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Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3140
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
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Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

mein bruder und meine schw gerin wollen sich nach ber 30 Jahren

Kundenfrage

mein bruder und meine schwägerin wollen sich nach über 30 Jahren ehe scheiden lassen.
sie wohnen im Haus meiner Eltern, die leider verstorben sind.
das Haus haben mein bruder und ich geerbt.
die schwägerin verlangt von meinem bruder, dass er auszieht und während desTrennungsjahres - sowie nach der scheidung - das Haus unserer Eltern IHR überlässt. Außerdem meint sie, die Möbel, Einrichtungsgegenstände und Schmuckstücke,welche mein Bruder von meinen Eltern geerbt hat, würden ebenso IHR gehören und sie könne bei der Scheidung aussuchen, welche wertmäßige Hälfte sie selbst davon beanspruchen will. Da es sich bei dem Haus und den an meinen Bruder vererbten Gegenständen um Familienerbstücke UNSERER Familie handelt ,sind weder mein Bruder und ich einverstanden.
Hat sie trotzdem Anspruch darauf? wenn ja in welchem Maße?
über eine rechtsgültige Antwort wäre ich sehr dankbar.Langeju
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 7 Jahren.
sehr geehrter Fragesteller,

Zunächst hat die Schwägerin kein Anspruch auf die Familienerbstücke. Diese sind persönliches Vermögen ihres Bruders und stehe Ihrer Schwägerin auf keinen Fall zu. Sie gehören insbesondere wurde ja auch nicht zum Hausrat. Anders könnte dies mit Möbeln und Einrichtungsgegenständen sein, die bereits über eine längere Zeit von beiden genutzt worden sind.

Hinsichtlich des Hauses besteht grundsätzlich auch kein Wohnrecht der Schwägerin. Hier ist dringend anzuraten, eine einvernehmliche Regelung zu treffen, da es aufgrund der familienrechtlichen Vorschriften nicht sehr leicht wird, hier die Schwägerin vor die Tür zu setzen. Sofern die Schwägerin tatsächlich alleine oder auch teilweise das Haus bewohnt, könnten sie und Ihr Bruder eine Nutzungsentschädigung von der Schwägerin verlangen.

Ist eine einvernehmliche Lösung nicht möglich, müsste vor dem Familiengericht auf Ausweisung aus der ehelichen Wohnung geklagt werden.

Theoretisch ist es möglich, dass dort der Schwägerin die eheliche Wohnung zugesprochen wird, wovon ich aufgrund des vorgenannten derzeit nicht ausgehe. Sodann müsste sie eine vollständige Nutzungsentschädigung (etwa in Höhe der ortsüblichen Miete) zahlen.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
vielen dank für Ihre Antwort.

ich verstehe allerdings nicht , warum es Ihrer Meinung nach sein kann, dass das Familiengericht das Nutzungsrecht für das Haus evtl. meiner Schwägerin zusprechen könnte.
Wir-ich und meine Geschwister sind in diesem Haus aufgewachsen und hängen daran.wir möchten dort wie in den vergangenen Jahren kleine Geschwistertreffen-für ein oder 2 verlängerte Wochenenden pro Jahr durchführen. Meine Schwägerin würde uns den Zutritt verweigern. das tut sie sogar jetzt schon manchmal wenn sie wieder mal einen Familienkrach herbeiführen möchte!

Mein Bruder benutzt aus gesundheitlichen Gründen das von meinen Eltern im Garten angelegte Schwimmbad seit Jahren zweimal pro Tag. Meine Schwägerin NIE!

Die Tochter ist seit über 13 Jahren aus dem Haus. warum sollte also- im Trennungsjahr und nach der Scheidung- nicht mein Bruder die Nutzung des Hauses zugesprochen bekommen, sondern sie?
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 7 Jahren.
Dies hängt damit zusammen, dass das Familiengericht in den meisten Fällen dem Ehepartner ein Wohnrecht zuspricht, dass die größeren Schwierigkeiten hat, Wohnraum zu finden. Allerdings habe ich ja bereits ausgeführt, dass dies hier vorliegend wohl nicht wahrscheinlich ist, da die Schwägerin doch wohl in der Lage ist, hier eine Wohnung zu suchen und zudem sie auch er Nutzungsentschädigung zahlen müsste, gehen etwa auch eine Miete entspricht. Natürlich spielen auch die von Ihnen genannten Gründe des Eigentums und der Verbundenheit zu dem Haus eine gewichtige Rolle, so dass hier eher eine Ausweisung der Schwägerin durch das Gericht erfolgen würde. Ich habe nur geschrieben, dass jedoch auch eine andere Beurteilung möglich sein kann.

Sofern hier auch noch gesundheitliche Gründe geltendgemacht werden können, wäre hier die Angelegenheit relativ klar.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung.

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