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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Hallo! Mein Mann und ich (getrennt lebend) haben 3 Kinder und

Kundenfrage

Hallo! Mein Mann und ich (getrennt lebend) haben 3 Kinder und sind im Substitutionsprogramm wegen ehem. Heroinsucht. 1 Jahr lang lebte mein Mann in einer Whg. mit den Kindern. Ich in einer kleineren. In dieser Zeit gab es eine sog. 8a-Meldung der Grundschule meines Sohnes ans Jugendamt wg. angeblicher "Verwahrlosung" meines Sohnes, weil er ein oder zwei Mal eine Hose trug, aus der Gras- o. Erdflecken nicht richtig herausgewaschen waren. O.k., mein Mann hat die Arbeit im Haushalt u. den Kindern nicht gut hinbekommen. Aber seit 01.09. haben wir Whgn. getauscht, und ich wohne wieder bei den Kindern. Die beim Arzt stattfindenden, regelmäßigen Urinkontrollen waren innerhalb der letzten 2 Monate stets negativ; der Tagesablauf der Kinder ist nunmehr geregelt. Und ich komme bestens zurecht, obwohl ich neuerdings auch noch "nebenbei" arbeite. Mit dem Jugendamt hatten wir ja - wegen der Subst.behandlung - seit der Geburt meines 1. Kindes zu tun (zwangsweise). Aber, obwohl es endlich gut läuft, bürdet uns das J.amt eine Familienhilfe auf und droht, sich ans Gericht zu wenden, wenn wir nicht "mitspielen". Zudem haben wir noch jew. "BeWo"-betreuer (wg. Substitution), und dies und das und jenes. Jetzt meine Frage: Hat das J.amt überhaupt noch eine Handhabe bzw. können wir uns irgendwie gegen diese Terminflut neben Kindern, Haushalt und Arbeit wehren? Für eine Antwort wäre ich Ihnen mehr als dankbar!!! Mit herzl. Grüßen, Anja C.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragestellerin,

Sinn und Zweck der Familienhilfe ist es, Ihnen Unterstützung und Hilfe angedeihen zu lassen, keinesfalls jedoch Sie mit Terminen zu überhäufen. Dass dies manchmal einfach zu viel ist, kann ich gut verstehen und auch nachvollziehen. Auf der anderen Seite ist das Jugendamt in der Pflicht, das Wohlergehen der Kinder im Auge zu behalten und sicherzustellen.

Im Ergebnis war es auch nur dadurch möglich, zu vermeiden, dass das Jugendamt die Kinder in die Obhut nimmt und in eine Pflegefamilie "steckt".

Wenn Ihnen bestimmte Dinge zuviel werden, sollte Sie dies durchaus ansprechen. Sie sollten dabei aber sehr vorsichtig agieren, um nicht den Eindruck entstehen zu lassen, dass Sie nicht mehr kooperieren wollen. Machen Sie dennoch dem Jugendamt deutlich, dass Sie, wenn auch mit kleinen Problemen, in der Lage sind den Alltag zu bewältigen und das Sie stets bestebt sind alles für das Wohl der Kinder zu tun.

Entscheidend ist, dass weiterhin ein Vertrauensverhältnis bestehen bleibt.

Rechtlichen Möglichkeiten sich gegen die Terminsflut zu wehren bestehen in dem Sinne nicht.

Mit freundlichen Grüßen


Verändert von Tobias Rösemeier am 14.09.2010 um 16:35 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Würde sich das Jugendamt einmal die Mühe machen, sich die "Lage" hier anzusehen, wäre Ihnen klar, daß es weder vor meinem Auszug vor einem Jahr, noch nach meinem Wiedereinzug vor 2,5 Wochen nie ein Grund zur Beanstandung gab. Mit der Jugendamt-Mitarbeiterin, die vor der jetzigen für uns zuständig war, wäre um ein Haar unsere Akte im Jugendamt "geschlossen" worden. Dann kam die neue, frisch von der Uni... Und jetzt "hockt" uns hier seit ca. 3/4 Wochen eine Familienhilfe auf der Pelle. Mit all diesen Terminen wird meine neue Arbeitsstelle gefährdet, weil ich ständig Termine wahrnehmen muß, die ich nicht brauche und auch nicht will.

