So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Rechtsanwalt.
Rechtsanwalt
Rechtsanwalt, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 112
Erfahrung:  Ihr Recht rund um die Immobilie
38799029
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Rechtsanwalt ist jetzt online.

Auf Telefonat hin bin ich einen Vertrag eingegangen. Aufnahme

Kundenfrage

Auf Telefonat hin bin ich einen Vertrag eingegangen. Aufnahme in das dbvz Verzeichnis.
Das 1. Telefonat traf mich unvermittelt während meiner Arbeit. Es schaffte falsche Voraussetzungen und verunsicherte mich. Kurz darauf kam ein 2. Telefonat. Da bestätigte ich mein Ja. Das wurde mit geschnitten. Die Rechnung und die Geschäftsbedingungen bekam ich jetzt zugeschickt. Ich möchte von meinem Vertrag zurücktreten.
Schaffe ich das, da rauszukommen?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

nach den von Ihnen mitgeteilten Informationen kann ich Ihnen folgende Antwort auf Ihre Frage geben. Sie kann jedoch nur als erste Einschätzung verstanden werden und ersetz auf keinen Fall eine rechtliche Beratung, da insbesondere Unterlagen in diesem Forum nicht vorgelegt werden können.

Sie haben einen Fernabsatzvertrag geschlossen, wenn Ihnen im Laufe des Gespräches deutlich mitgeteilt worden ist, dass Sie einen kostenpflichtigen Vertrag über die Aufnahme in das DBVZ-Verzeichnis schließen werden. Wenn Sie sich allerdings über den Inhalt des Vertrages getäuscht fühlen oder Ihnen gar falsche Tatsachen vorgespielt worden sind (häufig wird so getan, als läge eine Vertragsverlängerung oder eine kostenlose Aufnahme in ein Verzeichnis vor), steht Ihnen ein Anfechtungsrecht wegen arglistiger Täuschung zu.

In jedem Fall haben Sie - als Verbraucher - ein Widerrufsrecht nach § 355 BGB in Verbindung mit § 312d BGB (http://dejure.org/gesetze/BGB/355.html und http://dejure.org/gesetze/BGB/312d.html) Dieses sollten Sie in jedem Fall gegenüber dem Verlag aussprechen. Vermutlich läufen die Widerrufsfristen erst mit der Zusendung der Geschäftsbedingungen, da Ihnen diese am Telefon nicht übermittelt werden konnten.

Sie sollten daher unbedingt

1. Einen Vertragsschluss bestreiten
2. ggf. einen eventuell geschlossenen Vertrag wegen Täuschung anfechten und
3. einen eventuell geschlossenen Vertrag widerrufen
4. um Bestätigung bitten, dass kein Vertrag mehr besteht
5. Ncihts zahlen - das Geld sehen Sie nie wieder

Zur Sicherheit das Schreiben per Post, Fax und E-Mail.

Es handelt sich vermutlich um eine recht übliche Methode, mit denen Verbrauchern Geld aus der Tasche gezogen werden soll. Nach meiner Erfahrung geben solche Firmen auch sehr schnell auf, wenn ein Anwalt eingeschaltet wird. Allerdings ist es recht schwer, die Anwaltskosten zurück zu bekommen. Wenn Sie rechtsschutzversichert sind würde ich an Ihrer Stelle in jedem Fall einen Kollegen in Ihrer Nähe aussuchen.

Ich weise darauf hin, dass aus berufsrechtlicher Regelungen eine kostenlose Rechtsberatung nach deutschem Recht verboten ist. Daher haben Sie sich beim Akzeptieren der AGB dieser Plattform damit einverstanden erklärt, den ausgelobten Einsatzes zu zahlen. Eine Verpflichtung hängt nicht davon ab, ob Sie inhaltlich mit der Antwort einverstanden sind. Die gestellte Frage kann nur aufgrund der zur Verfügung gestellten Informationen beantwortet werden und soll nur einer ersten Einschätzung der Rechtslage dienen. Keinesfalls kann Sie eine umfassende Rechtsberatung ersetzen.

Ich bitte Sie daher die Antwort zu akzemptieren und damit meine für Sie aufgewendete Arbeitszeit zu honorieren. Ohne dies funktioniert ein Portal wie justanswer nicht.

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin

Dominik Schüller
Rechtsanwalt
Rechtsanwalt, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 112
Erfahrung: Ihr Recht rund um die Immobilie
Rechtsanwalt und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Ja, Sie kommen hier wieder unproblematisch raus. Dazu müssen Sie nur den Widerruf erklären und hilfsweise den Vertrag kündigen.

Die Rechnung ignorieren Sie und warten ab, was dann passiert. Sollten weitere Rechnungen und Mahnungen kommen, können Sie diese auch ignorieren und auf Ihren Widerruf verweisen.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und darf Sie bitten, meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten.

Durch die Akzeptierung wird meine Tätigkeit Ihnen gegenüber bezahlt. Dies ist insbesondere unter Berücksichtigung berufsrechtlicher Aspekte erforderlich, da eine kostenlose Rechtsberatung in Deutschland nicht erlaubt ist.

Ich danke XXXXX XXXXX und stehe für Rückfragen und eine weitergehende Beauftragung natürlich jederzeit gern zur Verfügung.

Experte:  Rechtsanwalt hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich bitte darum die Antwort zu akzeptieren.


Mit freundlichen Grüßen aus Berlin

Dominik Schüller
Rechtsanwalt