So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tobias Rösemeier.
Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe zum 1.9. eine neue

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe zum 1.9. eine neue Arbeitsstelle angetreten, habe diese auf eigenen Wunsch auf 3 Monate befristet da es sich um eine Tätigkeit handelt die ich bisher nicht gemacht habe.
Welche Sperren bei der Agentur für Arbeit kommen auf mich zu, sollte ich die befristete stelle vorzeitig beenden bzw. trotz Angebot der Verlängerung auf unbefristet ablehnen.
Bisher habe ich noch keinen Arbeitsvertrag erhalten. Auf alle Fragen wg. Urlaub, Überstunden, Lohnerhöhung etc. wird immer nur geantwortet " Das liegt im ermessen des Arbeitgebers". Ich wurde eingestellt weil eine andere Mitarbeiterin gekündigt hat. Eine Einarbeitungszeit war nicht möglich, werde aber bei jedem Fehler meinerseits mündlich gemahnt.
Mit welchen Sperren habe ich bei der Arge zu rechnen sollte ich das Arbeitsverhältnis vorzeitig oder nach den gesetzten 3 Monaten beenden?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der Beantwortung Ihrer Frage stelle ich folgendes voran:

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen in Deutschland bin ich gehalten, darauf hinzuweisen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemesse Vergütung für die untenstehende Beantwortung durch Akzeptieren zu bezahlen. Das vorangestellt möchte ich im weiteren darauf hinweisen, dass es im Rahmen dieses Mediums nur möglich ist, eine mehr oder weniger allgemeingehalte Antwort zu geben, da ich weder Einblick in Unterlagen, noch ein eingehendes Gespräch zur Sachverhaltsaufklärung führen kann. Die untenstehende Antwort dient daher der ersten rechtlichen Orientierung bzw. der Verschaffung eines angemessenen Überblick über die rechtliche Situation und kann und soll keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates vor Ort ersetzen.


Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Bei Eigenkündigung droht grundsätzlich eine Sperre des Arbeitsamtes, jedenfalls bis zum Ablauf des arbeitsvertraglichen Befristungszeitpunktes, aber auch späterhin falls Sie dann einen unbefristeten Vertrag abschließen sollten.

Selbiges könnte Ihnen auch drohen bei Ablehnung eines Angebotes einen unbefristeten Vertrag schließen zu können, zumindest dann, wenn das Arbeitsamt Kenntnis hiervon erlangt. Bei allem wäre aber auch zu berücksichtigen, weshalb Sie den unbefristeten Vertrag nicht geschlossen haben. Letztendlich kann das AA von einer Sperre unter Verhältnismäßigkeitserwägungen absehen, wenn nachvollziehbare Gründe vorgetragen werden.

Anhand Ihrer Sachverhaltsschilderung ist derzeit allerdings ohnehin schwer nachvollziehbar, dass Sie tatsächlich ein Angebot des Arbeitgebers auf einen unbefristeten Vertrag erhalten sollten, wenn Sie doch dauernd abgemahnt werden.

Vielleicht ist es ja ratsam, zunächst erst einmal ein klärendes Gespräch mit dem Arbeitgeber zu führen, ob und wie und unter welchen Voraussetzungen es weitergehen soll.

Ansonsten würde ich Ihnen anraten, bis zum Ablauf der Befristung "durchzuhalten".







Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieses Mediums einen angemessenen Überblick über die rechtliche Situation verschafft zu haben.

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten. Falls Sie eine Nachfrage haben stehe ich sodann gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Verändert von Tobias Rösemeier am 24.09.2010 um 10:31 Uhr EST
Tobias Rösemeier und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für die Antwort. Ich glaube nicht, dass er das Angebot der unbefristeten Verlängerung wg. der mündlichen Mahnungen ausschlägt. Mein Arbeitgeber ist ja in der Zwickmühle, da es für diese Stelle keine Vertretung gibt. Jeder Arbeitsplatz ist nur mit einem Mitarbeiter belegt. Bei Urlaub oder Krankheit wird nur das notwendigste bearbeitet, der Rest bleibt liegen, bis derjenige wieder da ist.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Dann ist doch Ihr Arbeitsgeber von Ihrem Goodwill abhängig und Sie können doch ein wenig die Bedingungen "diktieren". Sie sind ja nicht verpflichtet, einen Arbeitsvertrag zu schließen, den Sie nicht akzeptieren können oder wollen. Ich denke hier läßt sich im Zweifel gegenüber dem AA gut argumentieren, falls eine Sperrfrist im Raume stehen sollte bzw. können Sie ein ordentliches Gehalt und entsprechende Arbeitsbedingungen aushandeln.

Möglicherweise will Sie Ihr Arbeitsgeber durch die mündlichen Ermahnungen nur "kleinhalten" damit Sie sich nicht trauen, Bedingungen zu stellen.

Seien Sie mutig.

Mit freundlichen Grüßen

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz