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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16760
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Die vor dem Erbfall an einen Miterben vergebenen Geldgeschenke

Kundenfrage

Die vor dem Erbfall an einen Miterben vergebenen Geldgeschenke (es liegen Banküberweisungsbelege vor, aber keine notarielle Beglaubigung) übersteigen das auf ihn fallende Erbe. Kann er trotzdem den Pflichtanteil verlangen?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,
sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Nach § 2315 des Bürgerlichen Gesetzbuches muss sich der Pflichtteilsberechtigte das anrechnen lassen, was ihm vom Erblasser zu Lebzeiten zugewendet wurde, mit der Bestimmung, dass es auf den Pflichtteil anzurechnen sei.

Diese Bestimmung muss gegenüber dem Pflichtteilsberechtigten getroffen worden sein, was auch schlüssig erfolgen kann.

Dies ist die Voraussetzung.


Hierbei wird der Wert der Zuwendung für die Bestimmung des Pflichtteils dem Nachlass zugerechnet

Es wird also wie folgt gerechnet:

Dem Nachlasswert ist der Wert der Zuwendung zuzurechnen. Von dem sich so ergebenden Nachlasswert ist der Pflichtteil zu bestimmen und dann das dem Empfänger zugewandte wieder abzuziehen.

Der Miterbe kann also den Pflichtteil beanspruchen.

Ich hoffe, Ihre Frage beantwortet zu haben und bitte, folgendes zu beachten:

Sollte Ihre Frage hiermit beantwortet sein , bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort. Erst mit Ihrer Akzeptierung wird die von Ihnen geleistete Anzahlung zum Zwecke des Ausgleichs der hier entstandenen Gebühren verwendet.

Just Answer ist kein kostenfreies Forum. Dies ist schon aus standesrechtlichen Gründen nicht möglich. Insoweit wird auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Bedingung, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung und eine rasche Akzeptierung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

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Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin
Claudia Schiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ihre Antwort steht für Sie bereit
Sehr geehrte Frau Schiessl,
kurze Zusatzfrage:
Reicht die Erwähnung im Testament, dass diese Geldgeschenke erfolgt sind, oder hätte die Zuwendung notariell beglaubigt werden müssen?
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Fischer
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Herr Fischer,

vielen Dank für das schnelle Azeptieren meiner Antwort.

Bei Schenkungen ist es so, dass diese zwar gemäß § 518 BGB der notariellen Form bedürfen.
Jedoch wird die mangelnde Form durch Bewirkung der Leistung geheilt, § 518 II BGB.

Dies ist auch sachgerecht, da fast niemand bei Schenkungen zum Notar geht.

Ich hoffe, Ihre Fragen beantwortet zu haben und wünsche Ihnen einen schönen Tag.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ich habe jetzt noch erfahren, dass die Anrechnung der Geldgeschenke auf das Erbe nur dann wirksam werden kann, wenn der Erblasser das dem Beschenkten vor dem Eintritt des Erbfalls erklärt hat.
Damit bleibt es wohl beim Anspruch des Pflichtanteils.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Serh geehrter Herr Fischer,

ja , das habe ich Ihnen in meiner ersten Antwort bereits geschrieben. Diese Erklärung kann jedoch auch durch schlüssiges Verhalten erfolgen, muss also nicht ausdrücklich sein.


Ob dahingehend etwas erklärt wurde, ist also eine Frage des Einzelfalls.

Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin