So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Simone Günther.
Simone Günther
Simone Günther, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 248
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwältin
35251517
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Simone Günther ist jetzt online.

Besteuerung von St ckzinsen Altanleihen / kein Abgeltungssteuerabzug Guten

Beantwortete Frage:

Besteuerung von Stückzinsen Altanleihen / kein Abgeltungssteuerabzug
Guten Tag,
ich habe im Jahr 2008 eine Anleihe gekauft und in 2009 nach >1Jahr Haltedauer vor Kupontermin verkauft.
Nach meinem damaligen Kenntnisstand war der Stückzinsertrag genauso steuerfrei wie der Kursgewinn durch eine mangelnde Übergangsregelung i.Zs. mit der Abgeltungssteuer.
Ich habe das Thema dann als erledigt betrachtet und innerlich abgehakt.
Hute stolpere ich über folgenden Artikel:
http://www.handelsblatt.com/gesetzesluecke-anleger-wollen-abgeltungsteuer-zurueck;2618189
Leider habe ich meine Steuererklärung 2009 längst abgegeben, Steuerbescheid liegt auch schon vor. Die o.g. Stückzinsen habe ich leider nicht angegeben, da mir zum Zeitpunkt der Erstellung nicht bewusst war, dass die Finanzverwaltung hier den Steuerzahler in der Pflicht sieht, dies in der Steuererklärung anzugeben. Die Bank hatte damals weder Abgeltungssteuer abgezogen noch diesen Ertrag in der Jahressteuerbescheinigung aufgeführt.
Ich möchte diese Zinsen jetzt nachträglich deklarieren, um mich nicht dem Vorwurf der Steuerhinterziehung aussetzen zu müssen. (Zinsertrag ca. €2.400 = Abgeltungssteuer+Soli ca. €800).
Bisher bin ich ohne StB ausgekommen.
Frage: Wie gehe ich jetzt am Besten vor?
Kann ich das nicht einfach auf dem kleinen Dienstweg regeln (Anruf beim FA, kurze Schilderung der Angelegenheit, nachträgliche Einreichung des Beleges/modifizierte Steuererklärung) - oder ist das keine gute Idee?
Sollte ich einen StB hinzuziehen?
Danke+Gruß
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Simone Günther hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage ist bereits von mir beantwortet worden.

Mit freundlichen Grüßen
Simone Günther
Rechtsanwältin
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sorry, ich kann die Antwort nicht finden, ich benutze dieses System das erste mal.
Das System hat sich auch leider während der Kreditkartenauthorisierung "aufgehängt", so dass ich beim ersten mal die mailadresse nicht eingeben konnte.
Könnten Sie mir Ihre Antwort bitte nochmal schicken. [email protected]
Danke!
Experte:  Simone Günther hat geantwortet vor 7 Jahren.
Wer seine Einkünfte nachträglich erklärt - so genannte Selbstanzeige - braucht keine Strafe zu fürchten. Durch rechtzeitige Selbstanzeige kann ein sonst drohendes Steuerstrafverfahren komplett vermieden werden. Sie wirkt praktisch als Steueramnestie. Es müssen nur die hinterzogenen Steuern, die ohnehin angefallen wären, nachentrichtet werden. Plus 6% Zinsen jährlich. Selbstanzeige ist ein Strafbefreiungstatbestand.

 

Die Selbstanzeige muss nicht als solche bezeichnet werden. Es genügt die Mitteilung an das zuständige Finanzamt, dass "vergessen" wurde, Einkünfte anzugeben bzw. die Einreichung einer entsprechenden Steuernacherklärung. Dabei darf man allerdings keine Fehler machen, deshalb sollte man diese Steuernacherklärung keinesfalls selbst machen, sondern sie dem Fachanwalt für Steuerrecht, der möglichst zugleich auch Steuerberater sein sollte, überlassen.

Da ich davon ausgehe, dass ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung gegen Sie noch nicht eingeleitet wurde, rate ich Ihnen dringend, den o.g. Weg zu gehen.

MFG Simone Günther
Rechtsanwältin
Simone Günther und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.