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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich arbeite Stundenweise in

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich arbeite Stundenweise in einer Hundeschule. Da meine Chefin und ich nicht mehr miteinander auskommen können, habe ich fristlos gekündigt. Daraufhin habe ich eine sehr beleidigende lange Antwort von ihr bekommen. In dieser Antwort zählt sie meine angeblichen Schwächen und Fehler auf eine nicht korrekte Art und Weise auf. Sie besteht auf die gesetzliche Kündigungsfrist von einem Monat und droht mit, von mir zu leistenden Kosten, wenn ich meine Stunden nicht mehr gebe und sie dadurch Ausfallzeiten hat. Gib es eine Möglichkeit als Arbeitnehmer, in diesem Fall, fristlos zu kündigen?
Mit freundlichem Gruß
Claudia Stolle
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der Beantwortung Ihrer Frage stelle ich folgendes voran:

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen in Deutschland bin ich gehalten, darauf hinzuweisen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemessene Vergütung für die untenstehende Beantwortung durch Akzeptieren zu bezahlen. Das vorangestellt möchte ich im weiteren darauf hinweisen, dass es im Rahmen dieses Mediums nur möglich ist, eine mehr oder weniger allgemeingehalte Antwort zu geben, da ich weder Einblick in Unterlagen, noch ein eingehendes Gespräch zur Sachverhaltsaufklärung führen kann. Die untenstehende Antwort dient daher der ersten rechtlichen Orientierung bzw. der Verschaffung eines angemessenen Überblicks über die rechtliche Situation und kann und soll keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates vor Ort ersetzen.

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Nach § 626 Abs. 1 BGB ist ein Arbeitsverhältnis außerordentlich kündbar, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein wichtiger Grund ist dann gegeben, wenn Tatsachen vorliegen, die unter Berücksichtigung aller Umstände und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsteile dem Kündigenden die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses unzumutbar machen.

Sie haben ja zunächst gekündigt, weil es Sie mit der Chefin nicht auskommen. Dies für sich genommen, reicht für eine fristlose Kündigung nicht aus.

Allerdings könnte die Anwort auf Ihr Kündigungsschreiben erneut zur außerordentlichen Kündigung rechtfertigen, wenn dies beleidigenden Inhalt hat. Insofern müssten Sie allerdings ein neuerliches Kündigungsschreiben fertigen.

Sie haben zum Inhalt des Schreibens der Chefin keine näheren Angaben gemacht, so dass diesseits nicht eingeschätzt werden kann, ob dies ausreicht.

Gegebenenfalls ziehen Sie einen Anwalt vor Ort zu Rate, der auf Arbeitsrecht spezialisiert ist.

Für den Fall, dass die Gründe für eine außerordentliche Kündigung nicht ausreichen sollten, drohen Ihnen tatsächlich etwaige Schadensersatzansprüche der Chefin, weswegen hier genauestens abzuwägen ist.

Im Zweifel sollten Sie die ordentliche fristgemäße Kündigung vorziehen.



Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieses Mediums einen angemessenen Überblick über die rechtliche Situation verschafft zu haben.

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten. Falls Sie eine Nachfrage haben stehe ich sodann gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Danke für Ihre Antwort. Wie hoch kann ein Schadenersatz aussehen? Es geht um ca. 40 Stunden für den Restmonat September bis Ende Oktober. In diesen Stunden werden immer mehrere Kunden teilnehmen. Eine Trainingsstunde kostet zwischen 12,50 € und 15,00€. Ich verdiene 10,00 € die Stunde.

Mit freundlichem Gruß

Claudia Stolle

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

der Schaden dürfte dann nur in der Differenz zwischen Ihrem Verdienst und dem Preis, den die Kunden bezahlen liegen, also 2,50 € bis 5 € je Stunde. Mithin dürfte kaum ein größerer Schaden als ca. 200 € entstehen.

Mit freundlichen Grüßen
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Wenn Sie keine weitere Nachfrage habe, darf ich Sie bitten, Ihre Frage hier durch Akzeptieren meiner Antwort zu schließen. Vielen Dank!