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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3791
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Ich habe von Content4U eine Rechnung erhalten. Soll 101 f r

Kundenfrage

Ich habe von Content4U eine Rechnung erhalten. Soll 101 € für einen Internetdienst bezahlen, kann mich aber nicht erinnern einen solchen in Anspruch genommen zu haben.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 7 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Frage, zu der ich gerne aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung informatorisch Auskunft gebe wie folgt.

Das von Ihnen bezeichnete Unternehmen ist bekannt für diese Abzock-Masche. Sie sind einer von vielen, die davon betroffen sind.

 

Zahlen Sie nicht. Sie haben keinen Vertrag geschlossen. Ein Vertrag wird nur geschlossen, wenn Sie wissentlich und willentlich eine auf Vertragsschließung gerichtete Willenserklärung abgeben.

 

Den angeblich geschlossenen Vertrag könnten Sie rein vorsorglich widerrufen gemäß §§ 312d, 355 BGB, wegen arglistiger Täuschung anfechten und fristlos kündigen:

 

"Ich habe keinen Vertrag mit Ihrem Unternehmen geschlossen. Ohne Anerkennung einer Rechtspflicht widerrufe ich rein vorsorglich den angeblich geschlossenen Vertrag gemäß §§ 312d, 355 BGB, fechte diesen wegen arglistiger Täuschung an und kündige fristlos. Ich bin an keiner wie auch immer gearteten Dienstleistung Ihres Unternehmens interessiert."

 

Hier finden Sie Musterschreiben, die Sie ebenfalls verwenden können, um sich von dem angeblichen Vertrag zu lösen.

Mit einem solchen Schreiben hätten Sie alles ausgeschöpft, was Sie im außergerichtlichen Bereich tun können.

 

Sie sollten die Mahnungen, die Sie erhalten, ignorieren. Auch wenn Sie von einem Inkassounternehmen angeschrieben werden sollten. Lassen Sie sich nicht einschüchtern. Gefährlich wird es erst, wenn Sie einen gerichtlichen Mahnbescheid erhalten. Erst dann müssen Sie tätig werden.

Aber erfahrungsgemäß wird das Unternehmen es nicht auf einen Gerichtsprozess ankommen lassen. Man wird weiter versuchen, Sie einzuschüchtern. Diesen Einschüchterungen können Sie aber gelassen entgegen sehen. Denn das Unternehmen muss beweisen, dass ein Vertrag zustandegekommen ist. Dieser Beweis wird schwer zu führen sein.

 

Eine Strafanzeige ist auch denkbar. Es gibt ein Urteil des AG Marburg (Az.: 91 C 981/09), das bei Abo-Fallen Betrug annimmt.

Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 7 Jahren.

Falls Sie keine Rückfragen mehr haben, bitte ich Sie daran zu denken, die Antwort zu akzeptieren. Erst dann wird der von Ihnen ausgelobte Betrag freigeschaltet werden.