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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Betr. Arbeitsrecht, Mobbing - Ich habe am 01.03.2010 meine

Kundenfrage

Betr.: Arbeitsrecht, Mobbing - Ich habe am 01.03.2010 meine feste Arbeit als Automobilkaufmann in einem Autohaus gekündigt um "aufzusteigen" und in der Niederlassung desselben Herstellers zu arbeiten.
Bereits nach einigen Wochen begann das Mobbing seitens der Vorgesetzten, der
Grund hierfür kann nur sein, dass konstruktive Kritik hier in keinster Weise er-
wünscht bzw. geduldt wurde.
Kurz vor Ende meiner Probezeit habe ich mitgeteilt bekommen, dass ich übernommen
werde und das ich doch meinen Sommerurlaub (25 Tage Anspruch hatte ich und sollte
diesen auch besser im Sommer nehmen - wegen der folgenden umsatzstarken Verkaufs-
monate). Als ich aus dem Urlaub zurückkam wurde ich an meinem letzten Urlaubstag
gekündigt (Frist 4 Wochen mit Beurlaubung).
Ich war an diesem meinem letzten Urlaubstag nur zur Vorbereitung auf meine Arbeit
in der Niederlassung und bekam dies mündlich mitgeteit, die schriftliche Kündigung stellte man mir persönlich am darauffolgenden Montag an der Haustür zu.
Ich hätte gerne gewußt, ob hier irgendein Verstoß zu erkennen ist und ob man bei Mobbing während der Probezeit überhaupt etwas ausrichten kann !?

MfG aus Hohen Neuendorf bei Berlin
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:



Gegen das Mobbing können und sollten sie sich zur Wehr setzen. Sie haben die zivilrechtliche Unterlassungsansprüche und teilte ihnen hierdurch ein gesundheitlicher Schaden entstanden sein sollte auch Schadensersatzansprüche (Stichwort Schmerzensgeld).



Die Kündigung ist ihnen schriftlich zugegangen und es handelte sich um eine ordentliche Kündigung unter Beachtung der gesetzlichen Kündigungsfrist (vgl. § 622 Abs. 2 Nr.1 BGB), so dass die Kündigung aus diesem Gesichtspunkt leider nicht zu beanstanden ist.



Gem. § 102 BetrVG muss aber der Betriebsrat, sofern vorhanden, vor jeder Kündigung gehört werden. Ein Betriebsrat ist bei Ihnen ja vorhanden. Sofern der Arbeitgeber nicht nachweisen kann, dass der Betriebsrats zur Kündigung angehört wurde unter Kündigung auch zugestimmt hat, ist die Kündigung allein aus diesem Grund unwirksam.



Sie sollten unbedingt bei ihrem Gespräch mit dem Betriebsrat, was ich für eine sehr kluge Entscheidung halte, diesen Punkt ansprechen.




Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.





Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagvormittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven [email protected]

Fax.0471/140244








Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie dies noch nachzuholen und mich somit für meine Rechtsberatung zu bezahlen. Dieses gebietet nicht schon nur Gebot der Fairness , sondern ist auch Gegenstand der AGB, die Sie schliesslich auch akzeptiert haben.



Eine kostenlose Rechtsberatung ist nämlich zum einen von dieser Plattform nicht beabsichtigt und zum anderen nach deutschem Berufsrecht grundsätzlich nicht zulässig. Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Herr Newerla,

 

vielen Dank für die schnelle Beantwortung meiner Fragen !

Einen Betriebsrat hat Citroen zwar aber nicht in der Niederlassung Berlin. Hier herrschen eher Angst und Zurückhaltung der Angestellten vor Ihren Vorgesetzten

(um natürlich den Job nicht zu verlieren).

Deshalb konnte sich bisher (nach Aussage des Betriebsrates Citroen in Köln)

niemand finden, der in Berlin einen Betriebsrat gründen wollte.

Ist es nicht so, dass eine Schadenersatzforderung bezüglich Mobbings (und der gesundheitlichen Folgen hieraus) schwer nachzuweisen wäre und hier bereits eine gesundheitliche Behandlung während des Anstellungsverhältnisses hätte erfolgen müssen !? MfG B.Danzfuss

Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Nachtrag. Sofern in ihrem konkreten Betrieb kein Betriebsrat vorhanden ist, ist leider auch keine Anhörung Wirksamkeitsvoraussetzung für die Kündigung.

Ja, es ist richtig, dass sie das Mobbing beweisen müssten, was in der Praxis oft schwierig ist. Hierzu wäre es in der Tat hilfreich gewesen, wenn sie bereits zu Zeiten des Anstellungsverhältnisses sich in gesundheitlicher Behandlung begeben hätten. Dies hätte die Beweislage erheblich verbessert.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven [email protected]

Fax.0471/140244

Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie dies noch nachzuholen und mich somit für meine Rechtsberatung zu bezahlen. Dieses gebietet nicht schon nur Gebot der Fairness , sondern ist auch Gegenstand der AGB, die Sie schliesslich auch akzeptiert haben.



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Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt