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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 21562
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Meine 20 j hrige Tochter f ng im September ein Studium an und

Kundenfrage

Meine 20 jährige Tochter fäng im September ein Studium an und zieht dafür bei ihrer Mutter aus und wohnt dann in einer WG. Jetzt ist die Frage wieviel Unterhalt steht meiner Tochter zu. Sicherlich ist doch auch das Einkommen der Mutter zu bewerten da ich der Meinung bin das die Tochter einen Anspruch an beide Eltern hat.
Die Mutter meint das ich nur nach der Düsseldorfer Tabelle zu schauen habe und hier nach alter der Tochter und meinem Netoeinkommen.
Letzte Frage, das Kindergeld wird ebenfalls komplett an die Mutter bezahlt, wird das auch mit berücksichtigt?

Vielen Dank.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich auf der Grundlage Ihrer Angaben wie folgt Stellung nehme.

Sie liegen mit Ihrer Einschätzung vollkommen richtig, dass auch die Mutter grundsätzlich unterhaltspflichtig gegenüber Ihrer Tochter ist (§§ 1601, 1603 BGB). Dies gilt freilich nur, soweit die Mutter überhaupt leistungsfähig ist (§ 1603 Absatz 1 BGB). Hinsichtlich der exakten Höhe der in Betracht kommenden Unterhaltsbeträge können diesseits keine Aussagen getroffen werden, weil das die Kenntnis der jeweiligen Einkommensverhältnisse voraussetzt.

Grundsätzlich gilt im Übrigen, dass beide Eltern (soweit lesitungsfähig) dem volljährigen Kind gegenüber bei Aufnahme einer Erstausbildung (wie hier Studium) unterhaltsverpflichtet sind. Möchte Ihre Tochter Ausbildungsförderung beantragen, würden die Einkommen der Eltern entsprechend angerechnet.

Hinsichtlich des Kindergelds gilt Folgendes: Das Kindergeld wird zur Hälfte auf den von dem Unterhaltsverpflichteten zu zahlenden Unterhalt angerechnet. Das bedeutet, dass die Hälfte des Kindergeldes von dem zu leistenden Unterhalt der Mutter in Abzug gebracht wird. Bezugsberechtigt beim Kindergeld ist der Elternteil, in dessen Haushalt das Kind lebt. Das war bislang die Mutter.

Zu überlegen wäre aber angesichts des bevorstehenden Auszugs. ob das Kindergeld nicht künftig direkt an Ihre Tochter ausbezahlt werden sollte. Dies wäre vor allem deshalb vorteilhaft, weil das Kindergeld im Rahmen der Ausbildungsförderung einkommensunschädlich ist. Das bedeutet, dass das Kindergeld bei der Prüfung, ob Ihrer Tochter BAföG zusteht, außer Betracht bliebe und nicht als Einkommen Ihrer Tochter anspruchsmindernd herangezogen würde.

Ich hoffe, Ihnen mit vorstehenden Auskünften weitergeholfen zu haben. Fragen Sie bei Unklarheiten gerne nach.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

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