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Simone Günther
Simone Günther, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 248
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwältin
35251517
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Simone Günther ist jetzt online.

Ich habe gerade eine Zahlungserinerung von einen Routenplaner

Kundenfrage

Ich habe gerade eine Zahlungserinerung von einen Routenplaner Service bekommen obwohl ich keine Adresse ,sowie irgendwelchen Geschäftsbedingungen bestätigt habe. Ich hatte ihn nur benutzt ohne irgend welchen Angaben und daher auch keine richtiges zufriedenstellendes Ergebniss erhalten. bevor diese Firma eine Zahlungs erinnerung schickt müsste aie doch erst einmal eine Rechnung stellen ,ich hatte auch keine möglichkeit dieses Abbho zu Wiedersprechen da nirgens ersichtlich war das ich etwas abgeschlossen habe.Mußich jetzt trotzdem den Jahresbeitrag zahlen.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Simone Günther hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage darf ich unter Berücksichtigung der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworten:

Sie sind auf den klassischen Fall einer sog. Internetabzocke hereingefallen.
Bei der Homepage wurde höchstwahrscheinlich nicht der Eindruck erweckt, dass die Dienstleistung kostenpflichtig ist. Ein Vertrag mit dem Verbraucher kommt aber nur zustande, wenn sich der Verbraucher über die Zahlungspflichtigkeit bewusst ist.

Bei einem im Internet abgeschlossenen Vertrag steht Ihnen ein gesetzliches Widerrufsrecht gemäß § 312d BGB zu. Die Widerrufsfrist beträgt 2 Wochen.
Diese beginnt jedoch erst ab dem Zeitpunkt zu laufen, in dem Sie ordnungsgemäß über Ihr Widerrufsrecht belehrt wurden. Davon ist bei Verträgen, die im Internet abgeschlossen werden und den Verbraucher in eine Abofalle locken sollen, nicht auszugehen. Daher besteht noch die Möglichkeit, den Vertrag zu widerrufen.

Weiterhin sollten sie den Vertrag vorsorglich anzufechten, da Sie bei Abgabe Ihrer Erklärung einem Irrtum unterlagen bzw. arglistig getäuscht wurden. Da der Kostenhinweis höchstwahrscheinlich versteckt war, steht Ihnen wegen der vorgenannten Gründe ein Anfechtungsrecht zu.
Darüber hinaus sollten Sie den Vertrag vorsorglich kündigen.

Sie sollten sich wie folgt verhalten:
Fertigen Sie ein Schreiben an, in dem Sie dem Unternehmen per Einwurfeinschreiben mitteilen, dass Sie keinen Vertrag geschlossen haben und einen etwaigen Vertrag widerrufen, anfechten und kündigen.

Auch einer weiteren Zahlungsaufforderung des Unternehmens sollten Sie in Zukunft nicht nachkommen.

Die Forderung ist unbegründet und wird in Zukunft höchstwahrscheinlich auch nicht gerichtlich geltend gemacht. Falls ein Inkassounternehmen oder Rechtsanwälte künftig an Sie herantreten sollten, haben diese auch keine weitergehenden Rechte, so dass eine Durchsetzung der geltend gemachten Forderung nur noch über den gerichtlichen Weg möglich ist, welcher von den Unternehmen, die Forderungen aus Abofallen eintreiben, in der Regel gemieden wird. Sollten Sie dennoch weiter belästigt werden, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit der Beantwortung Ihrer Frage weiterhelfen konnte. Anderenfalls nutzen Sie bitte die Nachfrageoption. Darüber hinaus bitte ich Sie, die Antwort zu akzeptieren, insbesondere im Hinblick darauf, dass eine kostenlose Rechtsberatung in Deutschland nicht erlaubt ist.

Mit freundlichen Grüßen
Simone Günther
Rechtsanwältin
Experte:  Simone Günther hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

ich darf höflichst an die ausstehende Akzeptierung der eingestellten Antwort erinnern.


Mit freundlichen Grüßen
Simone Günther
Rechtsanwältin

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