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Dirk Bettinger
Dirk Bettinger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 743
Erfahrung:  Fachanwalt für Strafrecht
31778273
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Dirk Bettinger ist jetzt online.

Sch nen guten Tag, Mein name ist Jenny Overbeck Ich habe Anfang

Kundenfrage

Schönen guten Tag, Mein name ist Jenny Overbeck
Ich habe Anfang des Jahres einen anruf bekommen das ich 330 euro gewonnen hätte und bin Leider darauf eingegangen. Habe meine Daten gegeben und habe dann Sachen für ein Gewinnspiel zugeschickt bekommen. Die ich aber gleich widerrufen habe.
Die nächsten Anrufe waren dann so, das es hieß ich hätte bei Gewinnspielen teil genommen und ob ich diese nach diesen drei Monaten beenden möchte oder weiter machen möchte. Dieses habe ich immer mit beenden beantwortet und zwei oder drei mal dann auch noch die Daten rausgegeben, da sie sagten das sie die bräuchten um mir dann die Unterlagen dazu fertig zumachen. Solche Unterlagen habe ich aber nie erhalten sondern nur neue Gewinnspiel Aufträge. Wenn ich diese erhalten habe, habe immer gleich die Widerrufe weggeschickt.
Mitlerweile gehe ich schon nicht mehr ans Telefon, wenn solche Nummern erscheinen. Seit dem ich da das erste mal alles angegeben habe, kriege ich 10 - 20 Anrufe am Tag. Jetzt seit ca Drei Wochen rufen sie schon mit unbekannt an. Sobald ich mehrere leute im Hintergrund höre lege ich auf.
Mein Problem dazu ist jetzt allerdings, das ich ein Schreiben gekriegt habe wo ich auf einmal über 180 Euro bezahlen soll. Dieses Gewinnspiel habe ich im März gleich widerrufen. nur Leider nicht per Rückschein. Seit dem ist aber auch nichts mehr von denen gekommen. Bloß jetzt auf einmal schon.
Was soll ich jetzt tun? Ich soll diese Forderung innerhalb von sieben Tagen bezahlen.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Dirk Bettinger hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller, sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Sie haben mit den Widerrufen richtig reagiert. Verschicken Sie Widerrufe zu Beweiszwecken bitte nur per EinschreibenRückschein oder EinwurfEinschreiben und die Quittungen aufbewahren.

Die Masche dieser Firmen ist immer gleich: Es werden Drohkulissen aufgebaut, die sehr häufig auch bis zu Inkassobüros oder Anwaltsscheiben gehen. Den Gang vor ein Gericht oder den Erlass eines Mahnbescheides scheuen diese Firmen aber meist. Die Firma ist in der Pflicht zu beweisen, dass Sie einen Vertrag mit Ihnen geschlossen haben, der als Gegenleistung die Geldzahlung hat. Dies wird der Firma jedoch nicht gelingen, da Sie ja – nach Ihrer Schilderung – keinen solchen Vertrag geschlossen haben. Daher können Sie ganz beruhigt sein.

Ihre Bank sollten Sie anweisen, die Lastschriften nicht mehr durchzuführen bzw. Eizugsermächtigungen widerrufen.

Im Folgenden stelle ich Ihnen ein Musterschreiben an diese Firmen zur Verfügung, das Sie gerne nutzen dürfen:

„Die von Ihnen geltend gemachte Forderung besteht nicht.

Ein Vertrag zwischen uns ist nicht zustande gekommen. Es fehlt bereits an der Abgabe entsprechender Willenserklärungen. Die etwaig abgegebene Erklärung hätten Sie gemäß § 133, 157 BGB nicht dahingehend verstehen dürfen, dass ich mich vertraglich binden möchte. Im Übrigen weise ich Sie darauf hin, dass die Beweislast für einen wirksamen Vertragsschluss allein bei Ihnen liegt.

Hilfsweise erkläre ich die

Anfechtung

eines etwaigen zwischen uns geschlossenen Vertrages wegen arglistiger Täuschung. Diesbezüglich verweise ich auf die Urteile des OLG Frankfurt am Main, Az. 6 U 186/07 und 6 U 187/07.

Hilfsweise erkläre ich die

Anfechtung

eines etwaigen zwischen uns geschlossenen Vertrages wegen Irrtums. Einen von Ihnen absichtlich versteckt gehaltenen Hinweis auf die Kostenpflicht der Anmeldung habe ich nicht gesehen und unterlag insoweit einem Irrtum über die Kostenpflichtigkeit des Angebots.

Höchst hilfsweise erkläre ich den

Widerruf

meiner auf den Vertragsschluss gerichteten Willenserklärung. Sie hätten mich ordnungsgemäß über das Bestehen eines Widerrufsrechts aufklären müssen. Dies haben Sie nicht getan. Die von Ihnen vorgesehene Erklärung genügt nicht den Anforderungen des deutschen Rechts. Sofern Sie sich auf § 312d Abs. 3 Nr. 2 BGB berufen, sind Ihre Ausführungen falsch.

Jegliche weiteren Zahlungsaufforderungen können Sie sich daher ersparen. Sollten Sie ein Mahnverfahren einleiten, werde ich unverzüglich gegen den Mahnbescheid Widerspruch einlegen. Der Weitergabe und Nutzung sowie Speicherung meiner Daten widerspreche ich ausdrücklich.

 

Sollten Sie weiterhin die Ansicht vertreten, dass Sie einen Vertrag mit mir geschlossen haben, bitte ich um Übersendung der Vertragsunterlagen. Ich werde diese dann meinem Rechtsanwalt zur rechtlichen Prüfung übergeben.“

Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren. Bei Nachfragen nutzen Sie bitte diese Option.

Abschließend bitte ich Sie, folgendes zu bedenken: Diese Plattform kann und will eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen. Zu einer umfassenden persönlichen Beratung gehört, dass Mandant und Rechtsanwalt gemeinsam alle relevanten Informationen erarbeiten. Das kann diese Plattform nicht leisten. Hier soll nur eine erste Einschätzung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts gegeben werden. Es kann sich sogar eine ganz andere rechtliche Beurteilung ergeben, wenn Informationen hinzugefügt oder weggelassen werden.

Mit freundlichen Grüßen

RA und

Fachanwalt für Strafrecht

Dirk Bettinger

Adenauerallee 23

53111 Bonn

Tel.: 0228/8503479-0

Fax: 0228/8503479-1

[email protected]

www.rechtsanwalt-bettinger.de

Experte:  Dirk Bettinger hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten.
Wenn ich Ihnen helfen konnte, bitte ich höflich um die Akzeptierung der Antwort und um entsprechende Begleichung der Kosten.
Falls Sie weiteren Klärungsbedarf haben, so nutzen Sie bitte die Möglichkeit der Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen
RA
Dirk Bettinger



Verändert von Dirk Bettinger am 13.07.2010 um 10:51 Uhr EST