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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe eine Frage zur Erh hung

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine Frage zur Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit ohne Gehaltsausgleich, kann der Arbeitgeber diese einfach so machen? Dazu eine Zusatzvereinbarung im Arbeitsvertrag? Muss ich diese Zusatzvereinbarung Unterschreiben? Kann ich dagegen Vorgehen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

der Beantwortung Ihrer Frage stelle ich folgendes voran:

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen in Deutschland bin ich gehalten, darauf hinzuweisen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemessene Vergütung für die untenstehende Beantwortung durch Akzeptieren zu bezahlen. Das vorangestellt möchte ich im weiteren darauf hinweisen, dass es im Rahmen dieses Mediums nur möglich ist, eine mehr oder weniger allgemein gehaltene Antwort zu geben, da ich weder Einblick in Unterlagen, noch ein eingehendes Gespräch zur Sachverhaltsaufklärung führen kann. Die untenstehende Antwort dient daher der ersten rechtlichen Orientierung bzw. der Verschaffung eines angemessenen Überblick über die rechtliche Situation und kann und soll keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates vor Ort ersetzen.

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Eine einseitige Änderung der Arbeitszeit ohne Gehaltsausgleich ist nicht möglich. Es müsste hier eine Zusatzvereinbarung bzw. eine Änderung des Arbeitsvertrages vorgenommen werden, dem Sie zustimmen müssten, damit er wirksam werden würde.

Wenn Sie nicht zustimmen, hat der Arbeitgeber die Möglichkeit die Änderungskündigung auszusprechen, was bedeutet, dass er den bisherigen Arbeitsvertrag unter Anbietung neuer Konditionen kündigt.

Hier haben Sie dann die Wahl. Entweder Sie nehmen die Änderungskündigung an, sie nehmen die Änderungskündigung unter Vorbehalt an und lassen diese durch das Arbeitsgericht prüfen oder Sie lehnen die Änderungskündigung ab, was im Ergebnis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses führen wird.

Sie müssen die Zusatzvereinbarung also nicht unterschreiben. Wenn der Arbeitgeber seine Änderungen durchsetzen will, muss er die Änderungskündigung aussprechen, die Sie dann vom Arbeitsgericht überprüfen lassen können.

Ich rate Ihnen allerdings dann an, sich in die anwaltliche Vertretung zu begeben.

Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieses Mediums einen angemessenen Überblick über die rechtliche Situation verschafft zu haben.

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten. Falls Sie eine Nachfrage haben stehe ich Ihnen sodann gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen



Tobias Rösemeier und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich bin jetzt seit 10 Jahren im Unternehmen, muß ich das wirklich so hinnehmen ohne wirklich was dagegen machen zu können?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

leider spielt die Dauer der Betriebszugehörigkeit kaum eine Rolle. Wie gesagt, Sie müssen der Vertragsänderung nicht zustimmen und können diese einer arbeitsgerichtlichen Überpüfung unterziehen.

 

Mfg

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