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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26431
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, die Situation Eltern, nicht verheiratet, leben

Kundenfrage

Guten Tag,

die Situation:
Eltern, nicht verheiratet, leben seit 10 getrennt, gemeinsames Sorgerecht, beide neu gebunden.
Sohn, wird 15, war zunächst hälftig von beiden betreut, seit 5 Jahren lebt er mit 1. Wohnsitz bei der Mutter, ist aber regelmäßig beim Vater. Die Eltern leben beide in der selben Stadt, Weg zur Schule ist von beiden wohnorten gleich weit.
Nun möchte der Sohn plötzlich - zunächst probeweise - zum Vater (zu mir) ziehen. Er will das selbst mit seiner Mutter besprechen, ich habe aber Bedenken, dass sie sich verweigert und ihn umzustijmmen versucht. Was kann ich tun, wie kann ich ihn unterstützen, welche Rechte hat er?

Mit freundlichem Gruß,
Ralf Schmitt
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Soweit sich die Mutter weigert, können Sie Ihren Sohn dadurch unterstützen, dass Sie einen Antrag auf Übertragung der elterlichen Sorge stellen. Hinsichtlich der elterlichen Sorge, die auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht beinhaltenet gilt folgendes.

Das Gericht muss im Rahmen einer Sorgerechtsentscheidung regelmäßig den Kindeswillen erfragen. Ab entwa 12 Jahren ist der Kindeswille, vor allem bei Fragen des Aufenthaltsortes beachtlich. Das bedeutet, wenn Ihr Sohn gegenüber dem Gericht erklärt, dass er gerne zu Ihnen ziehen will, dann muss das Gericht dem Wunsch des Sohnes Rechnung tragen und Ihnen das Sorgerecht (Aufenthaltsbestimmungsrecht) übertragen.

Bevor Sie nun ein gerichtliches Verfahren einleiten, ist es sicherlich hilfreich, die Kindsmutter auf diese rechtliche Lage hinzuweisen. Ist dies nicht ausreichend, so sollten Sie das Jugendamt hinzuziehen. Ist auch dies nicht erfolgreich, so sollten Sie einen Sorgerechtsantrag stellen.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht
RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo Herr Schiessl,

die Kieler Erziehungsberatung sagte mir, bei gemeinsamer Sorge müssten die Eltern
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachricht kam leider unvollständig bei mir an. Könnten Sie Ihre Nachricht vielleicht nochmals senden?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Fachanwalt für Familienrecht
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo Herr Schiessl,

die Kieler Erziehungsberatung sagte mir, bei gemeinsamer Sorge müssten die Eltern gemeinsam den Wohnortwechsel besprechen. Aber ich bin mir nicht sicher, wie bei widerstreitenden Vorstellungen eine Entscheidung zustande kommen soll.
Mein Sohn brachte aus einem Gespräch mit der Erziehungsberatung die Info mit, ab 14 Jahren könne er selbst entscheiden wo er wohnen will.

Muss ich wirklich die alleinige Sorge beantragen, um dem Wunsch meines Sohnes gerecht zu werden?
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Eltern gilt bis zur Volljährigkeit Ihres Sohnes. Ihr Sohn kann daher nicht eigenständig entscheiden. Sein Wille ist jedoch im familiengerichtlichen Verfahren maßgeblich. Ein Wohnungsumzug Ihres Sohnes kann daher nur über das Sorgerecht geregelt werden. Dies ist im Allgemeinen die Übertragung der elterlichen Sorge, beziehungsweise die Entscheidungsübertragung über die Aufenthaltsbestimmung.

Soweit lediglich hinsichtlich des Wohnsitzes zwischen den Eltern Uneinigkeit besteht, kann das gerichtliche Verfahren auf das Aufenthaltsbestimmungsrecht beschränkt werden. Das Gericht wird selbstverständlich versuchen eine Einigung herbeizuführen, sollte dies Scheitern, so wird Ihnen das Gericht die Entscheidungsbefugnis insoweit übertragen. Der Antrag bei Gericht kann daher auf das Aufenthaltsbestimmungsrecht beschränkt werden.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht

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