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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe z.Z. ein sehr gro es

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe z.Z. ein sehr großes Problem beim Hausverkauf mit der Ablösung des Darlehens.
Die Bank verlangte im Februar ca. 14.000€ jetzt ca. 33.000€ von Uns.
Jetzt habe ich aber erfahren, das es eine Gesetzesänderung zum 11.06.2010 gab und Verbraucher besser geschützt werden sollen.
Laut §502 BGB mWv. 30.07.2010 betrifft dieser genau die Vorfälligkeitsentschädigung.
Jetzt meine Frage: Ist dieser auf Uns anwendbar, denn danach wäre höchstens eine Entschädigung von 1% des offenen Darlehensvertrages fällig.
In Unserem Fall lief der Vertrag seit 2007 und läuft noch bis 2017. Zur Zeit sind noch rund 244.000€ offen, also dann gerade mal 2.440€.
Für eine Rückantwort wäre ich sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
A.M. Wagner
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der Beantwortung Ihrer Frage stelle ich folgendes voran:

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen in Deutschland bin ich gehalten, darauf hinzuweisen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemessene Vergütung für die untenstehende Beantwortung durch Akzeptieren zu bezahlen. Das vorangestellt möchte ich im weiteren darauf hinweisen, dass es im Rahmen dieses Mediums nur möglich ist, eine mehr oder weniger allgemeingehalte Antwort zu geben, da ich weder Einblick in Unterlagen, noch ein eingehendes Gespräch zur Sachverhaltsaufklärung führen kann. Die untenstehende Antwort dient daher der ersten rechtlichen Orientierung bzw. der Verschaffung eines angemessenen Überblicks über die rechtliche Situation und kann und soll keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates vor Ort ersetzen.


Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass § 503 BGB die Anwendung des § 502 BGB ausschließt, wenn es sich bei dem vorzeitig abzulösenden Darlehen um ein Darlehen zur Immobilienfinanzierung mit einer Sicherung im Grundbuch handelt.

Hier noch der genaue Wortlaut in der aktuellen Fassung vom 11.06.2010:

§ 503 Immobiliardarlehensverträge

(1) § 497 Abs. 2 und 3 Satz 1, 2, 4 und 5 sowie die §§ 499, 500 und 502 sind nicht anzuwenden auf Verträge, bei denen die Zurverfügungstellung des Darlehens von der Sicherung durch ein Grundpfandrecht abhängig gemacht wird und zu Bedingungen erfolgt, die für grundpfandrechtlich abgesicherte Verträge und deren Zwischenfinanzierung üblich sind; der Sicherung durch ein Grundpfandrecht steht es gleich, wenn von einer solchen Sicherung nach § 7 Abs. 3 bis 5 des Gesetzes über Bausparkassen abgesehen wird.


Es tut mir ehrlich leid, Ihnen keine positivere Antwort geben zu können. Allerdings ist es nicht nachvollziehbar, dass die Bank im Februar einen wesentlich geringeren Betrag an Vorfälligkeitsentschädigung gefordert hat. Treten Sie deswegen noch einmal in die Verhandlungen mit der Bank ein.

Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieses Mediums einen angemessenen Überblick über die rechtliche Situation verschafft zu haben.

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten. Falls Sie eine Nachfrage haben stehe ich sodann gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXX schnelle Reaktion, nur leider ist es genau der gleich Gesetzestext den ich vorliegen habe von §502 /§503 BGB.
Nur mit dem reinkopierten Text, den ich schon habe, ist mir auch nicht weiter geholfen, da durch die neue Gesetzesänderung Hauserwerber genau so schlecht dran sind, wie früher.
Denn fast bei jeder Finanzierung, ist das Haus als Grundschuld eingetragen, weil sonst würde man es ja bar bezahlen können und vorzeitige Tilgung oder Rückzahlung sind damit dann völlig sinnlos, wenn die Bank trotzdem Anspruch auf eine Entschädigung in jedem Fall hat.
Fazit: Die Bank hat immer das Recht auf seiner Seite, der Verbraucher ist wie so oft, der Angeschmierte.
Trotzdem Vielen Dank nochmal.
MFG Wagner
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Tut mir leid, dass dies so ist, aber dennoch habe ich Ihre Frage beantwortet, so dass ich um höflichst um Akzeptanz meiner Antwort bitte.

Mit freundlichen Grüßen
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

bislang haben Sie meine Antwort noch nicht akzeptiert. Ich darf Sie bitten, dies noch nachzuholen, denn erst durch die Akzeptanz wird Ihre Zahlung verbucht und Sie bezahlen mich für meine Rechtsberatung.

Eine kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland nicht zulässig und auch von dieser Plattform nicht beabsichtigt.

Wenn Sie also keine weiteren Nachfragen haben, schließen Sie Ihre Frage hier durch Akzeptanz meiner Antwort. Vielen Dank!