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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Ich habe als Subunternehmer f r eine GmbH & Co.KG gearbeitet,2004

Kundenfrage

Ich habe als Subunternehmer für eine GmbH & Co.KG gearbeitet,2004 hat diese Insolvenz angemeldet.Ich habe meine Forderungen beim Insolvenzverwalter angemeldet.
Das Insolvenzgutachten,welches mir erst auf Verlangen vom Gericht vor 2 Wochen zugesandt wurde, sagt aus,das die Firma bereits seit 2000 zahlungsunfähig war. Kann ich meine angemeldete Insolvenzforderung gegen die beiden Geschäftsführer deshalb aus vorsätzlich unerlaubter Handlung auch außerhalb des Insolvenzverfahrens geltend machen? Wie sind die Aussichten?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:



Eine abschließende Würdigung ist natürlich ohne Kenntnis des gesamten Sachverhalts leider nicht möglich. Allein nach ihrer Schilderung halte ich es aber für sehr wahrscheinlich, dass sie mit dieser Argumentation ihre Forderung aus dem Gesichtspunkt der unerlaubten Handlung sichern können.



Dies möchte ich Ihnen nachfolgend gerne kurz erläutern. Nach ihrer Schilderung war die Gesellschaft schon zahlungsunfähig ( Hier könnte also bereits eine Strafbarkeit wegen Insolvenzverschleppung vorliegen) lange, bevor das Vertragsverhältnis mit ihnen begründet wurde.



Dieses nennt man einen so genannten Eingehungsbetrug. Hierdurch ist ihnen auch ein Schaden entstanden. Die zivilrechtliche unerlaubte Handlung ergibt sich aus § 823 Abs.2 i.V.m. § 263 StGB.

Sie sollten unbedingt einen im Insolvenzrecht und idealerweise Strafrecht erfahrenen Kollegen vor Ort mit der Wahrnehmung ihrer rechtlichen Interessen beauftragen.



Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagvormittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven [email protected]

Fax.0471/140244








Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie dies noch nachzuholen und mich somit für meine Rechtsberatung zu bezahlen. Dieses gebietet nicht schon nur Gebot der Fairness , sondern ist auch Gegenstand der AGB, die Sie schliesslich auch akzeptiert haben.



Eine kostenlose Rechtsberatung ist nämlich zum einen von dieser Plattform nicht beabsichtigt und zum anderen nach deutschem Berufsrecht grundsätzlich nicht zulässig. Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Danjel Newerla und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Newerla,
vielen Dank für Ihre Ausführungen.
Wenn ich jetzt versuche,die Forderungen gegen die Geschäftsführer durchzusetzen,
wie wäre dann der Wertegang und mit welchen ca. Kosten müßte ich rechnen (Außenstände belaufen sich auf 196.000,00€ aus Montageleistungen inkl.MWSt.,14.000,00 € aus Gewährleistungseinbehalten).
Forderung wurde im Schreiben des Amtsgerichtes in Höhe von 150.000,00 + 14.000,00
Euro anerkannt.
Welche der beiden Forderungen könnte ich gegen die Schuldner durchsetzen - die
tatsächliche oder die anerkannte ?
Wie lange dauert das Verfahren in etwa ?
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Ulrike Keller
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Keller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:

Der Werdegang wäre so, dass zunächst die Forderung sowohl hinsichtlich des Grundes als auch hinsichtlich der Höhe detailliert dargelegt und beziffert werden müsste.

Anschließend müsste dem Geschäftsführer eine Frist zur Zahlung gesetzt werden.

Da es hier um einiges geht, sollten sie von Anfang an einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung ihrer rechtlichen Interessen beauftragen.

Die Kosten möchte ich Ihnen kurz darlegen. Nach ihrer Schilderung ist die von einem Streitwert von 196.000 Euro auszugehen.

Demnach belaufen sich die Kosten wie folg (ich gehe hierbei davon aus, dass es sich um einen durchschnittlichen Aufwand handelt):

außergerichtliche Vertretung:2833.15 €

außergerichtliche sowie anschließende gerichtliche Vertretung (Kosten einer Partei):
11199.08 €

Prozesskostenrisiko (Risiko die Gesamtkosten tragen zu müssen bei komplettem Prozessverlust): 16625.48 €

Die anerkannte Forderung können sie relativ einfach durchsetzen, das Anerkenntnis als solches schon den Rechtsgrund für die Leistung darstellt.Als Beweismittel bräuchten sie also lediglich die Anerkennungsurkunde vorlegen. Dennoch sollte geprüft werden, wie die Beweislage hinsichtlich der übrigen Forderung ist. Dies sollte bei einem Rechtsanwalt geschehen.

Sehr gerne würde auch ich Ihnen bei einer weiteren Interessenvertretung behilflich sein. Bei Interesse können sie sich sehr gerne an meine unten genannte E-Mail-Adresse wenden.

Wie lange ein solches Verfahren dauert ist schwierig zu sagen, da es von mehreren Faktoren abhängt.So kommt es darauf an, wie die Arbeitsauslastung beim Gericht ist, umfangreiche Zeugenvernehmungen vonnöten sind und insbesondere ob sich das Verfahren durch mehrere Instanzen (maximal drei) hinzieht.

Sollte das Verfahren in erster Instanz erledigt werden können, so wäre von einer Erledigung im Bereich zwischen sechs und 12 Monaten auszugehen.


Ich hoffe ihre Nachfrage zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag und alles Gute!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven [email protected]
Tel. 0471/140241
Fax.0471/140244

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