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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17047
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe eine Eigentumswohnung

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Eigentumswohnung gekauft, die mit 96,5 m2 Wohnraum angegeben ist. In diesen 96,5 m2 sind 6 m2 Terrasse enthalten, die mit 50 % der eigentlichen Größe bewertet wird. Die Terrasse ist mit Steinen gepflastert und von den Nachbarterrassen durch Palisaden getrennt. Ist es korrekt, umgerechnet auf den Kaufpreis der Wohnung knapp 27.000,00 € für 12 m2 Pflastersteine und ein Sondernutzungsrecht zu zahlen?

Über Ihre Antwort würde ich mich freuen!

C.T., Berlin
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich verstehe den Sachverhalt wie folgt: Sie haben für Übertragung des Wohnungseigentums und für Einräumung des Sondernutzungsrecht einen einheitlichen Preis bezahlt.

Ob dieser angemessen ist, ist anhand einer Gesamtbetrachtung zu ermitteln. Wenn diese ergibt, dass es sich um einen sog. Wucherpreis im Sinne von § 138 BGB handelt, wäre der Vertrag gem. § 139 BGB nichtig.

Allerdings ist eine lineare Aufteilung des Preises, anhand der Fläche nicht ohne Weiteres vorzunehmen. Denn der einheitliche Preis wird größtenteils auf die Übertragung des Eigentums entfallen und nur zu einen verhältnismäßig geringem Anteil auf das Nutzungsrecht. Eine entsprechende Aufteilung findet sich häufig in den Kaufverträgen.

Als grober Anhaltspunkt dient jedoch folgendes: Ermitteln Sie den Preis, den Sie pro m² Wohnfläche bezahlt haben. Liegt dieser über dem ca. 2-fachem Marktpreis für eine vergleichbare Wohnung (Ausstattung, Lage, etc.), so ist Wucher ernsthaft in Betracht zu ziehen. Anderenfalls hat der Verkäufer leider auf Ihre Kosten ein gutes Geschäft gemacht.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den vorstehenden Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Sachverhaltsaufklärung nicht ersetzen kann. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen Ihrerseits kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Sollten noch Unklarheiten bestehen, so können Sie gerne nachfrage!

Mit freundlichen Grüßen

Chris Koppenhöfer

(Rechtsanwalt)

Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich verstehe den Sachverhalt wie folgt: Sie haben für Übertragung des Wohnungseigentums und für Einräumung des Sondernutzungsrecht einen einheitlichen Preis bezahlt.

Ob dieser angemessen ist, ist anhand einer Gesamtbetrachtung zu ermitteln. Wenn diese ergibt, dass es sich um einen sog. Wucherpreis im Sinne von § 138 BGB handelt, wäre der Vertrag gem. § 139 BGB nichtig.

Allerdings ist eine lineare Aufteilung des Preises, anhand der Fläche nicht ohne Weiteres vorzunehmen. Denn der einheitliche Preis wird größtenteils auf die Übertragung des Eigentums entfallen und nur zu einen verhältnismäßig geringem Anteil auf das Nutzungsrecht. Eine entsprechende Aufteilung findet sich häufig in den Kaufverträgen.

Als grober Anhaltspunkt dient jedoch folgendes: Ermitteln Sie den Preis, den Sie pro m² Wohnfläche bezahlt haben. Liegt dieser über dem ca. 2-fachem Marktpreis für eine vergleichbare Wohnung (Ausstattung, Lage, etc.), so ist Wucher ernsthaft in Betracht zu ziehen. Anderenfalls hat der Verkäufer leider auf Ihre Kosten ein gutes Geschäft gemacht.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den vorstehenden Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Sachverhaltsaufklärung nicht ersetzen kann. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen Ihrerseits kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Sollten noch Unklarheiten bestehen, so können Sie gerne nachfragen!

Mit freundlichen Grüßen

Chris Koppenhöfer

(Rechtsanwalt)

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Ob hier das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, hängt auch von weiteren Faktoren ab.

Es kann hier leider nicht pauschal gesagt werden, ob der Kaufpreis in einem Verhältnis zu den Steinen und dem Sondernutzungsrecht steht; insbesondere wenn der Gesamtkaufpreis nicht bekannt ist.

Allerdings erscheinen die 27.000 € doch deutlich überhöht.

raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17047
Erfahrung: Rechtsanwalt
raschwerin und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schwerin,

 

der Kaufpreis beläuft sich auf insgesamt 447.000 €. Die Frage ist, ob die Terrasse in der geschilderten Ausführung mit 50 Prozent der tatsächlichen Größe mit in die Kaufpreisberechnung einfließen darf. Das heißt pro Quadratmeter Wohneigentum habe ich 4.632 € gezahlet und für 12 m2 terrase zahle ich 27.792 €

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ja, die Terrasse kann mit 50 % einfließen. Das ist nicht unüblich und daher auch nicht zu beanstanden.

Daher ist auch die Berechnung soweit korrekt.