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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Ich bin geschieden, habe 830 im Monat, ein eigenes unbelastetes

Kundenfrage

Ich bin geschieden, habe 830 € im Monat, ein eigenes unbelastetes Haus + Grundstück (ca 800 qm), fahre jeden Tag 30 km hin und zurück zur Arbeit, sehe meinen Sohn alle 14 Tage und unternehme mit ihm sehr viel.Mir bleibt also ohnehin sehr wenig zum leben.
Jetzt habe ich Post bekommen von meiner bisherigen Anwältin, dass ich ab Oktober 155 € Unterhalt zahlen soll, weil das Ihren Berechnungen zufolge möglich wäre.Wovon??
Ergänzend sei noch gesagt das meine Exfrau 1500 € im Monat verdient + 13. Monatsgehalt + Kindergeld.Sollte sie nicht eigentlich mir etwas zahlen müssen?
Vielen Dank XXXXX XXXXX für die Antwort.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der Beantwortung Ihrer Frage stelle ich folgendes voran:

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen in Deutschland bin ich gehalten, darauf hinzuweisen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemesse Vergütung für die untenstehende Beantwortung durch Akzeptieren zu bezahlen. Das vorangestellt möchte ich im weiteren darauf hinweisen, dass es im Rahmen dieses Mediums nur möglich ist, eine mehr oder weniger allgemeingehalte Antwort zu geben, da ich weder Einblick in Unterlagen, noch ein eingehendes Gespräch zur Sachverhaltsaufklärung führen kann. Die untenstehende Antwort dient daher der ersten rechtlichen Orientierung bzw. der Verschaffung eines angemessenen Überblick über die rechtliche Situation und kann und soll keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates vor Ort ersetzen.

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Es ist zwar richtig, dass Ihr Nettoeinkommen unter dem Selbstbehalt von 900 € liegt, aber das mietfreie Wohnen in Ihrem Wohneigentum stellt unterhaltsrechtlich einen geldwerten Vorteil dar, der sich einkommenserhöhend auswirkt.

Sicherlich wirken sich sodann die berufsbedingten Aufwendungen (Fahrtkosten zu Arbeit) wiederum einkommensmindernd aus. Insgesamt kann aber in Tat noch rechnerisch eine Leistungsfähigkeit ergeben.

Hierneben ist Ihr Einwurf gegebenenfalls einen Unterhaltsanspruch gegen Ihre Exfrau nicht ganz von der Hand zu weisen. Rein rechnerisch würde sich unter Berücksichtigung des Umstandes, dass der Minderjährigenunterhalt vorrangig ist, noch ein Anspruch ergeben. Der nacheheliche Unterhaltsanspruch ist aber an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Für die Berechnung sind die ehelichen Verhältnisse maßgebend.

Ich würde Ihnen gern anraten, vor Ort einen Fachanwalt für Familienrecht beratend in Anspruch zu nehmen, damit anhand der Unterlagen eine rechtliche Prüfung stattfinden kann.



Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieses Mediums einen angemessenen Überblick über die rechtliche Situation verschafft zu haben.

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten. Falls Sie eine Nachfrage haben stehe ich sodann gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Ich wohne zwar mietfrei, das ist richtig, aber Haus + Grundstück verursachen Kosten die einer Miete fast gleichzusetzten sind.Würde ich zur Miete wohnen, würde ich bestimmt sogar Wohngeld bekommen.

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

von dem Wohnvorteil müssen bei der Unterhaltsberechnung die verbrauchsunabhängigen Kosten abgezogen werden. Insofern verkleinert dieser sich dieser natürlich schon. Sie müssen dies gegenüber der Anwaältin Ihrer Exfrau aber einwenden und durch Nachweise nachhalten.

Die verbrauchabhängigen Kosten werden unterhaltstechnisch nicht berücksichtigt, wie Gas, Wasser, Strom.

MfG

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Haben Swie noch eine Nachfrage ?
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Dann danke XXXXX XXXXX und bin trotzdem so hilflos wie vorher.

Ich habe einmal gutes Geld verdient, wovon meine Exfrau auch sehr gut gelebt hat, als sich das dann änderte suchte sie sich einen der besser verdient.Sie wohnen in zwei Wohnungen nebeneinander und machen auch gemeinsam Urlaub.

Ich habe nicht einmal Geld am Monatsende übrig, muss mir sogar manchmal etwas borgen und werde wohl jetzt noch das einzige verlieren was mir geblieben ist, das Haus meines Großvaters, denn die Schulden die sich angesammelt haben, a für die Scheidung, b Gerichtskosten dafür das ich überhaupt meinen Sohn alle 14 Tage sehen darf, werde ich sonst nie mehr los.

Gesetze sind wohl nur für die gut, die genug Geld haben sie zu umgehen.

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielleicht übermitteln Sie mir noch weitere Details, damit meinerseits eine Unterhaltsberechnung durchgeführt werden kann.

MfG
Tobias Rösemeier und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Vielen Dank für die Mühe aber ich denke ich suche mir dann einen Anwalt in der Nähe, ich glaube das macht sich besser.

 

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Gerne, ich wünsche Ihnen alles Gute!