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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16552
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Mein Lebensgef hrte hat Speiser hrenkrebs. Die OP ist nicht

Kundenfrage

Mein Lebensgefährte hat Speiseröhrenkrebs. Die OP ist nicht gut verlaufen. Er spürt weder Hunger noch sonstige Geschmäcker fürs Essen. Wenn er sich durchringt, würgt es ihn und er hat eine absolute Ablehnung gegen Nahrungsaufnahme. Er trinkt dann Bier. Das geht schon 2 Jahre so - aber die letzten 2 Wochen wird es extremer. Er nimmt nichts zu sich - will weder Arzt noch Krankenhaus - fällt aus Schwäche und Kreislaufbeschwerden. Ich kann ihn immer wieder auffangen, da ich ihn zur Toilette begleite. Er macht auch unter sich. Aber er will auf keinen Fall einen Arzt. Jetzt habe ich ihm die Option gemacht: Entweder alle 2 Stunden, wie die Ärzte als Grundvoraussetzung ihm empfehlen, kleinste Häppchen zu essen - oder Einweisung ins Krankenhaus. Er wurde schon künstlich ernährt - allerdings hat sich der Port durch eine Spritze entzündet und er war auf Leben und Tod. Der Port wurde entfernt, so dass eine neue OP fällig würde, um einen Port einzusetzen.
Mache ich mich strafbar, wenn ich ihn nicht ins Krankenhaus bringe - trotz seiner intensiven Ablehnung?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Es besteht auf jeden Fall die Gefahr, dass Sie sich wegen unterlassener Hilfeleistung, § 323 c STGB strafbar machen, wenn es Ihrem Lebensgefährten akut schlecht geht und Sie nichts unternehmen.
Ebenso ist es problematisch, wenn es ihm so schlecht geht, dass er nicht mehr zurechnungsfähig ist und nicht mehr klar selbst entscheiden kann.
Solange er jedoch noch seinen Willen frei und selbstbestimmt äußern kann und solnage kein akuter Notfall vorliegt, muss es ihm selbst überlassen werden, ob er ins Krankenhaus geht oder nicht.
Das Problem ist, dass Sie als Laie evtl schlecht erkennen können, wann er selbstbestimmt handelt oder nicht.
Aus diesem Grund würde ich empfehlen, eine Patientenverfügung zu errichten und bei nicht mehr gegebener Zurechnungsfähigkeit ggf. eine Betreuung einrichten zu lassen.

Just Answer ist kein kostenfreies Forum. Dies ist schon aus standesrechtlichen Gründen nicht möglich. Insoweit wird auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Prämisse, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin



Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

wenn Sie keine Fragen mehr haben, würde ich darum bitten, meine Antwort zu akzeptieren.

 

Mit freundliche Grüßen

 

 

Claudia Marie Schiessl

Rechtsanwältin

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