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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 21364
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Wir haben eine Reinigungsfirma und hatten f r eine Pension

Kundenfrage

Wir haben eine Reinigungsfirma und hatten für eine Pension gearbeitet.
Ich hatte 2 Angestellte für diese Pension eingeteilt die sich wöchentlich
abgewechselt haben nun hat der Pensionsbesitzer eine meiner Angestellten
abgeworben, Sie aber hat Ihn sich angeboten , weil Sie glaubt mann kann
dort mehr verdienen.
Wie kann ich gegen die Angestellte ( Pensionsbesitzer ) vogehen.
Mir wurde vom Pensionsbesitzer eine längere zusammenarbeit zugesagt .
Monatlich hatten wir 2500€ Umsatz.
Mit freundlichen Grüßen S.Meves
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Meves,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich auf der Grundlage Ihrer Angaben wie folgt Stellung nehme.

Grundsätzlich besteht in unserer Rechtsordnung kein generelles Abwerbeverbot. Es entspricht der gefestigten Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts, dass ein Abwerben von Arbeitskräften etwa durch das Inaussichtstellen besserer Lohn- oder Arbeitsbedingungen oder eines besseren beruflichen Fortkommens legitim und nicht zu beanstanden ist.

Erst wenn besondere Umstände hinzutreten, kann die Abwerbung kann die Abwerbung unzulässig und damit rechtswidrig sein. Das ist zum Beispiel anzunehmen, wenn der Interessent den Arbeitnehmer unmittelbar zum Bruch des bestehenden Arbeitsvertrages auffordert oder die Abwerbung durch gezielt irreführende oder herabsetzende Äußerungen über den gegenwärtigen Arbeitgeber erfolgt.

Liegen solche besonderen Voraussetzungen dagegen nicht vor, ist eine Abwerbung zulässig, und ein Arbeitgeber darf einem Arbeitnehmer eines anderen Betriebes ohne weiteres ein Angebot auf Beschäftigung unterbreiten.

Vor diesem Hintergrund ist in dem Verhalten Ihrer (früheren) Mitarbeitern keine Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten zu erkennen. Desgleichen sind auch keine Umstände ersichtlich, die die das Vorgehen des Pensionsbesitzers wettbewerbswidrig und damit unzulässig erscheinen ließen. Die erteilte Zusage über eine längere Zusammenarbeit allein verpflichtet diesen nicht zu entsprechender Zurückhaltung. Sein Verhalten mag moralisch befremdlich sein, ist aber rechtlich nicht zu beanstanden.

Ich bedaure außerordentlich, Ihnen keine günstigere Rechtsauskunft erteilen zu können. Fragen Sie bei Unklarheiten aber gerne nach.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

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