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RA Schröter
RA Schröter, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7691
Erfahrung:  12 Jahre Erfahrung als Rechtsanwalt
33364821
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RA Schröter ist jetzt online.

Arbeitsrecht Ist die betriebsbedingte K ndigung eines Arbeitnehmers

Kundenfrage

Arbeitsrecht:
Ist die betriebsbedingte Kündigung eines Arbeitnehmers auch dann wirksam, wenn dessen Aufgabenbereich anschließend an einen Kollegen übertragen wird, ohne dass bei der Auswahl des zu kündigenden AN soziale Erwägungen (Alter, Familienstand, Betriebszugehörigkeit etc.) stattgefunden hätten
Der AG versucht hier einen älteren und teureren AN zu entlassen und durch einen jüngeren, konstengünstigeren zu ersetzen.
Könnte der gekündigte AN im Kündigungsschutzprozess einwänden, nicht er sondern dem jüngeren Kollegen hätte gekündigt werden müssen und das er ggf, noch dessen Aufgaben hätte übernehmen können ?
Ändert sich die Beurteilung des Sachverhaltes, wenn nicht der gesamte, sonder nur der wesentliche Teil an einen Kollegen übertragen werden und der Rest an andere verteilt wird?
Bei der fraglichen Position handelt es sich um eine mittlere Führungskraft in einem Großunternehmen.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:


Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nach deutschem Recht unzulässig ist. Mit der Beantwortung Ihrer Anfrage auf dieser Plattform sind Sie zur Zahlung des von Ihnen ausgelobten Einsatzes verpflichtet. Auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers wurden Sie ausdrücklich hingewiesen und von Ihnen akzeptiert.

 

Eine betriebsbedingte Kündigung setzt einen betriebsbedingten Kündigungsgrund voraus. Ein solcher kann sich aus innerbetrieblichen Umständen (z. B. Rationalisierungsmaßnahmen, Einstellung oder Einschränkung der Produktion) oder aus außerbetrieblichen Umständen (z.B. Auftragsmangel, Umsatzrückgang) ergeben.

Eine betriebsbdingte Kündigung ist nach der Rechtsprechung des BAG aus innerbetrieblichen Gründen gerechtfertigt, wenn sich der Arbeitgeber im Unternehmensbereich zu einer organisatorischen Maßnahme entschließt, bei deren innerbetrieblicher Umsetzung das Bedürfnis für die Weiterbeschäftigung eines oder mehrerer Arbeitnehmer entfällt.

Soweit sich die Kündigung jedoch alleine darauf beschränkt eine bestimmte Person zu kündigen ist die Kündigung unwirksam.

Bei Vorliegens betrieblicher Gründe ist eine betriebsbedingte Kündigung dann sozial ungerechtfertigt, wenn der Arbeitgeber bei der Auswahl der Arbeitnehmer die Dauer der Betriebszugehörigkeit , das Lebensalter, die Unterhaltspflichten und die ggf. vorhandene Schwerbehinderung nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt hat (§ 1 Absatz 3 KSchG). Die soziale Auswahl ist zwischen Arbeitnehmern mit vergleichbaren Arbeitsplätzen und desselben Ranges vorzunehmen.


Soweit wie hier keine Sozialauswahl getroffen wird, ist die betriebsbedingte Kündigung unwirksam.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sorry, aber das sind sehr allgemeine Texbausteine, bitte schauen Sie sich meine Frage nochmals an, könnte hier eine Umgehung des Kündigungsschutzes vorliegen ?

Bei dem in Frage stehenden Aufgabenbereich handelt es sich um Tätigkeiten, die bis dato ausschließlich vom Betroffenen durchgeführt wurde. Diese Aufgaben werden auch künftig für das Unternehmen forgeführt werden, sie entfallen also nicht. Das Unternmen versucht nur wie schon dargelegt einen teueren durch einen günstigeren AN zu ersetzen (unter Vermeidung der Sozialauswahl)

 

Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 6 Jahren.
Im Rahmen einer betriebsbedingten Kündigung hat zwingend eine Sozialauswahl zu erfolgen. Wird diese nicht vorgenommen und geht der gekündigte Arbeitnehmer gegen diese Kündigung innerhalb der drei Wochenfrist dagegen vor, wird die Kündigung als unwirksam eingestuft werden.

