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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22074
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

guten tag, mein bruder hat angeblich eine straftat nach 303StGB

Kundenfrage

guten tag,
mein bruder hat angeblich eine straftat nach §303StGB begangen. ihm wird nun vorgehalten fremde sachen (4autos) beschädigt zu haben.angeblich soll er nicht bei der tat sondern auf den weg dorthin von fragwürdigen zeugen gesichtet wurden. ich gehe davon aus, dass die fahrzeuge ihre bestimmungsmäßige brauchbarkeit weiterhin besitzen, jedoch handelt es sich um erhebliche beschädigungen.ich gehe persönlich von der unschuld meines bruders aus.der tatbestand und zeugenaussagen wurden von der polizei aufgenommen.gehen wir davon aus, er sei täter.dann glaube ich, diese tat geschah nicht vorsetzlich. vielmehr sollte sie ein aufschrei sein, eine aufforderung ihn aus seinen aktuellen lebensverhältnissen zu befreien.ich denke nicht er war im zeitpunkt der tat zurechnungsfähig sondern das er unter starker legasthenie litt. nun meine frage, wie kann ich nachweisen, dass er nicht aus eigennützigen motiven gehandelt hat. wie wird seine unzurechnungsfähigkeit und eine damit verbundene strafminderung in der prozessaufnahme durch ärztliche atteste bewiesen und diese vom gesetzgeber wahrgenommen?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern auf der Grundlage Ihrer Angaben wie folgt Stellung nehme.

Zunächst einmal kennt das StGB keine fahrlässige Sachbeschädigung, vielmehr kann das Delikt nur vorsätzlich verwirklicht werden. Bei der Prüfung des Vorsatzes - also der inneren Tatbestandsverwirklichung - spielen aber Motive keinerlei Rolle. Das bedeutet, dass der von Ihnen vermutete Appell- oder Signalcharakter der Tat ("Aufschrei") nicht zu einer Verneinung des Vorsatzes führen. Solche Motive können allenfalls im Rahmen der Strafzumessung strafmildernd berücksichtigt werden.

Sollten bei Ihrem Bruder konkrete Anhaltspunkte für die Annahme sprechen, dass Gründe vorliegen, die seine Schuldfähigkeit mindern oder gar aufheben (§§ 20,21 StGB), wird das Gericht von Amts wegen eine entsprechende ärtzliche Untersuchung veranlassen. Zeigt sich dabei, dass Ihr Bruder tatsächlich nur vermindert schuldfähig ist, so wird die Strafe gemildert. Liegt Sculdunfähigkeit vor, scheidet eine Bestrafung gänzlich aus.

Ich hoffe, Ihnen mit vorstehenden Auskünften behilflich gewesen zu sein. Für etwaige Nachfragen stehe ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts,- Land- und Oberlandesgerichten)
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf höflichst an die ausstehende Akzeptierung der eingestellten Antwort erinnern.

Sollte zusätzlicher Klärungsbedarf bestehen, machen Sie bitte von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf noch einmal um Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft bitten.

Eine kostenlose Rechtsberatung ist nicht Gegenstand dieser Internetpräsenz. Sie ist nach zwingendem Recht zudem auch nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

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