So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22058
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

In meinem Arbeitsvertrag ist festgelegt das ich 50% Urlaubsgeld

Kundenfrage

In meinem Arbeitsvertrag ist festgelegt das ich 50% Urlaubsgeld bekomme.
Leider war ich im Jahr 2010 die ersten drei Monate wegen meiner Bandscheibe krankgeschrieben.Nun habe ich 500€ brutte weniger Urlaubsgeld bekommen.
Ist dies rechtens?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gern nehme ich zu Ihrer Anfrage auf der Grundage Ihrer Schilderung wie folgt Stellung.

Grundsätzlich gilt das Urlaubsgeld - wie das Weihnachtsgeld - als Sonderleistung, die der Arbeitbegeber erbringen muss, wenn er sich dazu kraft Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Arbeitsvertrag verpflichtet.

Hat sich Ihr Arbeitgeber in Ihrem Arbeitvertrag zur Erbringung dieser freiwilligen Sonderleistung verpflichtet, ist er daran auch gebunden. Eine Ausnahme würde nur dann gelten, wenn in Ihrem Arbeitsvertrag eine ausdrückliche Koppelungsvereinbarung enthalten wäre - wenn also der Anspruch auf Zahlung des Urlaubsgeldes von dem tatsächlichen Antritt des Urlaubs abhängig sein soll. Können Sie, weil Sie krank sind, den Urlaub nicht antreten, entfällt mithin auch der Anspruch auf Urlaubsgeld. Eine solche Koppelung muss im Vertrag aber eindeutig zum Ausdruck kommen.

Die Rechtsprechung hat entschieden, dass der Anspruch auf Urlaubsgeld nur dann ausscheidet, wenn diese Abhängigkeit von Urlaubsantritt und Zahlung von Urlaubsgeld unmissverständlich vertraglich vereinbart worden ist.

Nachfolgend die Leitentscheidung des Bundesarbeitsgerichts (ergangen zu einer entsprechenden tarifvertraglichen Regelung):

http://www.ra-kotz.de/urlaubsgeld2.htm

Diese Grundsätze gelten auch in Ihrem Fall einer arbeitsvertraglichen Regelung. Sollte sich daher in Ihrem Arbeitsvertrag keine entsprechende Koppelungsvereinbarung finden, haben Sie Anspruch auf Zahlung des vollen Urlaubsgeldes.

Ich hoffe, Ihnen mit vorstehenden Ausführungen behilflich gewesen zu sein. Fragen Sie bei Unklarheiten gerne nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich darf höflichst an die ausstehende Akzeptierung der eingestellten Antwort erinnern.

Sollte zusätzlicher Klärungsbedarf bestehen, machen Sie bitte von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz