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Simone Günther
Simone Günther, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 248
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwältin
35251517
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Simone Günther ist jetzt online.

Frage zu Arbeitsrecht Sehr geehrte Damen und Herren, ich

Kundenfrage

Frage zu Arbeitsrecht:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Berufsausbildung als Steuerfachangestellte in einem kleinem Steuerbüro absolviert. Nach mehrmaliger Rücksprache mit meinem Chef ( kurz vor der Abschlussprüfung ) über eine weitere Festanstellung, wurde mir immer wieder mitgeteilt, ich bräuchte mit keine Gedanken zu machen ich werde nach der Abschlussprüfung übernommen ( dies bestätigte er auch telefonisch meiner Mutter ).
Am 22.06.2010 habe ich nun erfolgreich meine Abschlussprüfung bestanden.
Mein Chef befand sich zu dieser Zeit schon im Urlaub.
Am 23.06.2010 ging ich wieder ins Büro in der Hoffnung ein Angestelltenvertrag würde vorliegen. Dies war jedoch nicht der Fall. Zu dieser Zeit befand sich jedoch ein Praktikant bei uns im Büro sodas ich meine Arbeiten an " Chefs PC " erledigen musste da kein anderer PC frei war.
Dieser PC ist durch kein Passwort oder sonstiges geschützt. Hier werden alle Dokumente gespeichert die das Büro betreffen unter anderem fand ich auch hier meinen Arbeitsvertrag ( befristet ). Daraufhin rief ich bei der Steuerberaterkammer an, ob dies rechtlich zulässig ist mit mir einen befristet Angestelltenvertrag ( zum 01.08.2010 ) zu unterzeichnen.
Diese meinte am Tage meiner bestandenen Abschlussprüfung ( 22.06.2010 ) stehe ich
in keinem weiteren Arbeitsverhältniss mehr. Es wäre mir anzuraten das Büro zu verlassen da mein Chef erst wieder am 05.07.2010 vom Urlaub zurück kommen würde. Dies habe ich auch dann getan ( mit einem Schreiben das ich an keiner weiteren Zusammenarbeit mehr interessiert bin ) um die Möglichkeit zu nutzen mir eine andere Arbeitstelle zu suchen.
Nun kam ein Schreiben von meinem früheren Chef das ich unbefugt an seinem Chef PC spioniert habe und mir Dokumente ( meinen befristet Arbeitsvertrag ) ausgedruckt habe und diesen aus seiner Kanzlei entfernt habe. Ich sollte dazu Stellung nehmen.
Meine Frage ist nun: Wie ist dies rechtlich zu sehen ?

Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Simone Günther hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage darf ich wie folgt beantorten:

Da Sie keinen Arbeitsvertrag mit Ihrem Chef am 23.06.2010 vorweisen konnten, haben Sie tatsächlich unberechtigt die Büroräume genutzt.
Insbesondere sind Sie nicht befugt gewesen, den PC Ihres Chefs zu benutzen und Dokumente auszudrucken, auch wenn diese Dokumente Sie bzw. Ihre Zukunft betreffen.

Ich rate Ihnen, dringend Kontakt zu Ihrem ehem. Chef aufzunehmen und eine einvernehmliche Lösung zu finden. Das Vertrauensverhältnis zu Ihrem ehem. Chef dürfte zwar nun zerstört sein, aber möglicherweise wird es Ihnen möglich sein, ohne weitere rechtlichen Konsequenzen aus der Angelegenheit herauszukommen. Suchen Sie das persönliche Gespräch mit Ihrem Chef und schildern Sie die Angelegenheit so, wie sie sich tatsächlich zugetragen hat.

Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass eine kostenlose Rechtsberatung in Deutschland nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemessene Vergütung für die obenstehende Beantwortung durch das Akzeptieren meiner Antwort zu bezahlen. Darüber hinaus weise ich Sie darauf hin, dass meine Antwort ausschließlich der ersten rechtlichen Orientierung dient und keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates bei einem Rechtsanwalt vor Ort ersetzen kann, da diese Plattform ausschließlich dazu dient, eine erste Einschätzung in Form einer allgemeinen Antwort zu geben.

Mit freundlichen Grüßen
Simone Günther
Rechtsanwältin

Simone Günther und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Frau Günther,

vielen Dank für die schnelle Rückantwort.
Als ich am 23.06.2010 in das Büro kam, ging ich davon aus ( wie bereits mehrmals mündlich von meinem Chef mitgeteilt ) das ich weiterhin dort arbeiten werde.
Um meine Arbeiten zu erledigen musste ich den PC meines Chefs nehmen ( dies war auch so abgesprochen ) da zu dieser Zeit kein anderer Arbeitsplatz frei war.
Das ich hier meinen befristeten Arbeitsvertrag fand war Zufall. Zwecks Absprache mit der Steuerberaterkammer habe ich das Steuerbüro verlassen und dieser dann den befristeten Arbeitsvetrag zukommen lassen. Daraufhin setzte sich die Steueberaterkammer mit meinem früheren Chef in Verbindung und teilte diesem mit das es unzulässig wäre nach der bestandenen Abschlussprüfung den Angestellten ohne Arbeitsvertrag länger zu beschäftigen.
Auch habe ich der Steuerberaterkammer mein Zeugniss zukommen lassen. Hier gibt es auch Unstimmigkeiten die nicht zulässig sind.
Welche rechtlichen Konsequenzen würden auf mich zukommen würde ich keinen Kontakt mehr zu meinem früheren Chef aufnehmen wollen ?

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Frau Günther,

vielen Dank für die schnelle Rückantwort.
Als ich am 23.06.2010 in das Büro kam, ging ich davon aus ( wie bereits mehrmals mündlich von meinem Chef mitgeteilt ) das ich weiterhin dort arbeiten werde.
Um meine Arbeiten zu erledigen musste ich den PC meines Chefs nehmen ( dies war auch so abgesprochen ) da zu dieser Zeit kein anderer Arbeitsplatz frei war.
Das ich hier meinen befristeten Arbeitsvertrag fand war Zufall. Zwecks Absprache mit der Steuerberaterkammer habe ich das Steuerbüro verlassen und dieser dann den befristeten Arbeitsvetrag zukommen lassen. Daraufhin setzte sich die Steueberaterkammer mit meinem früheren Chef in Verbindung und teilte diesem mit das es unzulässig wäre nach der bestandenen Abschlussprüfung den Angestellten ohne Arbeitsvertrag länger zu beschäftigen.
Auch habe ich der Steuerberaterkammer mein Zeugniss zukommen lassen. Hier gibt es auch Unstimmigkeiten die nicht zulässig sind.
Welche rechtlichen Konsequenzen würden auf mich zukommen würde ich keinen Kontakt mehr zu meinem früheren Chef aufnehmen wollen ?

Mit freundlichen Grüßen
Experte:  Simone Günther hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ihre Nachfrage darf ich wie folgt beantworten:

Sie sollten sich unter diesen Umständen auf den Standpunkt stellen, dass ein mündlicher Arbeitsvertrag existiert. Dies ist möglich.

Ich rate Ihnen ab, keinen Kontakt mit Ihrem Chef aufzunehmen. Sie sollten das persönliche Gespräch suchen und den Sachverhalt aus Ihrer Sicht schildern. So wird es Ihnen möglich sein, eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Anderenfalls könnten Schadensersatzforderung wegen der unbefugten Datenbanknutzung auf Sie zukommen.

Mit freundlichen Grüßen
Simone Günther
Rechtsanwältin