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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 15718
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Guten Tag, Habe als freier Mitarbeiter an einem Vertriebsprojekt

Kundenfrage

Guten Tag,

Habe als freier Mitarbeiter an einem Vertriebsprojekt gearbeitet und vereinbart, dass ich mich bis zu 15 Stunden die Woche daran beteilige. Aufgrund von Krankheit und anderer Projekte (die Vorrang hatten und dies war dem Auftraggeber bekannt) konnte ich nicht jede Woche diese Stunden leisten. Die letzte Rechnung (106 Euro) wollte der Auftraggeber nicht begleichen mit der Begründung, ihm sei Gewinn entgangen und solle dies mit meinem Verzicht ausgleichen. Ich habe daraufhin gemahnt und nun stellt er eine Gegenforderung in Höhe von über 2.500, die den ihm entgangenen Gewinn darstellt. Es gibt nur eine mündliche Vereinbarung. Muss ich zahlen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende





Vielen Dank für Ihren Anfrage.



Diese Frage kann kurz und prägnant beantwortet werden. Nach dem Gesetz darf der Arbeitgeber ihnen den Lohn nicht kürzen, da es sich bei einer Krankheit um einen unverschuldeten Ausfall handelt, für den sie nicht können.



Nachfolgend habe ich ihnen die maßgebliche gesetzliche Bestimmung beigefügt:



§ 616 BGB
Vorübergehende Verhinderung



Der zur Dienstleistung Verpflichtete wird des Anspruchs auf die Vergütung nicht dadurch verlustig, dass er für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Verschulden an der Dienstleistung verhindert wird. Er muss sich jedoch den Betrag anrechnen lassen, welcher ihm für die Zeit der Verhinderung aus einer auf Grund gesetzlicher Verpflichtung bestehenden Kranken- oder Unfallversicherung zukommt.








Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.





Eine kostenlose Rechtsberatung ist zum einen von dieser Plattform nicht beabsichtigt und zum anderen nach deutschem Berufsrecht grundsätzlich nicht zulässig. Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Eine Akzeptierungspflicht besteht auch dann, wenn die Antwort Ihnen vom Ergebnis nicht zusagt. Die Zufriedenheit bedeutet vielmehr, dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.






Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Freitagnachmittag!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven [email protected]

Fax.0471/140244












Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Newerla,

Leider bin ich nicht zufrieden.

1. Ich war freier Mitarbeiter
2. meine geringe Beiteiligung am Projekt war nicht nur krankheitsbedingt
3. Mein Auftraggeber stellt eine Forderung in Rechnung wegen ihm entgangener Gewinne.

Ich bitte Sie darauf einzugehen.

Danke XXXXX XXXXX
Experte:  Lydia Rehbein hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

worüber ist eine mündliche Vereinbarung getroffen worden? Über die freie Mitarbeit, den entgangenen Gewinn oder???


Mit freundlichem Gruß

RAin Rehbein
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo Frau Rehbein,

Danke für Ihre Antwort. Die mündliche Vereinbarung wurde lediglich über die freie Mitarbeit getroffen, den Studenlohn (die gearbeiteten Studen musste ich als Pauschalbetrag angeben, obwohl keine Pauschalbeträge vereinbart waren) und einen Bonus, der nie ausgezahlt wurde (Auftraggeber hat eine Flasche Wein angeboten, was ich lächerlich fand). In eine E-Mail, die ich gestern vom AG erhalten habe, wird behauptet, es seien 300 Stunden vereinbart worden, was so nicht stimmt, da wir immer von Wochenstunden sprachen. Darüber hinaus, hat er vorgerechnet, wie sich der Betrag von ca. 2500 Euro (meine Rechnung vom 106 Euro kam hier bereits zum Abzug) zusammensetzt und zwar aus meinem durchscnittlichen Erfolg: Stundensätze + Leads (vereinbarte Termine für den Key Account Manager) + Opportunities (potentielle Projekte).

Hoffe, Sie können weiterhelfen. Danke

Mit besten Grüßen
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,
sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Wer einen Anspruch geltend machen will, muss das Vorliegen der Anspruchsvorsussetzungen beweisen.

Wenn in Ihren Vertrag vereinbart war, dass Sie bis zu 15 Stunden arbeiten sollten, dann ist es Ihnen anch dem Vertrag auch gestattet daraunter zu bleiben.
Wenn Ihr Arbeitgeber behauptet, es wären 300 Stunden mündlich vereinbart gewesen muss er dies beweisen.

Nach § 2 Nachweisgesetz muss ein Arbeitgeber die vereinbarte Stundenzhal schriftluch niederlegen. Tut er dies nicht , kehrt sich die Beweislast zugunsten des Arbeitgebers um.


Sollte Ihre Frage hiermit beantwortet sein , bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort. Erst mit Ihrer Akzeptierung wird die von Ihnen geleistete Anzahlung zum Zwecke des Ausgleichs der hier entstandenen Gebühren verwendet.

Just Answer ist kein kostenfreies Forum. Dies ist schon aus standesrechtlichen Gründen nicht möglich. Insoweit wird auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Bedingung, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung und eine rasche Akzeptierung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Eine Vertragsstrafe oder eine sonstige Schadensersatzforderung kann sich daraus dann nicht begründen.

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie keine Fragen mehr haben, würde ich darum bitten, meine Antwort entsprechend den allgemeinen Geschäftsbedingungen von just answer zu azeptieren.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo Frau Schiessl,

Danke für die Antwort.

Es gibt keinen Arbeitsvertrag; es gab lediglich mündliche Vereinbarungen bezüglich des Stundenlohns und Wochenstunden. Kann ich also guten Gewissens, die Zahlung des ihm entfallenen Gewinns verweigern und darauf bestehen, dass der Auftraggeber den offenen Betrag von 106 Euro ausgleicht?
Danke XXXXX XXXXX für Ihre Bemühung.

Mit besten Grüßen
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

ich würde Ihnen auf keinen Fall raten, hier irgendetwas zu bezahlen. Wenn nicht beweisbar vereinbart ist, dass Sie verpflichtet sind, eine Mindestanzahl an Studen zu erbringen oder aber das Projekt fertigzustellen, sind Sie auf der sicheren Seite.

Für die Zeit, die Sie gearbeitet haben, steht Ihnen natürlich Ihr Gehalt zu.

Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
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Claudia Schiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.

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