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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 21828
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, mir war im Dezember aufgefallen, das meine Schester

Kundenfrage

Hallo,
mir war im Dezember aufgefallen, das meine Schester 63 Jahre von ihrem Girokonto von mehreren Glückfirmen über eine n längere Zeit Geld abgebucht bekam.
Ich stoppte das ging zur Bank und ließ von allen Firmen rückwirkend für 1/4 Jahr die Einzugsbeträge zurückbuchen.
Im Jan.2010 wurde dann von einer neuen Glücksfirma erneut ein Betrag abgebucht , den wir sofort zurückbuchen ließen.
Nun kam im Juni ein Schreiben von einer Inkassofirma die für diese Firma Geld einziehen wollte.
Ich ignorierte dieses Schreiben. Nun kam vorige Woche das 2.Mahnschreiben (anbei ein Schreiben der Firma vom dez.2009 an meinen Schester, das Schreiben hat sie nie bekommen)mit Androhung von Rechtanwälten und Gericht.
Frage wie verhalten wir uns in dieser Situation richtig
Es wäre sehr nett von Ihnen, wenn Sie uns einen sehr guten Rat geben könnten.
mfg
Josi Hecker
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Hecker,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Mangels näherer Sachverhaltsangaben, wie es zu den einzelnen Abbuchungen kam, lässt sich nur eine vorläufige Einschätzung der Rechtslage vornehmen.

Sollte es sich so verhalten, dass Ihre Schwester am Telefon zur Preisgabe Ihrer Kontodaten veranlasst wurde, ohne dass sie rechtswirksam eine vertragliche Bindung eingegangen wäre, können Sie noch immer die geltend gemachten Forderungen zurückweisen.

Teilen Sie mir bitte hierzu noch einige Details mit.- insbesondere dazu, worauf konkret die Firmem ihre vermeintlichen Zahlungsansprüche stützen.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)
ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Da meine Schester vor ca 2 Jahren sich hat bequatschen lassen und dachte sie würde wirklich etwas gewinnen hat sie nachdem gesagt wurde man hätte ja ihre Daten alle dem gewinn zugestimmt, über die 2 Jahren wurden dann immerwieder von anderen Spielfirmen Geld eingezogen, meine Schwester (sehr naiv) dachte sie könnte das alleine regeln und hatte angst daß ich mit ihr schimpfe.
Diese Firma Goldwin hat angeblich am 7.12.09 einen Brief an meine Schwester geschickt(den sie nicht bekommen hat)
Am 5.1.10 wurden dann von Goldwin das erstemal 69 Euro eingezogen,welches wir am gleichen Tag zurückbuchen ließen.
dann hörten wir von Goldwin nichtsmehr bis am 22.7.10 die Zahlungsaufforderung von Proinkasso mit Androhungen kam über Euro 285,06 hierauf reagierten wir nicht.
Jetzt kam am 26.8.10 die 2. Auffoderung über 285,06 zuzahlen und zwar innerhalb von 7 Tagen ansonsten würde ein Anwalt und das Gericht tätig werden.
Ich weiß nicht wie soviele Glücksfirmen 8ca 30 Stück) an die Daten meiner Schwester gelangenkönnen, meines erachten geben sie die Daten weiter.
Was sollen wir jetzt machen
mfg Josi Hecker
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Hecker,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung und die zusätzlichen Informationen.

Es ist in der Tat so, wie Sie zutreffend vermuten. Mit den einmal am Telefon - oder im Internet - preisgegebenen persönlichen Daten argloser Verbraucher wird deutschlandweit ein schwunghafter Handel getrieben. Es gibt professionelle Datenhändler, die mit diesem Geschäft enorme Umsätze erzielen. Die Daten werden Glücksspielfirmen und anderen dubiosen Anbietern gegen Bares überlassen, die dann ihrerseits am Telefon oder im Internet systematisch auf Kundenfang gehen.

Besonders fatal ist es, wenn sich eine dieser Firmen in Besitz der Bankverbindungsdaten eines Opfers gebracht hat. Dann drohen dem Betroffenen nicht nur Abbuchungen durch diese eine Firma, sondern - wegen der angesprochenen Vernetzung in der Branche - auch durch weitere schwarze Schafe.

Absolut verlässlichen Schutz gibt es leider nicht! Daher tun Sie gut daran, die Kontobewegungen Ihrer Schwester stets im Auge zu behalten, um gegebenenfalls zeitnah zurückbuchen zu lassen. Sie sollten diesbezüglich aber auch mit der Bank oder Sparkasse Rücksprache halten und diese anweisen, entsprechende Lastschrfiten grundsätzlich nicht mehr einzulösen.

Jenseits des Ihnen zuvor schon eingestellten Musterschreibens haben Sie zudem die Möglichkeit, die Telefonnummern - wenn diese denn abgespeichert sein sollten - der Bundesnetzagentur zu melden. Diese Behörde geht derartigen Missbrauchsfällen nach. Nachfolgend ein Link mit weiteren Informationen zur Telefonabzocke und einem Formular für die Bundesnetzagentur. Alternativ können Sie auch direkt auf die Seite der Bundesnetzagentur gehen und dort das Formular online ausfüllen.

http://www.computerbetrug.de/abzocke-am-telefon/kostenfallen-an-telefon-und-handy/lockanrufe-anruf-in-abwesenheit-mit-0137-und-0900/

Darüber hinaus sollten Sie auch durchaus in Erwägung ziehen, Strafanzeige gegen die involvierten Glücksspielfirmen zu stellen.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

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