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Dirk Bettinger
Dirk Bettinger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 742
Erfahrung:  Fachanwalt für Strafrecht
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Dirk Bettinger ist jetzt online.

wir stehen in scheidund und habe seit 1994 ein g terlichen

Kundenfrage

wir stehen in scheidund und habe seit 1994 ein güterlichen ehe-trennungsvertrag, haben aber 2000 ein grundstück gekauft zusammen da die bank es so wollte und ein haus gebaut, die raten gehen zu je die hälft, aber meine ex hat bis heute nie bezahlt aber sie hätte es können da sie arbeitet - hat lieber das geld für sich ausgeben - wieviel recht hat sie am haus - habe bisher 186.000.- euro bezahlt und 140.000.- euro sind noch offen und sie möchte 60.000 euro haben - geht das mit rechten dingen zu ???

mit freundlichen grüssen

l.irrling
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Dirk Bettinger hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller, sehr geehrte Fragestellerin,

ich weise darauf hin, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB von JustAnswer gelesen und zur Kenntnis genommen, daher setze ich voraus, dass Sie eine angemessene Vergütung für die Beantwortung durch Akzeptieren leisten.

Dies vorausgeschickt, beantworte ich gerne Ihre Frage:

 

  1. In diesem Falle geht das Gesetz davon aus, dass zwischen den Ehegatten entweder eine Gesellschaft oder eine Bruchteilsgemeinschaft besteht. Die Verteilung des Hauses erfolgt dann nach § 741 ff BGB. Das Gesetz sieht vor, dass das Gemeinschaftseigentum in solchen Fällen vorrangig "in Natur" zu teilen ist, § 752 BGB. Eine solche Teilung kommt natürlich nur infrage, wenn sie überhaupt realistisch möglich ist (z.B. bei einem Wertpapier-Depot oder bei gemeinsamem Bargeldvermögen). Bei Grundstücken oder Häusern dürfte eine Teilung in Natur in aller Regel nicht möglich. In diesem Falle sieht das Gesetz in § 753 Abs. I BGB den Verkauf, und zwar im Wege der Zwangsversteigerung, § 180 ZVG, vor. Im Rahmen der Zwangsversteigerung kann jeder der Ehegatten mitbieten und dadurch versuchen, das Haus für sich selbst zu erwerben. Im Anschluss an die Versteigerung wird dann der Versteigerungserlös aufgeteilt.
    Dieses Verfahren ist recht unerquicklich. Es hat insbesondere zur Folge, dass im Wege der Zwangsversteigerung sich Dritte durch Mitbieten einmischen können. Es dürfte daher jedenfalls angesagt sein, sich in solchen Fällen gütlich zu einigen (einer behält das Haus und zahlt den anderen aus; ist das nicht möglich, einigt man sich auf einen Verkauf ohne Zwangsversteigerung über einen zuverlässigen Makler).
  2. In solchen Fällen regelt die Rechtsprechung, dass trotz bestehender Gütertrennung hier ein Vermögensausgleich nach den Regeln über den Wegfall der Geschäftsgrundlage oder nach Regeln von Treu und Glauben zu erfolgen hat. Allgemeine Grundsätze gibt es hierfür jedoch nicht. Wer im Vertrauen auf eine friedvolle Zukunft trotz bestehenden Gütertrennungsvertrages dem anderen Ehegatten erhebliche Vermögenswerte überlässt, der hat es generell schwer, im Rahmen der Scheidung noch irgendwelche Ansprüche durchzusetzen. Jeder Einzelfall ist anders - und Sie sollten Ihren Fall jedenfalls gründlich mit einem Fachmann durchsprechen.

Daher ist der Vorschlag Ihrer Noch Frau jedenfalls nicht von Anfang an von der Hand zu weisen. Hier kommt es jedenfalls aber noch auf eine Vielzahl von Einzelheiten an, insbesondere der Einzelberechnung. Dies sollten Sie daher sehr intensiv mit Ihrem Anwalt besprechen. Es kommt ja auch darauf an, ob Sie das Haus überhaupt alleine behalten wollen.

 

 

Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren. Bei Nachfragen nutzen Sie bitte diese Option.

Abschließend bitte ich Sie, folgendes zu beachten: JustAnswer kann und will eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen. Zu einer umfassenden persönlichen Beratung gehört, dass Mandant und Rechtsanwalt gemeinsam alle relevanten Informationen erarbeiten. Das kann diese Plattform nicht leisten. Hier soll nur eine erste Einschätzung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts gegeben werden. Es kann sich sogar eine ganz andere rechtliche Beurteilung ergeben, wenn Informationen - bewusst oder unbewusst - hinzugefügt oder weggelassen werden.

Mit freundlichen Grüßen

RA und

Fachanwalt für Strafrecht

Dirk Bettinger

Adenauerallee 23

53111 Bonn

Tel.: 0228/8503479-0

Fax: 0228/8503479-1

http:[email protected]/

http://www.rechtsanwalt-bettinger.de/

 

Experte:  Dirk Bettinger hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller, sehr geehrte Fragestellerin,

 

bitte akzeptieren Sie noch meine Antwort und wenn Sie eine positive Bewertung vornehmen freue ich mich
Falls SIe noch Nachfragen haben, nutzen Sie doch bitte die Option. Vielen Dank.

 

Mit freundlichen Grüßen

RA und

Fachanwalt für Strafrecht

Dirk Bettinger

Adenauerallee 23

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Fax: 0228/8503479-1

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http://www.rechtsanwalt-bettinger.de/

 



Verändert von Dirk Bettinger am 23.08.2010 um 08:05 Uhr EST

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