So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dieter Michaelis.
Dieter Michaelis
Dieter Michaelis, Mediator
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1521
Erfahrung:  Langjährige Erfahrung als selbstständiger Anwalt im Arbeits-, Familien-, Straf- und Zivilrecht.
29823107
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Dieter Michaelis ist jetzt online.

meine vollj rige Tochter hat sich adoptieren lassen. (von einem

Kundenfrage

meine volljärige Tochter hat sich adoptieren lassen. (von einem Mann). Sie behauptet,dass sie immer noch ihren Familiennamen und des Herren trägt. Ist es möglich als ledige Doppelnamen zu haben? Und geht es (auch wenn volljährig) ohne zustimmung der leiblichen Eltern? Wenn dieser Herr sie adoptiert hat, bin ich überhaupt ofiziell ihre Mutter? danke
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Dieter Michaelis hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag,

für die Adoption gelten die Bestimmungen der §§ 1741 - 1772 BGB.

Gem. § 1768 iVm § 1747 BGB ist im Falle der Adoption eines Erwachsenen nicht die Zustimmung der Eltern erforderlich. Das Vormundschaftsgericht entscheidet auf Antrag unter Anhörug der zu adoptierenden Person.

Ihr Verwandtschaftsverhältnis wird durch die Adoption nicht berührt, § 1770 Abs 1 BGB.

Anders als bei der Adoption eines Kindes erhält die adoptierte Person nicht automatisch den Familiennahmen, kann diesen aber annehmen.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
mit dem Doppelnamen habe ich es nicht verstanden. Meine Tochter heißt G. mit Nachnamen. Das werde heißen,dass sie nach der Adoption G...heißen darf? Oder muss sie G. weg lassen? Normalerweise dürfen ledige in Deutschland kein Doppelnamen haben. danke
Experte:  Dieter Michaelis hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag,

im Anhang habe ich Ihnen das Wesentliche zu dem Verfahren und den Rechtsfolgen nochmals zusammengestellt.

II. Adoption Volljähriger

1. Voraussetzungen

Die Volljährigenadoption muss vom Annehmenden und Anzunehmenden in notariell beurkundeter Form beantragt werden. Eine Einwilligung der Eltern ist wegen der Volljährigkeit nicht erforderlich. Der Ausspruch der Annahme bedarf jedoch der Einwilligung des Ehegatten des Annehmenden und, falls der Anzunehmende verheiratet ist, auch der Einwilligung von dessen Ehegatten.

2. Verfahren

Das Verfahren entspricht dem Verfahren im Falle der Adoption eines Minderjährigen, ohne dass das Jugendamt beteiligt wird. Die Kinder beider Antragsteller werden schriftlich angehört. Soll die Adoption ausnahmsweise mit Wirkungen der Minderjährigenadoption ausgesprochen werden, werden zur Wahrung ihrer Interessen auch die Eltern des Anzunehmenden schriftlich angehört.

3. Rechtsfolgen

Der angenommene Volljährige wird Kind des Annehmenden. Im übrigen erstrecken sich die Wirkungen jedoch nicht auf die Verwandten des Annehmenden. Das Verwandtschafts¬verhältnis des Angenommenen zu seinen leiblichen Verwandten bleibt grundsätzlich unberührt.

Auf Antrag kann unter bestimmten Voraussetzungen die Annahme mit Minderjährigenwirkung ausgesprochen werden. Dies ist z. B. dann möglich, wenn es sich um eine Stiefkindadoption handelt oder der Anzunehmende bereits als Minderjähriger in die Familie des Annehmenden aufgenommen worden ist oder der Antrag auf Annahme bereits vor Volljährigkeit des Kindes beim Vormundschaftsgericht eingereicht worden ist.

Die Erwachsenenadoption begründet in der Regel kein Recht zum Aufenthalt in der Bundesrepublik. Durch Erwachsenenadoption kann die deutsche Staatsangehörigkeit nicht erworben werden. Hierfür ist erforderlich, dass der Antrag vor Eintritt der Volljährigkeit beim Vormundschaftsgericht eingereicht worden ist.

Der Angenommene erhält grundsätzlich den Familiennamen des Annehmenden als Geburtsnamen. Eine Beibehaltung des bisherigen Geburtsnamen ist wiederum nicht möglich. Auf Antrag kann das Gericht jedoch die Bildung eines Doppelnamens zulassen. Ist der Angenommene verheiratet und ist sein bisheriger Geburtsname auch Ehename, so ändert sich mit der Adoption zwar der Geburtsname, nicht jedoch der Ehename, wenn sich der Ehegatte des Anzunehmenden vor Ausspruch der Adoption der Namensänderung nicht anschließt.

Mit Genehmigung des Vormundschaftsgerichtes ist also die Führung des Doppelnamens zulässig .

M.f.G.

Dieter Michaelis und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.