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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22893
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Mein Lebensgef hrte hat wegen gef hrlicher K rperverletzung

Kundenfrage

Mein Lebensgefährte hat wegen gefährlicher Körperverletzung gerade 1 Jahr und 10 Monate Freiheitsstrafe bekommen. Jetzt ist er in Berufung gegangen. Wir haben einen gemeinsamen Sohn. Ich leide an Epilepsie, welche mich aber in meinem Leben noch nie eingeschränkt hat. So habe ich z.b. Mittlere Reife, eine abgeschlossene Berufsausbildung und war bis zur Geburt unseres Kindes immer Vollzeit beschäftigt. Ich habe auch keinen Schwerbehindertenausweis. Nun will mein Lebensgefährte vor Gericht behaupten, dass ich kein Kind alleine versorgen kann, was aber nicht stimmt. Ich bin damit nicht einverstanden, denn dadurch entstehen mir Nachteile. Jetzt hat er mir gedroht, dass er mich umbringt falls ich vor Gericht nicht seine Version bestätige und ich bin mir sicher, dass er seine Drohung wahr macht, denn er kommt aus dem Kosovo und hat genug Möglichkeiten dies zu realisiern. Was soll ich tun? Bitte helfen Sie mir.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Kundin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich auf der Grundlage Ihrer Angaben wie folgt Stellung nehme.

Sie sollten sich in der Tat nicht unter Druck setzen und dazu verleiten lassen, unter Umständen vor Gericht eine Falschaussage mit für Sie unabsehbaren Folgen für Ihre persönliche Zukunft zu machen. Ihre insoweit bestehenden Bedenken sind absolut plausibel.

Fürchten Sie als Folge Ihrer Weigerung tatsächlich eine Vergeltung von Seiten Ihres Lebensgefährten, empfiehlt es sich für Sie, staatliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Vor dem Hintergrund der konkreten Bedrohungen, die gegen Sie im Raume stehen, könnte diese Hilfe am effektivsten über einen Antrag nach dem Gewaltschutzgesetz erlangt und sichergestellt werden.

Das GewaltschutzG erlaubt es dem Gericht, Schutzanordnungen zugunsten einer Person zu treffen, der mit der Verletzung ihres Leben, Körpers, ihrer Gesundheit oder Freiheit gedroht wurde (§ 1 Absatz 2 Gewaltschutzgesetz).

Liegen zur Überzeugung des Gerichts deratige Voraussetzungen vor, kann es zum Beispiel ein vollständiges Kontakt- oder Annäherungsverbot zu Lasten des Drohenden aussprechen.

Ihrem Freund könnte durch die gerichtliche Anordnung auch aufgegeben werden, dass er eine gemeinsam genutzte Wohnung nunmehr Ihnen allein als der bedrohten Person zu überlassen (§ 2 GewaltschutzG).

Setzt sich der Adressat einer solchen gerichtlichen Schutzanordnung über diese hinweg, so macht er sich gemäß § 3 GewaltschutzG strafbar (Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe).

Mit Blick auf Ihre eigene, aber auch auf die Sicherheit Ihres Sohnes sollten Sie daher dringend entsprechende Überlegung auf Stellung eines Schutzantrages anstellen. Sollten Sie sich hierzu entschließen, müssten Sie den entsprechenden Antrag bei dem für Sie örtlich zuständigen Amtsgericht stellen. Wenden Sie sich dabei bitte an die Rechtsantragstelle des Amtsgerichts. Dort wird man Ihre Angaben aufnehmen.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Fragen Sie bei Unklarheiten gerne nach. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Was ist wenn er behauptet ich hätte Epilepsie, was ja auch stimmt da es eine chronische Krankheit ist, kann es dann evtl. sogar zur Sorgerechtsentziehung kommen? Oder habe ich die Möglichkeit dem Gericht zu erklären das mich dies nicht an der Erziehung unseres Sohnes hindert?
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Diesbezüglich müssen Sie sich nicht sorgen. Ihre Krankheit schmälert oder beeinträchtigt in keiner Weise, Ihre Fähigkeit Ihren Pflichten gegenüber Ihrem Sohn nachzukommen.

Negative Folgewirkungen irgend welcher Art auf Ihr Sorgerecht - oder gar eine Entziehung des Sorgerechts - müssen Sie daher in keiner Weise befürchten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

ich darf höflichst an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.



Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)


Verändert von alles-was-recht-ist am 25.09.2010 um 21:19 Uhr EST
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

ich darf höflichst an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

Eine kostenlose Rechtsberatung ist nicht Gegenstand dieser Internetpräsenz. Sie ist nach zwingendem Recht zudem auch nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

ich darf höflichst an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.



Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)