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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26420
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Meine Frau m chte sich von mir trennen, wir besitzen ein Haus

Kundenfrage

Meine Frau möchte sich von mir trennen, wir besitzen ein Haus auf dem noch ca. 150.000 € Schulden lasten, Verkehrswert ca. 230.000 - 240.000 €
Bankguthaben, incl. Lebensversicherungen, Bausparvertrag ca. 70.000 €.
Jetzt hatte sie zumir gesagt ich solle ihr 70.000 € geben dann würde sie gehen.
Wie ist denn da die Gestzeslage?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Soweit Sie keinen Ehevertrag geschlossen haben und dort abweichendes geregelt haben gilt die sogenannte Zugewinngemeinschaft. Das bedeutet, Sie haben zwei getrennte Vermögensmassen:

Das Vermögen Mann und das Vermögen Frau.

Der Zugewinnausgleichsanspruch, der übrigens erst mit Rechtskraft der Scheidung entsteht untersucht folgendes:

Inwieweit hat sich das Vermögen der beiden Ehepartner während der Ehe verändert. Bei beiden Ehepartnern wird dabei das Vermögen zu Beginn der der Ehe (Heirat) und zum Ende der Ehe (Rechtshängigkeit Scheidungsantrag untersucht. Soweit das Endvermögen höher ist als das Anfangsvermögen so ist die Diffenz der sogenannte Zugewinn. Dieser Zugewinn ist zur Hälfte an den jeweiligen anderen Ehepartner auszugleichen.

Es kommt in Ihrem Fall also darauf an, wem das Haus und die sonstigen Vermögenswerte gehören.

Gehören alle Vermögenswerte beiden Ehepartnern so erfolgt zwar kein Zugewinnausgleich aber das Vermögen wird dann nach den Regeln der Gesamthandsgemeinschaft auseinandergesetzt.

Soweit die Vermögenswerte jeweils im Miteigentum stehen:

Haus: Wert: 80.000 EUR (Schulden abgezogen)
Vermögen: 70.000 EUR
Summe: 150.000 EUR
Davon Miteigentum zu 1/2 : 75.000 EUR

Soweit Ihre Frau an allen Vermögensgegenständen Miteigentum hat, kann der Vorschlag Ihrer Frau also durchaus interessant sein.Sie sollten jedoch vorher genau prüfen, auf wen das Bankguthaben, der Bausparer, die Lebensversicheurng,.. lauten. Insoweit ergibt sich dann eventuell eine Verschiebung der Anspruchshöhe.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familierecht



RASchiessl und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Wie verhält sich das dann mit den Schulden aus dem Haus, wenn ich mit beiden Kindern (Sohn 18 Jahre Schüler, Tochter 15 Jahre Schülerin) weiter darin wohne

und das Ganze übernehme ?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ich gehe davon aus, dass beide Ehepartner den Darlehensvertrag unterzeichnet haben.

Sollten Sie das Haus übernehmen, also Alleineigentümer werden, so ist davon auszugehen, dass die Bank Ihre Frau nicht aus der Mithaftung entlassen wird. In diesem Fall müssten Sie sich verpflichten, Ihre Frau von allen Ansprüchen aus dem Darlehensvertrag freizustellen. Diese Verpflichtung wirkt natürlich nur im Innenverhältnis zwischen Mann und Frau. Im Außenverhältnis kann die Bank weiterhin auf Ihre Frau als Mitdarlehensnehmer zugreifen.

Diese Freistellungsverpflichtung wird Ihnen der Notar bei der Übertragung des Miteigentumsanteils erfahrungsgemäß in den notariellen Vertrag einflechten, so dass Sie hier nicht gesondert tätig werden müssen.

Sollten Sie lediglich im Haus wohnen ohne am Eigentumsstand etwas zu ändern, so schulden Sie Ihrer Frau für Ihren Eigentumsanteil grundsätzlich eine Nutzungsentschädigung. Diese richtet sich nach der obj. Marktmiete die Sie für Ihr Haus erzielen könne. Diese Entschädigung werden Sie jedoch in der Regel mit der von Ihnen zu zahlenden Darlehensrate (Hälfteanteil Frau) verrechnen, so dass, wenn überhaupt, nur eine geringe Entschädigung an Ihre Frau zu zahlen wäre.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht

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