Ich frage mich nur, mit welchem Recht darf sich das Jugendamt in diesem Maße einmischen, wenn wirklich wieder alles o.k. ist. Mit welcher Begründung dürften sie mir/uns dann die Kinder wegnehmen (was sowieso nur über meine Leiche geschehen würde)? Und was passiert, wenn ich auf meine etlichen laufenden Bewerbungen tatsächlich demnächst eine Vollzeitstelle antrete?

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wenn das Wohl Ihrer Kinder nicht gefährdet ist und alles in bester Ordnung, sowohl zu Hause und auch in der Schule ist, Sie sich regelmäßig um die ärztliche Versorgung der Kinder kümmern und keine Verwahrlosung vorgeworfen werden kann, kann Ihnen auch niemand Ihre Kinder wegnehmen.
Leider ist es wohl so, dass Sie aufgrund Ihrer "Vorgeschichte" sicherlich mit erheblicher Voreingenommenheit seitens der Behörde konfrontiert sind. Umso schlimmer ist, dass Ihre bisherige Sachbearbeiterin gewechselt hat und man auf Sie eine Anfängerin "angesetzt" hat, die naturgemäß ihre Arbeit wiederum besonders ordentlich machen will, um sich in der Behörde zu bewähren.
Familienhilfe hin oder her, Sie müssen auch noch Zeit haben, Ihren Tagesablauf zu organisieren, insbesondere da hoffentlich die Aufnahme einer Vollzeittätigkeit ansteht.

Aus diesem Grunde empfehle ich Ihnen, mit der "alten" Sachbearbeiterin Kontakt aufzunehmen und dort das sachliche Gespräch zu suchen. Erklären Sie sich dort bereit, dass in regelmäßigen Abständen jemand zum "nachsehen" kommen darf, ansonsten aber kein weiterer Handlungsbedarf Ihrerseits gesehen wird. Sollte die Sachbearbeiterin nicht vermittelnd eintreten können, dann sollten Sie mit dem Amtsleiter Kontakt aufnehmen und auch dort Ihre Situation darlegen.

Wenn alles nichts hilft, müssen Sie die Familienhilfe auf eigene Gefahr einstellen. Dann allerdings müssen Sie damit rechnen, dass das Jugendamt einen Antrag beim Familiengericht einreichen könnte. In diesem Fall sollten Sie sich auf jeden Fall anwaltlich vertreten lassen, damit entsprechend entgegengesetzt werden kann. Erfahrungsgemäß ist es leider so, dass ohne Anwalt über den Kopf der Eltern teilweise entschieden wird.

Auch wenn der Ärger groß ist, versuchen Sie bei jeglichen Gesprächen mit dem Jugendamt die Ruhe zu bewahren, auch wenn es schwer ist, so geben Sie der Behörde keine Angriffspunkte gegen Sie.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und würde mich freuen, wenn Sie meine Antwort akzeptieren.

Viele Grüße
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Lieber Herr Rösemeier,

ich danke XXXXX XXXXXür Ihre Antwort und werde auch akzeptieren, nur möchte ich Sie bitten, wenn's irgendwie möglich ist, die knapp € 40,-- erst am Monatsletzten abzubuchen, da sonst mein Konto nicht gedeckt sein könnte. (Momentan beziehe ich noch "Hartz IV" - sorry!)

Im voraus ganz vielen Dank und

beste Grüße

Anja Chriske

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Chriske,

leider kann ich die Abbuchung nicht steuern, da dies der Plattformbetreiber macht. Falls der Einzug misslingt, wird sicherlich nochmals ein neuer zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Ich denke, dass dies nicht so dramatisch ist.

Sie müssen sich deswegen auch nicht entschuldigen. Ich persönlich habe dafür Verständnis.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank, XXXXX XXXXX Rösemeier!
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Gerne!

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