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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

meine frau und ich wollen uns trennen ,haben 3 kinder wovon

Kundenfrage

meine frau und ich wollen uns trennen ,haben 3 kinder wovon die 14 jährige mit mir geht
die anderen beiden (2 und 9 jahre) bleiben wahrscheinlich bei meiner frau
jetzt geht es darum wieviel unterhalt ich für die drei zahlen muß
mein einkommen beträgt 1950 euro netto meine frau hat ein einkommen von 160 euro
mfg ullmann
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 6 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Frage, zu der ich gerne aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung informatorisch Auskunft gebe wie folgt.

Im Falle einer Trennung sind Ehegattenunterhalt und Kindesunterhalt zu zahlen. Bei der Berechung ist vom bereinigten Nettoeinkommen auszugehen, d.h. es werden von den 1950 € und 160 € jeweils 5% als berufsbedingte Aufwendungen pauschal abgezogen, so dass für Sie 1.852,50 € und für Ihre Frau 152 € verbleiben.

Für das zweijährige Kind ergibt sich gemäß der Düsseldorfer Tabelle ein Bedarf von 333 € abzüglich des hälftigen Kindegeldes von 92 € = 241 €.

Für das neunjährige Kind ergibt sich ein Bedarf 383 €, was abzüglich hälftigem Kindergeld 291 € ergibt.

Dies ergibt insgesamt einen von Ihnen zu zahlenden Kindesunterhalt von 532 €. Es bleibt also noch ein Einkommen von 1.320,50 €, denn der Kindesunterhalt ist für die Berechnung des Ehegattenunterhaltes vom bereinigten Einkommen abzuziehen.

Von diesem verbleibenden Einkommen ist der Unterhalt Ihrer Frau zu berechnen. Dieser beträgt grundsätzlich 3/7 der Differenz der Einkommen, also 1.320,50 - 152 = 1.168,50 * 3/7 = ca. 500 €. Es blieben Ihnen also noch 820,50 €.

Ihr Selbstbehalt beträgt aber 900 € , sodass sich eine andere Berechnung des Ehegattenunterhaltes ergibt, da der Kindesunterhalt vorrangig ist.

Gegenüber Ihrer Frau ist der Selbstbehalt 1.000.-€. Deshalb müssen Sie anstatt der oben zunächst berechneten 500 € Ehegattenunterhalt nur die Differenz zu diesem Betrag, also 1.320,50 - 1.000 = 320,50 € Ehegattenunterhalt zahlen.

Es ergibt sich also insgesamt ein Unterhaltsbetrag von 852,50 € ( 241 + 291 + 320,50) monatlich.

Zwar müsste Ihre Ehefrau für das bei Ihnen verbleibende Kind Barunterhalt zahlen. Das Einkommen Ihrer Frau liegt aber Unterhalb des Selbstbehaltes, sodass Sie nicht zahlen muss.

Verändert von RA Krueger am 18.08.2010 um 17:13 Uhr EST
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.

Der Unterhalt für das dritte Kind ist bei der obigen Antwort des Kollegen Krüger ungeklärt geblieben. Der Kindesvater kommt aufgrund seines Einkommens dafür auf. Dies ist beim Ehegattenunterhalt zu berücksichtigen. Die Ehefrau ist nachrangig.

Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 6 Jahren.

Danke für die Hilfe Herr Kollege.

Legen Sie doch bitte dar, wie das dritte Kind zu berücksichtigen ist.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Kollege,
sehr geehrter Fragesteller,

die Berechnung des unterhaltsrechtlich relevanten Einkommens hat der Kollege aufgrund des Sachverhalts vollkommen richtig vorgenommen.

Da Sie allerdings 3 Kindern gegenüber zum Unterhalt verpflichtet sind und im Rahmen der diesjährigen Anpassung der Düsseldorfer Tabelle mit erheblicher Tabellenerhöhung der Selbstbehalt nicht angepasst wurde, ist eine Herabstufung um eine Stufe in der Einkommensgruppe der Düsseldorfer Tabelle gerechtfertigt, da diese nur noch von 2 Unterhaltsberechtigten ausgeht.
Damit haben Sie für alle Kinder zunächst vorrangig den Kindesunterhalt zu bedienen.

Für Ihr 2jähriges Kind ergibt sich ein Zahlbetrag in Höhe von 225,00 € (Kindergeldanrechnung hat schon Berücksichtigung gefunden)
Für das 9jährige Kind ein Unterhaltsanspruch in Höhe von 272,00 € (Zahlbetrag Kindergeldanrechnung hat Berücksichtigung gefunden).

Damit müssen Sie Ihrer Ehefrau für die beiden Kinder 497,00 € Unterhalt bezahlen.

Da Ihre Ehefrau aufgrund des eigenen Einkommens nicht in der Lage ist, den Unterhalt für das 14jährige Kind zu bezahlen wird dies im Rahmen des Ehegattenunterhalt berücksichtigt, da Sie für dieses Kind Betreuungs- und Barunterhalt leisten müssen. der Unterhaltsanspruch dieses Kindes (auch Zahlbetrag) beträgt 334,00 €.

Von dem zuvor errechneten bereinigten Nettoeinkommen in Höhe von 1.852,00 € werden dann alle Kindesunterhaltsansprüche in Höhe von 831,00 € in Abzug gebracht.

Ihr Selbstbehalt Ihrer Ehefrau gegenüber beträgt 1000 €, so dass lediglich eine Leistungsfähigkeit für Ehegatten bzw. Trennungsunterhalt in Höhe von 21,00 € verbliebe. Dies ist allerdings ein Bagatellunterhalt, der so von keinem Gericht zugesprochen werden würde.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine rechtliche Orientierung verschaffen. Diese Unterhaltsberechnung ersetzt allerdings nicht die Berechnung eines Kollegen vor Ort, da diesseits nicht abgeschätzt werden kann, ob das durchschnittliche Nettoeinkommen von Ihnen richtig angegeben wurde, da hier auch ggf. Zulagen, Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld und eine Steuererstattung noch einfließen müssen.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung: seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
Tobias Rösemeier und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
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