hultsch, … das ist eine böse Unterstellung, denn noch bin ich männlich.
2. Sie haben mich betrogen, denn ich habe mich bei einem Freeware – Service ein gelockt und angemeldet.
3. Außerdem berufen Sie sich auf zwei Wochen Widerrufsrecht.
Ich habe keine für mich klar ersichtliche Belehrung über mein Widerrufsrecht auf der ersten Seite einsehen können. Es wurden kein Beginn des Widerrufsrechtes und keine Form festgelegt sowie keine Anschrift für diesen.

Der Bundesgerichtshof hat klare Voraussetzungen für das Deutlichkeitsgebot entwickelt.

Ich, Herr Burkhard Hultsch, widerrufe den mit Ihnen eingegangenen Online-Vertrag über die Bereitstellung der („Freeware“) Online-Datenbank www.Download-Service.de mit dem heutigen Tag.

Ich hoffe auf Ihre Akzeptanz meiner Beweggründe.
Sollte dies nicht der Fall sein, so werde ich mir von renommierter Stelle Rechtsbeistand einholen.


Mit „freundlichen“ Gruß



Herr Burkhard Hultsch
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Darüber hinaus mache ich Sie darauf aufmerksam, dass eine kostenlose Rechtsberatung nach deutschem Recht unzulässig ist. Mit der Beantwortung Ihrer Anfrage auf dieser Plattform sind Sie zur Zahlung des von Ihnen ausgelobten Einsatzes verpflichtet, da insoweit ein Rechtsberatungsvertrag zustande gekommen ist. Auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers wurden Sie ausdrücklich hingewiesen und diese wurden von Ihnen akzeptiert.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:


Sie sind offenbar einer Abofalle im Internet zum Opfer gefallen. Bei diesen Dienstleistungsangeboten wird die Kostenpflichtigkeit versteckt, so dass dem ahnungslosen Verbraucher ein Abonnement untergeschoben wird, obwohl dieser nur entweder eine unentgeltliche Information haben oder eine kostenlose Software nutzen wollte.

Da es an einer notwendigen Vergütungsvereinbarung fehlt, ist kein entgeltpflichtiger Vertrag zustande gekommen. Die Kostenpflichtigkeit muss jedenfalls auf der Registrierungsseite erkennbar sein, da ansonsten eine in den AGB´s versteckte Klausel unwirksam ist.
Die Rechsprechung geht hierbei davon aus, "dass dem Verbraucher nicht zugemutet werden kann, versteckten Hinweisen auf eine Vergütungspflicht nachzugehen und erst nach Anklicken mehrerer Internetseiten das zu zahlende Entgelt zu ermitteln" - vgl. AG Gummersbach 10 C 221/08.
Die anfallenden Kosten müssen schon bei Beginn des Registrierungsvorgangs klar und eindeutig erkennbar sein.

Nur berechtigte Forderungen müssen Sie begleichen. Darüber hinaus müssen Sie ordnungsgemäß in Textform über Ihr Widerrufsrecht als Verbraucher belehrt worden sein.

Das Prinzip der Abofallenabzockunternehmen beruht auf Einschüchterung der Verbraucher in Form von Rechnungen/Mahnungen, Schriftsätze von Inkassounternehmen oder Rechtsanwälten, wobei mit der Einleitung von Gerichtsverfahren, Zwangsvollstreckungen sowie mit SCHUFA-Einträgen gedroht wird.

Den Schriftverkehr können Sie bedenkenlos zur Seite legen, wenn Sie ganz sicher keinen kostenpflichtigen Vertrag geschlossen haben.
Reagieren müssen Sie aber, wenn Ihnen ein Mahnbescheid zugestellt wird. In diesem Fall empfehle ich Ihnen, sich durch einen Kollegen vertreten zu lassen.

Ihre Willenserklärung können Sie jedenfalls widerrufen, wenn die gegenseitigen Leistungen nicht vollständig erfüllt worden sind (Sie bspw. noch nicht gezahlt haben) oder wegen arglistiger Täuschung anfechten.
Nach meinen Erfahrungen ist es nicht empfehlenswert, wenn Sie selbst mit dem Unternehmen Schriftverkehr führen, da Verbraucherschreiben grundsätzlich ignoriert werden.

Der effektivste Weg ist und bleibt die Einschaltung eines Kollegen.




Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte. Bitte denken Sie daran meine Antwort zu akzeptieren und eine Bewertung abzugeben.

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie keine Nachfrage mehr haben, mögen Sie bitte meine Antwort akzeptieren, um die Beratung abzuschließen.
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

bitte akzeptieren Sie meine Antwort, wenn Sie keine Nachfrage mehr haben.