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RA Schröter
RA Schröter, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7716
Erfahrung:  12 Jahre Erfahrung als Rechtsanwalt
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RA Schröter ist jetzt online.

bin in privatinsolvenz. habe jetzt einen Mahnbescheid bekommen

Kundenfrage

bin in privatinsolvenz. habe jetzt einen Mahnbescheid bekommen über einen nicht weitergezahlten und geplatzten handyvetrag. der vetrag wurde im juni 2009 geschlossen. die privatinsolvenz begann im dezember 2009. kann ich diese schulden in die privatinsolvenz noch aufnehmen lassen.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender ,




vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage, die ich sehr gerne wie folgt beantworten möchte:



Grundsätzlich ist es so, dass ein Insolvenzgläubiger gemäß Paragraph 89 der Insolvenzordnung Während des laufenden Insolvenzverfahrens nicht vollstrecken kann gegen Sie persönlich und zusätzlich nach Ablauf des Insolvenzverfahrens die so genannte Restschuldbefreiung greift und sie dann von diesen Schulden befreit sein.



Voraussetzung ist aber, dass sie diese Forderung auch in die Insolvenztabelle aufgenommen haben und gegebenenfalls entschuldbar angeschrieben haben. Sofern dieses nicht der Fall ist, kann der Schuldner grundsätzlich leider nicht mehr nachträglich aufgenommen werden, so dass bezüglich der nicht angemeldeten Forderung auch keine Restschuldbefreiung erteilt werden kann und auch nach durchlaufen des Insolvenzverfahrens noch vollstreckt werden könnte.



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.





Eine kostenlose Rechtsberatung ist zum einen von dieser Plattform nicht beabsichtigt und zum anderen nach deutschem Berufsrecht grundsätzlich nicht zulässig. Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Eine Akzeptierungspflicht besteht auch dann, wenn die Antwort Ihnen vom Ergebnis nicht zusagt. Die Zufriedenheit bedeutet vielmehr, dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.






Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochnachmittag!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven [email protected]
Tel. 0471/140241
Fax.0471/140244




Experte:  hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf zu den Ausführungen des Kollegen ergänzen, dass maßgebend ist, wann die Forderung enstanden bzw. der Vertrag geschlossen wurde.

Wurde der Vertrag vor der Insolvenzeröffnung geschlossen und war die Forderung auch vor Insolvenzeröffnung fällig, ist der Gläubiger gehalten seine Forderung gegebüber dem Insolvenzverwalter anzumelden. Dies kann auch nachträglich erfolgen. Auch wenn der Gläubiger von Ihnen nicht benannt wurde, hat dieser die Möglichkeit Kenntnis von dem Insolvenzverfahren über die öffentliche Bekanntmachung zu erlangen. Erst wenn die Forderung nach Insolvenzeröffnung fällig wurde, handelt es sich nicht um eine Insolvenzforderung, die auch ohne Beschränkung tituliert und vollstreckt werden kann.

Legen Sie gegen den Mahnbescheid Widerspruch ein und verweisen Sie auf das laufende Insolvenzverfahren unter Angabe des Aktenzeichens und der Anschrift des Insolvenzverwalters.

Viele Grüße
RA Schröter, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7716
Erfahrung: 12 Jahre Erfahrung als Rechtsanwalt
RA Schröter und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Der Vertrag wurde vor der insolvenzeröffnung geschlossen. Geplatzt ist er jedoch nach der insolvenzeröffnung. Ich habe gegen den mahnbescheid widerspruh eingelegt. Was passiert jetzt? Kann mein insolvenzverfahren jetzt platzen. Befinde mich in der Wohlverhaltensphase.
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 6 Jahren.
Grundsätzlich sind solche Verträge gegenüber dem Insolvenzver walter anzugeben, der dann nach § 103 InsO entscheidet, ob er den Vertrag fortführt oder nicht bzw. gegenüber dem Netzberteiber mitteilt, dass er eine Haftung ausschließt. Der Insolvenzverwalter wird den Vertrag aus der Insolvenzmasse freigeben.

Da Sie sich in der Wohlverhaltensperiode befinden ist das Insolvenzverfahren bereits abgeschlossen.

Insoweit haften Sie für fortgeführte Verträge weiterhin persönlich außerhalb des Insolvenzverfahrens. Sie sollten daher eine Regulierung der offen Forderung anstreben und den Insolvenzverwalter informieren.

Viele Grüße

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