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Simone Günther
Simone Günther, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 248
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwältin
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Simone Günther ist jetzt online.

Guten Tag K nnen Sie mir bitte weiterhelfen Ich suche

Kundenfrage

Guten Tag

Können Sie mir bitte weiterhelfen???

Ich suche verzweifelt nach einem Paragraphen, der mir die Rechtsgrundlage zu meinem Problem erklärt.
Könnten Sie mir bitte dabei behilflich sein?

Aufgrund der Schwersterkrankung meiner Mutter musste ich meinen derzeitigen Arbeitsplatz kündigen und werde von Bayern nach Mecklenburg ziehen um dort meine Mutter zu pflegen.

Kündigungsfrist ist 1 Monat zum Monatsende. Dies ist auch alles offiziell geschehen und von seitens der Einrichtung angenommen worden.

Ich arbeite nach Dienstplan in einem Pflegeheim für MS-Patienten, das durch den TVöD geregelt wird.
Da wir durch feste Arbeitszeiten im Schichtsystem gar nicht die Möglichkeit haben auf die Wochenstunden zu kommen, haben sich 29 Minusstunden angesammelt.
Nun will der Arbeitgeber diese mit meinem Resturlaub verrechnen. Darf er das denn?

Wir, die Mitarbeiter haben schon des öfteren um eine Veränderung der Arbeitszeiten gebeten, damit sich so nicht noch mehr Minusstunden ansammeln. Dies ist aber durch die Klinikleitung bisher nicht berücksichtigt worden.

Können Sie mir bitte sagen, wo ich hierzu etwas nachlesen kann, bzw. wie der Gesetzgeber dies regelt?


Für eine kurze Mitteilung wäre ich wirklich sehr dankbar.



Mit freundlichen Grüßen

Linda Günther
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Simone Günther hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Frau Günther,

Ihre Anfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Eine Verrechnung der Minusstunden mit Ihren Urlaubsansprüchen ist unzulässig. Die aufgelaufenen Minusstunden beruhen alleine darauf, dass Ihr Arbeitgeber Sie offensichtlich nicht während der gesamten Arbeitszeit beschäftigen konnte. Dieses Risiko hat alleine Ihr Arbeitgeber zu tragen. Er kann daher ohne eine entsprechende Absprache mit Ihnen nicht verlangen, dass Sie die eventuellen Minusstunden nachholen. Etwas anderes gilt nur dann, wenn es entweder eine Betriebsvereinbarung mit einer entsprechenden flexiblen Arbeitszeit gibt oder wenn Sie mit dem Arbeitgeber eine derartige flexible Arbeitszeit ausdrücklich vereinbart haben. Sollte es eine derartige Vereinbarung geben, dann müssen die Minusstunden von Ihnen tatsächlich zu einem späteren Zeitpunkt nachgearbeitet werden. Eine Verrechnung mit Urlaubsansprüchen kommt allerdings nicht gegen Ihren Willen in Betracht. Von daher steht Ihnen weiterhin der volle Urlaubsanspruch zur Verfügung.

Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass eine kostenlose Rechtsberatung in Deutschland nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemessene Vergütung für die obenstehende Beantwortung durch das Akzeptieren meiner Antwort zu bezahlen. Darüber hinaus weise ich Sie darauf hin, dass meine Antwort ausschließlich der ersten rechtlichen Orientierung dient und keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates bei einem Rechtsanwalt vor Ort ersetzen kann, da diese Plattform ausschließlich dazu dient, eine erste Einschätzung in Form einer allgemeinen Antwort zu geben.

Mit freundlichen Grüßen
Simone Günther
Rechtsanwältin

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Frau Günther,

und darf in dem Fall dann der Arbeitgeber die Minusstunden von meiner Endabrechnung abziehen?

Vielen Dank
Linda Günther
Experte:  Simone Günther hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ein Arbeitnehmer ist nur dann zum Ausgleich der aufgelaufenen Minusstunden durch beispielsweise Gehaltsverzicht verpflichtet, wenn er die Minusstunden zu verantworten hat.

Wenn die Minusstunden alleine darauf beruhen, dass das Unternehmen keine Aufträge hatte und der Arbeitnehmer somit nicht beschäftigt werden konnte, kann vom Arbeitnehmer nicht erwartet werden, dass dieser in irgendeiner Form die Minusstunden ausgleicht. Sie sind daher lediglich verpflichtet, Ihre Arbeitskraft bis zum Ende des Arbeitsvertages anzubieten.

 

Ich darf Sie abschließend höflichst bitten, meine Antworten zu akzeptieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

Simone Günther

Rechtsanwältin

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