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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22049
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

meine frage ist ,dass mein sohn nach 5 jahren aufenthalt bei

Kundenfrage

meine frage ist ,dass mein sohn nach 5 jahren aufenthalt bei seinem vater und seiner lebensgefährtin psychisch krank vom vater nachts rausgeworfen worden ist.zur erkrankung ist es gekommen wie der psychiater später feststellte durch psychische und verbale misshandlungen seitens der lebensgefährtin und der vater stillschweigend zusah.......das jugenamt will mal nett einen kaffee trinken mit den beiden....die therapiekosten trage ich...ganz klar.....ausserdem kommt es immer wieder zu beleidigungen und verleugnungen seitens beider in bezug auf die kinder meiner erziehung und am arbeitsplatz......was kann ich tun????????gruss l-streyer
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Frau Streyer,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich auf der Grundlage Ihrer Angaben wie folgt Stellung nehme.

Vor dem Hintergrund der von Ihnen geschilderten Tatsachen erscheint es zum Wohle Ihres Sohnes dringend geboten, familiengerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Die beschriebene Situation lässt befürchten, dass Ihr Sohn unter seiner gegenwärtigen Lebenssituation nicht nur erheblich leidet, sondern vermutlich bereits nachhaltige Schädigungen davongetragen hat. In Anbetracht der abwartenden bis zögerlichen Haltung des Kindsvaters und des offenkundig überaus komplizierten Verhältnisses seiner Lebenspartnerin zu Ihrem Sohn sind auch weitere schwere Beeinträchtigungen des Kindeswohls zu erwarten. Davon dürfte ja auch unter Zugrundelegung der fachäztlichen Diagnose des Psychiaters auszugehen sein. Im Grunde sollten diese Umstände für das Jugendamt Anlass genug sein, Schutzmaßnahmen zugunsten Ihres Sohnes zu treffen, und das Zuwarten der zuständigen Sachbearbeiter ist vor dem Hintergrund der anhaltenden Kindeswohlgefährdung nicht nachvollziehbar.

Zur raschen Wiederherstellung eines dem Kindeswohl entsprechenden Lebensumfelds empfiehlt sich angesichts der Gesamtumstände daher die Anrufung des Familiengerichts. Sie könnten diesbezüglich einen Antrag bei Gericht auf Erteilung des alleinigen Sorgerechts für Ihren Sohn stellen. Für einen solchen Antrag bestehen in Anbetracht der Schwere der Kindeswohlgefährdung durchaus gute Erfolgsaussichten.

Zudem dürften nach Ihren Angaben die Voraussetzungen des § 1666 BGB anzunehmen sein, da das körperliche, geistige und seelische Wohl Ihres Kindes in seinem derzeitigen Lebenskontext akut und anhaltend gefährdet ist. Kommt das Gericht zu einer ähnlichen Einschätzung der Sachlage, kann es zum Schutze Ihres Sohnes entsprechende gerichtliche Maßnahmen anordnen. So kann im Rahmen des § 1666 BGB das Gericht anordnen, dass Ihr Sohn bei Ihnen oder - falls dies nicht möglich sein sollte - in einer Betreuungseinrichtung unterzubringen ist. Auch ohne einen entsprechenden Antrag Ihrerseits kann das Gericht darüber hinaus, dem Vater die elterliche Sorge entziehen und Ihnen allein das Sorgerecht übertragen.

Ich empfehle Ihnen dringend, einen auf Familienrecht spezialisierten Rechtsanwalt vor Ort aufzusuchen, der Ihnen bei der gerichtlichen Durchsetzung vorbezeichneter Schutzansprüche Ihres Sohnes fachkundige Hilfe leisten wird.

Ich hoffe, Ihnen vorerst weitergeholfen zu haben. Fragen Sie bei Unklarheiten gerne nach.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

ich darf höflichst an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

Eine kostenlose Rechtsberatung ist nicht Gegenstand dieser Internetpräsenz. Sie ist nach zwingendem Recht zudem auch nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

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