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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22854
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

hallo ich habe ein motorrad verkauft f r 900 euro,im kaufvertrag

Kundenfrage

hallo
ich habe ein motorrad verkauft für 900 euro,im kaufvertrag stand nichts von garantie oder gewährleistung.nachdem er es abholte fuhr er etwa 5 km mit dem motorrad und diese ging dann aus.ich holte sie mit einem hänger ab und stellte fest das etwas im motor klapperte,dies war jedoch bei der abholung nicht der fall.er verlangt sein geld zurück .KANN ER DAS VERLANGEN bzw welche rechte habe ich .
MFG
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich auf der Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt Stellung nehme.

Grundsätzlich ist bei´einem Verkauf von Privat zu Privat ein Ausschluss auch der gesetzlichen Mangelgewährleistungsansprüche (§§ 434 ff BGB) möglich. Allerdings muss dies dann auch ausdrücklich vertraglich vereinbart werden. Fehlt im Kaufvertrag eine entsprechende Ausschlussklausel, stehen dem Käufer die Mangelgewährleistungsrechte zu. Da Sie Ihre mögliche Gewährleistungshaftung nicht explizit vertraglich ausgeschlossen haben, kann sich Ihr Käufer im Grundsatz auf mögliche daraus ableitbare Recht berufen.

Dagegen kann der Käufer sich auf eine Garantiehaftung nur berufen, wenn eine solche zusätzlich im Vertrag vereinbart worden wäre. Das ist hier nicht der Fall.

Ist die verkaufte Sache bei ihrer Übergabe mit einem Sachmangel behaftet, kann der Käufer unter anderem auch vom Vertrag zurücktreten (§ 437 BGB) und den geleisteten Kaufpreis zurückverlangen. Bei der Übergabe des Motorrads lag nach Ihren Angaben kein Sachmangel vor. Mit Übergabe der Sache ist dann aber das Risiko, dass ein solcher Mangel später auftreten kann, auf den Käufer übergegangen (§ 446 BGB).

Denn es ist natürlich nicht auszuschließen, dass der nunmehr geltend gemachte Mangel auf eine unsachgemäße Handhabung oder sonstige Umstände zurückzuführen ist, die Ihnen jedenfalls nicht anzulasten sind. Immerhin hat der Käufer mit dem Motorrad bereits fünf Kilometer zurückgelegt.

Etwas anderes würde nur gelten, wenn Sie gewerblicher Verkäufer sind. Dann kommt dem Käufer die Beweislastumkehr aus § 476 BGB zugute. Nach dieser Regelung wird zugunsten des Käufers stets vermutet, dass der Sachmangel bereits bei Übergabe vorlag, wenn er sich innerhalb der ersten sechs Monate seit Vertragsschluss zeigt.

Nach der Übergabe des Motorrads ist daher grundsätzlich der Käufer verpflichtet, darzulegen und notfalls auch unter Beweis zu stellen, dass der Sachmangel bereits bei Vertragsschluss und Übergabe des Motorrads vorlag. Sollte ihm dieser Nachweis gelingen, kann er von den oben bereits bezeichneten Rechten Gebrauch machen und Kaufpreisrückzahlung verlangen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben. Fragen Sie bei Unklarheiten gerne nach. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich Sie höflichst bitten, die Auskunft zu akzeptieren.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

Eine kostenlose Rechtsberatung ist nicht Gegenstand dieser Internetpräsenz. Sie ist nach zwingendem Recht zudem auch nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)