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RAKRoth
RAKRoth, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3506
Erfahrung:  Schwerpunkte: Vertragsrecht, Erbrecht, Internetrecht, Mietrecht, Wettbewerbsrecht
35468264
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RAKRoth ist jetzt online.

ich bin 29 jahre alt und wurde am 15.7.2009 zu einer bew hrungsstrafe

Kundenfrage

ich bin 29 jahre alt und wurde am 15.7.2009 zu einer bewährungsstrafe von drei jahren verurteilt.ich habe also noch knapp 2 jahre.letztes jahr a, 22.9.2009 habe ich im rewemarkt mit meiner bankkarte gezahlt obwohl kein geld drauf war.wir hatten ziemliche probleme mit essen usw.rewe erstattete anzeige und jetzt hat die staatsanwaltschaft eine verhandlung beantragt.ich habe aber eine woche zeit mich zu äußern bevor der richter entscheidet.dies habe ich auch getan.ich habe auch mit rewe telefoniert und die sagten mir das wenn ich bezahle sie keinerlei interesse mehr an einer strafverfolgung haben und die anzeige zurück ziehen.ich habe natürlich überwiesen undd auch eine quittung davon per einschreiben mit einem brief an das gericht geschickt.droht mir jetzt gefängniss?wird meine bewährung widerrufen?oder hatt sich der fall damit wirklich erledigt?gibt es was wie ich das verhindern kannn das meine bwährung widerrufen wird?mfg,christian picko
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Darüber hinaus mache ich Sie darauf aufmerksam, dass eine kostenlose Rechtsberatung nach deutschem Recht unzulässig ist. Mit der Beantwortung Ihrer Anfrage auf dieser Plattform sind Sie zur Zahlung des von Ihnen ausgelobten Einsatzes verpflichtet, da insoweit ein Rechtsberatungsvertrag zustande gekommen ist. Auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers wurden Sie ausdrücklich hingewiesen und diese wurden von Ihnen akzeptiert.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:


Die Schadenswiedergutmachung ist ein wesentlicher Strafzumessungsgrund, der auch bei der Entscheidung berücksichtigt wird, ob eine zu verhängende Freiheitsstrafe noch einmal zur Bewährung ausgesetzt werden kann.

Aufgrund Ihrer "Flucht nach vorn" und des Umstands, dass Sie in Geldnot waren, ist Ihre Tat zumindest nachvollziehbar, auch diese nicht zu billigen ist.

Mit einem erfahrenen Strafverteidiger sehe ich die Aussichten, eine Bewährungsstrafe zu erreichen, als sehr gut an.

Jedenfalls wird es darauf ankommen, ob Ihnen zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine gute Kriminalprognose gestellt werden kann.

Wenn Sie also wieder in stabileren Lebensverhältnissen leben, Arbeit haben etc. können Sie mit einer Bewährungsstrafe rechnen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte. Sie mögen bitte noch meine Antwort akzeptieren, damit eine Abrechnung erfolgen kann, sowie eine Bewertung abgeben.

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

bei dem Ihnen zur Last gelegten Verhalten handelt es sich um ein Vergehen, das lediglich auf Antrag verfolgt wird.

Da Sie Ihre Bankkarte eingesetzt haben, ohne entsprechende Kontodeckung zu besitzen, käme allenfalls eine Strafbarkeit gemäß § 265a StGB in Betracht, dessen Wortlaut der folgende ist:

(1) Wer die ihm durch die Überlassung einer Scheckkarte oder einer Kreditkarte eingeräumte Möglichkeit, den Aussteller zu einer Zahlung zu veranlassen, mißbraucht und diesen dadurch schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) § 248a gilt entsprechend.

Der Absatz 2 des § 265a StGB verweist auf § 248 a StGB. Danach wird die Straftat nur verfolgt, wenn der Geschädigte einen entsprechenden Strafantrag gestellt hat.

Nach der von Ihnen erbrachten Zahlung besteht - wie man Ihnen zugesichert hat - nunmehr kein Strafverfolgungsinteresse seitens des Geschädigten mehr.

Eine Ausnahme von diesem Grundsatz lässt § 248a StGB nur zu, wenn die Staatsanwaltschaft ein besonderes öffentliches Interesse an der Strafverfolgung hat. Dieses würde etwa dann anzunehmen sein, wenn Sie wegen einer ähnlichen Tat bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten sind.

Ist das aber nicht der Fall, wird wegen der Zurücknahme des Strafantrags (§ 77d StGB) das Verfahren eingestellt.

Eine strafgerichtliche Verhandlung - mit einem drohendem Widerruf Ihrer Bewährung - müssten Sie alsdann nicht befürchten.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Fragen Sie bei Unklarheiten gerne nach. Haben Sie dagegen keine Nachfrage darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

bitte denken Sie daran, meine Antwort zu akzeptieren.

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