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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 15734
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanw lte, nach Beendigung

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,
nach Beendigung meines Studiums habe ich eine Stelle als Controllerin. Ich habe einen unbefristeten Vertrag erhalten. Nach 5 Monaten möchte man mich nun kündigen. Am Freitag habe ich ein Gespräch gehabt, in dem man mir mit einer fristlose Kündigung gedroht hat. Nun habe ich heute ein Gespräch mit dem Betriebsrat gehabt. Der Dame habe ich geschildert, dass ich keinerlei Probleme mit der Abteilung habe und begeistert bin mit Zahlen arbeiten zu können. Ich wollte einen Termin mit meiner Bereichsleiterin, die mich am Freitag gekündigt hat, da wir am Freitag nicht alleine waren, damit ich Sie fragen kann, woran es nun liegt. Ich wurde eingearbeitet in einem sehr komplexen Gebiet. Kurz gefasst, ich verstehe mich nicht mit meiner Abteilungleiterin. Da sie schwanger ist, habe ich gehofft, dass es nicht so weit kommt. Sie hat mich in den letzten 6 Wochen ziemlich gemobbt. Ich habe mich nicht beschwert. Bei wem auch?
Was soll ich tun? Mit meiner Bereichsleiterin offen sprechen? Schließlich hat sie einen schlechten Eindruck und mich gekündigt. Noch ist alles mündlich. Den Ausdruck von der internen Mitteilung über die Kündigungsbeabsichtigung habe ich auch bereits.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Frau Ö.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,
sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Sie sollten vordringlich, wenn es zu der Kündigung kommt, eine Kündigungsschutzklage bei Ihrem zuständigen Arbeitsgericht einreichen.

Die Frist ist binnen drei Wochen nach Zugang der Kündigung.

Es findet zwar das Kündigungsschutzgesetz keine Anwendung. Aber Sie können die klage damit begründen, dass die Kündigung unwirksam war, weil die Kündigungsfrist nicht eingehalten ist.

Wenn Sie das nämlich versäumen wird die Kündigung allein durch den Ablauf dieser Frist wirksam.

Es besteht die Gefahr, dass Sie aufgrund der Tatsache, dass Sie die Sache mit Ihren Vorgesetzten ausdiskutieren wollen, diese Frist versäumen.
Viele Arbeitgeber legen es bewusst darauf an und halten die Arbeitnehmer so lange hin, bis die Frist abgelaufen ist.

Auch in der Probezeit ist eine fristlose Kündigung nicht ohne weiteres möglich. Es muss zumindest bei Verstößen im Leistungsbereich vorher abgemahnt sein.

Wie Sie darübehinaus taktsich am besten vorgehen sollen, ist Geschmacksache.

Ich würde empfehlen, mich mit der Bereichsleiterin zusammenzusetzen und zu analysieren, woran es liegt, dass man mit Ihren Leistungen nicht einverstanden ist.

Auf lange Sicht würde ich aber, bevor Sie in diesem komplexen Gebeit, das vermutlich ziemlich auf die Bedürfnisse der Firma zurechtgeschnitten ist, noch länger auf Kosten Ihrer Nerven und Ihrer Gesundheit arbeiten, und dann ggf,. in anderen Firmen nicht mehr uneingeschränkt einsetzbar sind, eine andere Arbeit suchen.

Nach dem Studium ist es meistens so, dass man erst mal mehrere Arbeitsstellen hat, bevor man das passende findet.



Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und bitte zu beachten:


Sollte Ihre Frage hiermit beantwortet sein , bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort. Erst mit Ihrer Akzeptierung wird die von Ihnen geleistete Anzahlung zum Zwecke des Ausgleichs der hier entstandenen Gebühren verwendet.

Just Answer ist kein kostenfreies Forum. Dies ist schon aus standesrechtlichen Gründen nicht möglich. Insoweit wird auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Bedingung, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung und eine rasche Akzeptierung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.


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Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht



Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn Sie keine Fragen mehr haben, würde ich darum bitten, meine Antwort entsprechend den allgemeinen Geschäftsbedingungen von just answer zu akzeptieren.

Vielen Dank


Mit freundlichen Grüßen aus Regensburg

Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 15734
Erfahrung: Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
Claudia Schiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Eine schriftliche Kündigung habe ich noch nicht. Am Freitag war eine mündliche Kündigung. Heute hatte ich ein Gespräch mit dem Betriebsrat und für morgen habe ich das Gespräch mit meiner Bereichsleiterin. Für dieses Gespräch habe ich gebeten. Mein Vertrag ist unbefristet. Die Interne Mitteilung über das Anhörungsverfahren nach § 102 BetrVG habe ich zu Händen bekommen. In dieser Mitteilung steht, dass das Unternehmen beabsichtigt, mich zu kündigen. Der Betriebsrat wird bis Freitag keine Entscheidung treffen.

2. Wichtige frage: Ich habe dem Unternehmen vor 2 Wochen mitgeteilt, dass ich ab dem 1.10. eine Wohnung in der Stadt in der das Unternehmen ist beziehe. Sie haben in der internen Mitteilung mich wohnhaft unter der noch nicht gemeldeten Wohnung eingetragen. Wäre eine Kündigung dann auch nichtig, wenn eine falsche Anschrift steht? Ich bin noch gar nicht unter dieser Anschrift gemeldet.

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,


eine Kündigung ist eine einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung . Um wirksam zu werden muss sie Ihnen zugehen.

Wenn Sie unter der Anschrift, die Sie angegeben haben, nicht gemeldet sind, kann Ihnen die Kündigung zwar nicht zugehen.
Dies ist aber dann Zugangsvereitelung, da die Firma ja nicht wusste, dass Sie nicht umgezogen waren und die Firma kann die Kündigung erneut an Sie zustellen und der Zeitpunkt der Zustellung wirkt dann zurück.

Ich würde aber die Tatsache, dass Sie eigens in eine andere Stadt gezogen sind als Argument verwenden, dass man Ihnen vielleicht noch eine Chance gibt.

Der Betriebsrat muss übrigens nur ordnungsgemäß angehört werden. Eine Entscheidungsbefugnis hat er bei Kündigungen nicht.

Wichtig ist noch einmal: eine Kündigung ist nie per se nichtig. Sie muss immer erst vor dem Arbeitsgericht angegriffen werden um die Nichtigkeit feststellen zu lassen.


Ich wünsche Ihnen alles Gute


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht

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