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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22862
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Mein Sohn jetzt 18 hatte einen F hrerschein f r begleitetes

Kundenfrage

Mein Sohn jetzt 18 hatte einen Führerschein für begleitetes Fahren. In unserer Abwesenheit fuhr er unerlaubt mit unserem Fahrzeug. Kam in eine Kontrolle, versuchte zu flüchten und fuhr in einen Graben. Dritte waren nicht beteiligt.
Mit welcher Strafe muss er rechnen?
Könnte das hinzuziehen eines Anwalts die Strafe mildern?
Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort!
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,
sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Zunächst wird Ihr Sohn als Heranwachsender nach Jugendstrafrecht bestraft werden, wo die Strafen wesentlich milder ausfallen, und man mehr auf Maßnahmen wie Ermahnung, Jugendarrest, Arbeitsstunden abstellt, weil Jugendstrafrecht hauptsächlich erziehen will.

Es wird also nicht so schlimm werden.

Ihr Sohn wird von einer Mitarbeiterin des Jugendamts befragt werden, die dann einen Bericht ans Gericht schreibt , und einen Vorschlag macht, wie das Delikt zu bestrafen ist.

Ansonsten hat er sich des Fahrens ohne Fahrerlaubnis strafbar gemacht, welches nach § 21 STVG strafbar ist und mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstarfe bestraft wird.

Wenn er bei seiner Flucht in irgendeiner Weise Gewalt angewendet hat, hat er sich eines Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte strafbar gemacht, § 113 STGB , der mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft wird.

Aus diesen Strafen würde dann eine Gesamtstrafe gebildet.

Da Ihr Sohn aber Heranwachsender ist, droht ihm wahrscheinlich Jugendarrest.

Ihr Sohn tut sehr gut daran, zu gestehen, da ein Geständnis oft Wunder bewirkt.

Ob man sich einen Anwalt nimmt ist Geschmackssache. Es hat halt den Vorteil , dass dieser mit dem Richter reden und etwas aushandeln kann und er kann die Akte einsehen.



Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und bitte folgendes zu beachten:


Sollte Ihre Frage hiermit beantwortet sein , bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort. Erst mit Ihrer Akzeptierung wird die von Ihnen geleistete Anzahlung zum Zwecke des Ausgleichs der hier entstandenen Gebühren verwendet.

Just Answer ist kein kostenfreies Forum. Dies ist schon aus standesrechtlichen Gründen nicht möglich. Insoweit wird auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Bedingung, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung und eine rasche Akzeptierung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.


Sie akzeptieren diese Antwort durch Anklicken des grünen Feldes.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Vielen Dank! Aber können Sie mir sagen, ob er ein begrenztes Fahrverbot zu erwarten hat und in welchem Umfang?
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

gemäß § 69 a STGB ist bei Delikten, die im Zusammehnag mit dem Fahren eines Fahrzeugs begangen wurden mit der Entziehung der Fahrerlaubnis und der Verhängung einer Sperrfrist zu rechnen.

Ob dies im Einzelfall erfolgt kann allerdings nicht sicher gesagt werden, da es vom Einzelfall abhängt.

Ich bitte nunmehr darum, meine Antwort zu akzeptieren. Die Beantwortung der Frage erfolgte unter der Bedingung ,d ass die Geschäftsbedingungen gelesen und die Antwort akzeptiert wird.

Vielen Dank XXXXX XXXXX schönen Abend


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

das Fahren Ihres Sohnes ohne Begleitperson erfüllt nicht den Straftatbestand des § 21 StVG. Bei der Prüfbescheinigung "BF 17" handelt es sich vielmehr um eine vollwertige Fahrerlaubnis.

Fährt der Inhaber einer solchen Fahrerlaubnis ohne Begleitperson macht er sich nicht nach § 21 StVG strafbar, sondern vielmehr handelt es sich lediglich um eine Ordnungswidrigkeit, die nach § 75 Nr.9 FEV mit einer Geldbuße von 50 Euro belegt wird. Zudem führt der Verstoß zur Eintragung in das Verkehrszentralgegister mit einem Punkt.

Darüber hinaus führt das Verhalten Ihres Sohnes dazu, dass die ihm erteilte Prüfungsbescheinigung von der Erlaubnisbehörde widerrufen wird.

Bei neuerlicher Beantragung der Fahrerlaubnis müsste Ihr Sohn alsdann einen Nachweis über die Teilnahme an einem Aufbauseminar für Fahranfänger beibringen (§ 2a Absatz 2 StVG).

Zu Ihrer näheren Orientierung vorstehender Darlegungen erlaube ich mir, nachfolgenden Link für Sie einzustellen:

http://www1.adac.de/Recht_und_Rat/Fuehrerschein/EU_Fuehrerschein/fahren_ab_17/Begleitetes-Fahren-ab-17.asp?TL=2


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Fragen Sie bei Unklarheiten gerne nach. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)



Verändert von recht_so am 10.09.2010 um 22:20 Uhr EST
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22862
Erfahrung: Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
ra-huettemann und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


was den Straftatbestand anbelangt hat der Kollege natürlich recht.

Sollte Ihrem Sohn dennoch ein Strafverfahren drohen gilt natürlich das, was ich Ihnen geschrieben hatte.

Ich wünsche Ihrem Sohn viel Glück.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin