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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 21865
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

hallo mein ex freund hat die vater schaft anerkant und jetzt

Kundenfrage

hallo mein ex freund hat die vater schaft anerkant und jetzt nach 6 jahren will er das gemeinsamme sorgerecht haben kümmert sich aber seit jahren nicht ums kind nur wenn er lust hat und seit 4 wochen ist es so schlimm das wir so gut wie garnischt mehr normal reden können und das kind leidet darunter und sagt sogar mein vater liebt mich nicht und so wie kann ich unterbinden das er das gemeinsame sorgerecht bekommt er nimmt sie ja noch nicht mal am we oder geht mit ihr was unternehmen zoo spielplatz oder so nichts macht er bei in gehen freunde und alkohol vor wie sein kind
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Kundin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich auf der Grundlage Ihrer Angaben wie folgt Stellung nehme.

Will Ihr Ex-Freund das gemeinsame Sorgerecht erlangen, so wird er das nur gegen Ihren Willen erreichen können. Hierzu wird er das Familiengericht anrufen müssen, das über den Antrag entscheiden müsste. Denn grundsätzlich gilt - da Sie nie verheiratet waren -, dass das Sorgerecht für das Kind alleine Ihnen zusteht. Ein gemeinsames Sorgerecht hätte nur bei Abgabe einer entsprechenden öffentlichen Sorgeerklärung beim Jugendamt oder Notar entstehen können.

Bei der Entscheidung des Gerichts, ob Ihrem Ex-Freund das gemeinsame Sorgerecht zuzugestehen ist, steht das Kindeswohl im Vordergrund. Das Gericht wird also zu prüfen haben, ob es dem Interesse des Kindes entspricht, dass das Sorgerecht künftig Ihnen beiden zustehen soll. Zu diesem Zweck wird das Gericht das Jugendamt einschalten, welches mit Ihnen, Ihrem Ex-Freund - und je nach Alter und Reifegrad - auch mit Ihrem Kind Gesprüche führen wird. Über die Ergebnisse dieser Gespräche wird das Jugendamt das Gericht unterrichten. Das Gericht wird dann in aller Regel auf der Grundlage dieser Erkenntnisse seine Sorgerechtsentscheidung treffen.

Wenn es ich so verhält, wie Sie im Einzelnen vorgetragen haben, wird Ihr Ex-Freund keinerlei begründete Aussicht auf ein gemeinsames Sorgerecht haben, denn vor dem Hintergrund Ihrer Schilderung wäre das mit dem Kindeswohl kaum vereinbar. Er hat sich seit Jahren nicht um Ihr Kind gekümmert, obwohl Sie ihn immer wieder an seine Verantwortung für Ihr gemeinsames Kind erinnert haben. Zudem ist sein Verhältnis zu Ihnen so belastet, dassdas Kind darunter offensichtlich massiv leidet. Unter diesen Bedingungen spricht nichts dafür, dass er vor Gericht das gemeinsame Sorgerecht wird erstreiten können, denn wietere Konflikte mit Ihnen wären vorprogrammiert. Diese würden letztlich wiederum Ihr Kind zusätzlichen Belastungen aussetzen. Das Kindeswohl wird in Anbetracht dieser Gesamtumstände ein gemeinsames Sorgerecht verbieten.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben. Fragen Sie bei Unklarheiten gerne nach.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Kundin,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

Eine kostenlose Rechtsberatung ist nicht Gegenstand dieser Internetpräsenz. Sie ist nach zwingendem Recht zudem auch nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

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