Sollte sich zudem herausstellen, dass für den Gekündigten ein neuer Mitarbeiter eingestellt wird, wäre die Kündigung mangels Vorliegen eines betrieblichen Grundes ebenfalls unwirksam, soweit sich der Arbeitnehmer hiergegen zur Wehr setzt.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Leider immer noch wenig konkret und formelhaft, vielleicht kann man von einem solchen Dienst auch nicht mehr erwarten
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich bin mit den ursprünglich akeptiereten und bereits abgebuchten 45 Euro einberstanden, ich hatte bei der Klarstellung meiner Frage den Betrag auf insgesamt (!) 87 Euo erhöhen wollen, die Qualität der Antwort hat sich aber auch im 2. Anlauf nicht wirklich verbessert, sonderen lediglich mit anderen Worten wiederholt.....
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich versuche es nochmal sehe aber nicht warum die Antwort wenig konkret sein soll, da sich diese an der Fragstellung orientiert:

1. Ist die betriebsbedingte Kündigung eines Arbeitnehmers auch dann wirksam, wenn dessen Aufgabenbereich anschließend an einen Kollegen übertragen wird, ohne dass bei der Auswahl des zu kündigenden AN soziale Erwägungen (Alter, Familienstand, Betriebszugehörigkeit etc.) stattgefunden hätten

 

Nein die Sozialauswahl hat zwingend zu erfolgen, ansonsten ist dei Kündigung unwirksam, wenn der Arbeitnehmer hiergegen Kündigungsschutzklage erhebt.

 

2. Der AG versucht hier einen älteren und teureren AN zu entlassen und durch einen jüngeren, konstengünstigeren zu ersetzen.

 

Wenn der Ersatz durch einen externen Arbeitnehmer erfolgt, entfallen die Gründe für eine betriebsbedingte Kündigung.

 

3. Könnte der gekündigte AN im Kündigungsschutzprozess einwänden, nicht er sondern dem jüngeren Kollegen hätte gekündigt werden müssen und das er ggf, noch dessen Aufgaben hätte übernehmen können ?

 

Soweit sich bei der Sozialauswahl unter den genannten Aspekten ergibt, dass der jüngere Kollege hätte betriebsbedingte gekündigt werden müssen, kann er entsprechende Einwendungen machen. Wichtig ist, dass die Position des jüngeren Arbeitgeber vergleichbar mit dem des älteren Arbeitnehmer ist.

 

4. Ändert sich die Beurteilung des Sachverhaltes, wenn nicht der gesamte, sonder nur der wesentliche Teil an einen Kollegen übertragen werden und der Rest an andere verteilt wird?

 

Nein

 

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Die antwort ist schon besser, zu 2. ist noch zu sagen, dass der jüngere AN ein Kollege ist (allerdings niedrigeres Management Level, kein DW)

daher die Frage was bedeutet " Wichtig ist, dass die Position des jüngeren Arbeitgeber vergleichbar mit dem des älteren Arbeitnehmer ist."

Noch eine Anmerkung zum justanswer Pozess selbst. Ich hatte ursprünglich €45 ausgelobt, dann die Frage weiter präzisert und den Betrag auf insgesamt 87 erhöht. Ich möchte aber nicht 45 + 87 sondern nur einmal 87 bezahlen...

Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 6 Jahren.
Die Vergleichbarkeit folgt hier bereits daraus, dass der jüngere Mitarbeiter entsprechende Aufgaben übernehmen kann und soll.

Der Arbeitgeber kann sich nicht einer Sozialauswahl im allgemeinen oder in Bezug auf den jüngeren Mitarbeiter entziehen, in dem er eine untere Managementebene zugrunde legt und diese mit den Aufgaben des ältere Mitarbeiters betrauen will.

Bezüglich desZahlungsprozesses erscheint nur noch der Betrag von € 87,-. Der ursprüngliche Betrag von € 45,- wurde gelöscht.

Viele Grüße
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 6 Jahren.
Denken Sie bitte noch daran, die Antwort auf Ihre Frage zu akzeptieren.

Vielen Dank!
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 6 Jahren.
Gibt es Probleme?

Ich bitte um Akzeptierung der Antwort.
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 6 Jahren.
Denken Sie daran meine Antwort auf Ihre Frage zu akzeptieren.

Vielen Dank!
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 6 Jahren.
Denken SIe bitte noch daran die Antwort auf Ihre Frage zu akzeptieren.

Vielen Dank!
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 6 Jahren.
Denken Sie bitte daran die Antwort auf Ihre Frage zu akzeptieren.

Vielen Dank!
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

bislang haben Sie meine Antwort auf Ihre Frage noch nicht akzeptiert. Ich darf Sie bitten, dies umgehend nachzuholen, da erst durch die Akzeptanz Ihre Zahlung erbracht wird.

Eine kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland nicht zulässig und auch von dieser Plattform nicht beabsichtigt.

 

Wenn Sie keine Probleme oder Nachfragen haben, schließen Sie Ihre Frage durch die Akzeptanz meiner Antwort ab.

 

Vielen Dank!



Verändert von Schröter am 31.07.2010 um 13:30 Uhr EST

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