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Simone Günther
Simone Günther, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 248
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwältin
35251517
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Simone Günther ist jetzt online.

Mein Konto wurde gepf ndet ohne mir schriftlich mitzuteilen.Darf

Kundenfrage

Mein Konto wurde gepfändet ohne mir schriftlich mitzuteilen.Darf man das?
und ich würde gern ein Antrag stellen das mir mein konnto wieder frei gemacht wird denn ich hab nur ein 400 euro job und es werden nicht immer 400 euro sein im monat.Dazu bin ich schwanger und bekomme keine weitere unterstützung vom staat deswegen brauche ich dieses geld zur lebensunterhaltung was muss ich jetzt tun das es so schnell wie es nur geht wieder mein konnto frei gemacht wird.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Simone Günther hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst weise ich Sie darauf hin, dass eine kostenlose Rechtsberatung in Deutschland nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemessene Vergütung für die untenstehende Beantwortung durch das Akzeptieren meiner Antwort zu bezahlen. Darüber hinaus weise ich Sie darauf hin, dass meine Antwort ausschließlich der ersten rechtlichen Orientierung dient und keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates bei einem Rechtsanwalt vor Ort ersetzen kann, da diese Plattform ausschließlich dazu dient, eine erste Einschätzung in Form einer allgemeinen Antwort zu geben.

Ihre Anfrage darf ich sodann wie folgt beantworten:

Eine Kontopfändung ist auch ohne vorherige Mitteilung möglich. Darüber ist ab dem 01.07.2010 jedes Kreditinstitut gesetzlich verpflichtet, auf Antrag des Bankkunden, ein bestehendes Konto in ein Pfändungsschutzkonto umzuwandeln. Das gilt auch für be­reits ge­pfän­de­te Kon­ten. Ist insofern das Girokonto bereits gepfändet, kann der Kontoinhaber die Umwandlung in ein P-Konto noch innerhalb von vier Geschäftstagen verlangen.

Der Kon­top­fän­dungs­schutz beim P-Kon­to dient der Si­che­rung einer an­ge­mes­se­nen Le­bens­füh­rung des Schuld­ners und sei­ner Un­ter­halts­be­rech­tig­ten. Es besteht dabei zunächst ein Basispfändungsschutz über monatlich 985,15€ unabhängig von der Art der Einkünfte. Nicht verbrauchtes Guthaben kann dabei sogar jeweils einmalig auf den Folgemonat übertragen werden. Der Ba­sis­pfän­dungs­schutz kann unter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen er­höht wer­den, zum Bei­spiel wegen Un­ter­halts­pflich­ten des Schuld­ners. In der Regel ge­nügt hierfür ein Nach­weis bei der Bank.

 

Ist die 4-Tages-Frist bereits abgelaufen, können Sie noch innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses der Bank beim Vollstreckungsgericht eine Einschränkung der Kontopfändung beantragen. Nach 14 Tagen ist die Bank verpflichtet, das Guthaben an den Gläubiger auszuzahlen, wenn sie nicht selbst eine Forderung gegen den Kunden hat, mit der sie aufrechnen kann. Die Kontopfändung bleibt so lange bestehen, bis die Forderung des Gläubigers beglichen ist oder der Gläubiger die Kontopfändung zurücknimmt oder ruhen lässt.

Im Falle einer Kontopfändung muss man schnell beim Amtsgericht einen Freigabeantrag gem. § 850 k ZPO stellen.

Mit diesem Antrag kann man erreichen, dass das Gericht die Pfändung aufhebt, soweit es den unpfändbaren Anteil des Lohnes betrifft.

Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen
Simone Günther
Rechtsanwältin
Experte:  Simone Günther hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

bislang haben Sie meine Antwort noch nicht akzeptiert. Dazu sind Sie jedoch verpflichtet, da Sie einen Rechtsberatungsvertrag geschlossen haben. Ich darf Sie daher bitten, meine Arbeit durch das Akzeptieren der Antwort zu bezahlen.

Mit freundlichen Grüßen
Simone Günther
Rechtsanwältin
Experte:  Simone Günther hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich erinnere daran, nach Inaugenscheinnahme meiner Antwort diese auch zu akzeptieren.

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