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Stellen Sie Ihre Frage an K. Severin.

K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 861
Erfahrung:  Steuerrecht, Zivilrecht
25551084
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
K. Severin ist jetzt online.

Hallo, mich w rde mal folgender fall interessieren A und

Kundenfrage

Hallo, mich würde mal folgender fall interessieren:

A und B waren ein paar. Nach ca. 7 Jahren trennt sich A von B. B hat A im Laufe der Beziehung immer mal Geld gegeben. Als A dem B die Schlüssel für die gemeinsame Wohnung zurück gibt, sperrt B den A in der Wohnung ein und verlangt von A einen Schuldschein. Nachdem A sich weigert diesen Schuldschein zu unterschreiben droht B dem A mit körperlicher Gewalt. Unter diesen Drohungen schreibt und unterschreibt A dem B den Schuldschein. Der Schuldschein sieht eine Zahlungsfrist von ca. 2 Jahren vor, die jetzt ablaufen.

Ist der Schuldschein überhaupt wirksam? A hat nach dem vorbezeichneten Ablauf familien Mitglieder über den Vorfall informiert. Hat A Chancen ohne Zahlung aus dem Schuldschein rauszukommen?

Für Antworten zu diesem Fallbeispiel wäre ich sehr dankbar!

Beste grüße
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller, ihre Frage beantworte ich gern wie folgt:

 

Da der Schuldschein durch A aufgrund einer widerrechtlichen Drohung durch B unterschrieben wurde, kann A die in der Unterschrift des Schuldscheins liegende Willenserklärung auf Abgabe des Schuldeingeständnisses, gemäß § 123 Abs.1 BGB gegenüber B widerrufen. Folge: Das Schuldeingeständnis und damit der Schuldschein sind unwirksam. Die Frist zur Anfechtung der Willenserklärung auf Abgabe der Schuldeingeständnisses beträgt im Falle einer widerrechtlichen Drohung gemäß § 124 Abs.1 BGB ein Jahr und beginnt gemäß § 124 Abs.2 Satz 1 BGB mit Beendigung der Zwangslage zu laufen.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und stehe Ihnen für Nachfragen gegebenenfalls gern zur Verfügung.

 

Weiter bitte ich höflich um Bezahlung meiner Rechtsberatung durch Akzeptierung meiner Antwort.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

KSRecht

Rechtsanwalt

 



Verändert von KSRecht am 18.08.2010 um 06:43 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

in meiner Frage hatte ich bereits mitgeteilt, dass das Szenario bereits über 2 Jahre her ist. Was sagt die rechtlage dazu? Muss A den Betrag zahlen?

 

B hatte A bereits um Zahlung gebeten. A hat mitgeilt, nur einen Teilbetrag zu zahlen, damit endlich ruhe einkehrt. Die von B angegebene Bankverbindung war falsch. B will jetzt den Gesamtbetrag gerichtlich einklagen. Wie stehen die chancen vor Gericht?

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für ihre Nachfrage:

 

Wenn nach Beendigung der Zwangslage bereits zwei Jahre vergangen sind, dann ist die gesetzliche Anfechtungsfrist aus § 124 Abs.2 Satz 1 BGB von einem Jahr in dem oben geschilderten Fall abgelaufen und B hat einen Anspruch auf Leistung des Gesamtbetrages aus dem Schuldschein, weil A seine Willenserklärung nicht vor Ablauf der gesetzlichen Anfechtungsfrist angefochten hat.

 

Die Erfolgsaussichten im Falle einer Leistungsklage aus dem Schuldschein auf Zahlung des Gesamtbetrages gegen A stehen für B daher nicht schlecht.

 

MfG

 

KSRecht

Rechtsanwalt



Verändert von KSRecht am 18.08.2010 um 07:34 Uhr EST
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

ich muss mich in Bezug auf meine Antwort in einem Punkt korrigieren. In der Unterschrift des Schuldscheins durch A liegt die Abgabe einer Willenserklärung, die auf die Begründung eines Schudanerkenntnisses zwischen A und B gerichtet ist, nicht ein Schuldeingeständnis des A. Ich habe den Begriff des Schuldeingeständnisses bei der Beantwortung ihrer Frage verwendet, weil dieser für den Kunden leichter verständlich ist, ich möchte aber, dass rechtstechnisch der Begriff des Schuldanerkenntnisses zur Beantwortung ihrer Frage zutreffend verwendet wurde.

 

Rechtlich ändert sich aber dadurch an der Beantwortung ihrer Fragen im übrigen nichts !

 

Wenn Sie noch Nachfragen haben sollten, können Sie diese gerne stellen.

 

Bitte vergessen Sie nicht meine Rechtsberatung durch Akzeptierung meiner Antworten zu bezahlen. Aus standesrechtlichen Gründen bin ich gehalten, Sie darauf hinzuweisen, dass eine kostenfreie Rechtsberatung in der BRD nicht erlaubt ist. Auch gehe ich davon aus, dass Sie die AGB gelesen haben und deshalb dazu bereits sind, den von Ihnen ausgelobten Betrag bei einer rechtlich zutreffenden Beantwortung ihrer Frage zu bezahlen. "Akzeptieren bei Zufriedenheit" bedeutet nicht, dass eine Zahlung nur dann erfolgen soll, wenn der Fragesteller eine für ihn erfolgversprechende Antwort erhält, sondern das bei einer rechtlich zutreffend beantworteten Frage die Antwort durch den Fragesteller durch Akzeptierung auch bezahlt wird. Dies entspricht auch dem Gebot der Fairness gegenüber den Rechtsexperten, die ihre Zeit und ihr Wissen zur Beantwortung der Fragen der Kunden einsetzen und damit Einküfte erzielen müssen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

KSRecht

Rechtsanwalt



Verändert von KSRecht am 18.08.2010 um 10:58 Uhr EST
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragsteller/in,

 

ich bitte nochmals höflich um Bezahlung meiner Rechtsberatung durch Akzeptierung meiner Antworten.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

KSRecht

Rechtsanwalt

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