So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tobias Rösemeier.
Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Vielen Dank f r Ihre schnelle Antwort. Es ergeben sich f r

Kundenfrage

Vielen Dank XXXXX XXXXX schnelle Antwort.
Es ergeben sich für mich jedoch noh Anschlußfragen:
meine Ex-Frau ist wieder verheiratet. Deren Ehemann geht Arbeit nach.
Vermutlich verdient sie mehr als die eben genannten 1100 Euro.
Wie verhält sich die Unterhaltszahlung, wenn sie z.B. 1500 Euro netto verdient?
Wie ist der Selbstbehalt geregelt, wie gesagt sie ist verheiratet und hat 2 weitere Kinder.
Vor 4 Jahren war sie mir gegenüber unterhaltspflichtig, als das Kind bei mir lebte.
Damals hat sie weniger als 1100 Euro verdient.
Wie kann ich vorgehen, wenn ich den Unterhalt neu regeln lassen will ohne direkt einen Anwalt einzuschalten?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
gerne beantworte ich Ihre weiteren Fragen.

Ihre Tochter muss zunächst den Unterhaltsanspruch selbst gegenüber beiden Elternteilen geltend machen. Insoweit hätten Sie Ihnen zur Darlegung des Unterhaltsbedarfs auch das Einkommen der Kindesmutter bekannt zu geben.

Die zwei weiteren Kinder der Kindesmutter wären, soweit sie minderjährig sind, im Unterhaltsrang der volljährigen Tochter gegenüber vorrangig, so dass sich aller Wahrscheinlichkeit nach auch bei einem höheren Einkommen keine Unterhaltsverpflichtung für die Mutter ergeben würde, da die Zahlbeträge für den Kindesunterhalt zunächst vom Einkommen der Kindesmutter in Abzug gebracht werden würden. Der Selbstbehalt gegenüber einem volljährigen Kind beträgt 1.100 €.

Sollte es eine Urkunde/Urteil/Vergleich über den Unterhalt aus der Minderjährigkeit geben, sollten Sie Ihre Tochter auffordern, diesen Titel an Sie herauszugeben, da sich durch Aufnahme des Studiums die Verhältnisse geändert haben. Alternativ fordern Sie von Ihrer Tochter eine Erklärung ab, dass Sie aus einem Unterhaltstitel keine Rechte mehr herleiten wird.
Dann müsste Ihre Tochter wiederum den Volljährigenunterhalt gegenüber Ihnen geltend machen.
Man kann durchaus das Jugendamt noch beratend in Anspruch nehmen, allerdings rate ich hiervon in der Regel ab, sicherlich kommt es auf den zuständigen Sachbearbeiter an, aber hier vor Ort habe ich mit den dortigen Berechnungen keine guten Erfahrungen gemacht.

Sie können Ihrer Tochter auch mitteilen, welchen Betrag Sie unter Berücksichitgung der hier gemachten Berechnung bereit sind, weiterhin an sie zu bezahlen. Hierfür benötigen Sie noch keinen Anwalt. Die Einschaltung eines Anwaltes empfiehlt sich allerdings dann, wenn der Unterhaltsanspruch geltend gemacht wird durch Ihre Tochter. Für ein etwaiges Verfahren vor dem Familiengericht besteht dann sowieso Anwaltszwang.
Sie sollten insbesondere beim Volljährigenunterhalt bei der Beauftragung eines Anwaltes darauf wert legen, dass er zumindest seinen Tätigkeitsschwerpunkt im Familienrecht hat, am besten ist ein Fachanwalt für Familienrecht.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Wenn noch etwas unklar ist, fragen Sie bitte nach.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Noch eine Frage:

Inwieweit wird der Ehemann meine Ex-Frau für den Unterhalt der beiden aus der Ehe hervorgegangenen Kinder berücksichtigt? Liegt der gesamte Barunterhalt bei mir?

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
leider hat mir das System Ihre Nachfrage erst jetzt angezeigt. Bei der Berücksichtigung minderjähriger Kinder geht man immer davon aus, dass der Unterhaltsbetrag laut Düsseldorfer Tabelle den gleichen Wert hat, wie die Betreuungsleistung des anderen Elternteils. Von daher wird der Unterhaltsanspruch minderjähriger Kinder immer vorher in Abzug gebracht, auch wenn die Kindesmutter in Ihrem Fall mit dem Vater der Kinder verheiratet ist.
Aufgrund der von Ihnen geschilderten Situation liegt tatsächlich der gesamte Barunterhalt bei Ihnen. Allerdings wird die Höhe des Unterhalts auch nur aus Ihrem Einkommen ermittelt und nicht aus dem beiderseitigem Einkommen der Eltern.
Mit freundlichen Grüßen