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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26842
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Eine Bankberaterin spricht ihre Kundin mit Bezug auf ihr t glich

Kundenfrage

Eine Bankberaterin spricht ihre Kundin mit Bezug auf ihr täglich veräusserbares Fondvermögen dergestalt an, dass die Bank "ein gutes Produkt an der Hand habe sie und der Kundin rate, 50% des Fonds in "Dieses Produkt)" umzuschichten. Nach einem weiteren Hinweis der Beraterin, dass die Kundin "das Geld ja im Moment sowieso nicht benötige", stimmt die Kundin zu, allerdings ohne dass eine Detail genaue Beratung über das neue Produkt erfolgt. Nach 3 Jahren hat die Kundin Finanzbedarf und stellt erst jetzt fest, dass die Hälfte ihrer Anlage in eine Sofort-Rentenversicherung gesteckt wurde und die Rente auch sofort dem ursprünglichen Fond zugeführt wird. Die andere Hälfte des Geldes ist in eine aufgeschobene Rentenversicherung gesteckt worden, die erst nach weiteren 9 Jahren mit Auszahlungen beginnen wird.
Folge: Die suggestive Unterstellung der Bankberaterin, dass die Kundin das Geld ja im Moment nicht benötige, hat sich als weitgehender mittel- und langfristiger Kapitalentzug entpuppt. Ein Zugriff auf eine größere Kapitalsumme ist durch die Art der Anlage so gut wie ausgeschlossen.
Frage: Die Kundin hat sich ohne weitere Prüfung auf die Aussage der Bankberaterin eingelassen und geglaubt, Ihr Kapital sei in einem "angemessenen Zeitraum" wieder verfügbar. Besteht Aussicht auf Erfolg, auf Rückabwicklung dieses Geschäftes zu drängen mit Hinweis auf einen Verstoß gegen § 241 (Treu und Glaube / Kundin hatte seit mehr als 10 Jahren Vertrauen zu der Bankerin) ? Liegen hier Merkmale einer Fehlberatung zu Grunde?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Die Frage ist, ob eine Anleger und objektgerechte Beratung vorliegt. Oder ob sich die bank hier schadensersatzpflichtig gemacht hat und zur Rückabwicklung verpflichtet ist.

In diesem Falle ist der Anlagehorizont von Bedeutung und hätte von der Beraterin erfragt werden müssen. Bei einer Beratung durch die Bank hätte nicht nur Ihre persönliche Risikobereitschaft erfragt werden müssen, sondern auch die beabsichtigte Anlagedauer.

Diesbezüglich sind verschiedene Vorgaben möglich. Bei der Vorgabe Altersvorsorge ist ein Anlagehorizont von 10 Jahren natürlich in Ordnung. Soweit der Kunde aber auf Anfrage die Vorgabe macht, das Geld mittel oder kurzfristig zu brauchen, so ist eine Anlagedauer von 10 Jahren natürlich eine fehlerhafte Anlagestrategie.

Die Bemerkung "im Moment sowieso nicht benötigt" rechtfertigt keinesfalls eine Anlagedauer von 9 oder 10 Jahren.

Insoweit besteht ein Schadensersatzanspruch, wenn auf die Anlagedauer nicht hingewiesen wurde. Das Problem ist jedoch, dass Sie für die fehlerhafte Beratung vollumfänglich beweispflichtig sind. Sie selbst als mögliche Klägerin scheiden als Zeugin aus. Die Gegenseite wird die Bankberaterin als Zeugin benennen können.

Es besteht somit ein Beweisdefizit Ihrerseits, so dass eine erfolgreiche Durchsetzung des Schadensersatzanspruches mit einem erhöhten Risiko verbunden ist. Wie aus der Aussage der Bankerin zu entnehmen. Wird eine Beratung generell bestritten.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Danke für diese Antwort, die meiner Partnerin und mir bestimmt weiterhilft. Fakt ist nämlich, dass ich bei dem letzten Klärungsgespräch dabei war und die Bankerin die seinerzeitige Situation (keine eingehende Beratung, Anlage gegen Vertauen, kurzfristig u.s.w.) , die wir ihr vorhielten, nicht bestritten hat sondern sich lediglich darauf berief, dass eine Unterschrift eben eine Unterschrift sei.

Ich gehe davon aus, dass ich im Bedarfsfall denn als Zeuge in Frage käme!

 

Mit freundlichen Grüßen

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Sie können selbstverständlich als Zeuge auftreten.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt